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Baudri — Bergbau.
und übernatürlichen Dingen" (Leipzig 1603), „De occulta philosophia" (Leipzig1603), sowie der „Triumphwagen Antimonii" (Leipzig 1604).
Zu den frühesten Kritikern, die die Person des in das 15. Jahrh. versetztenBasilius für fingiert und die Schriften für untergeschoben und gefälscht er-klärten, zählte auch Mobhof 1 , 1673; den Frankenhausener Pfannenherrn (= Salz-sieder) Thölde , der als der Fälscher galt, erwähnt u. a. Roth-Scholz im „Deut-schen Theatrum Chemicum" 2 und sagt, er habe den Basilius aus dessen „eigenerHandschrift" herausgegeben 3 , deren „Original" sich unter einer Marmorplatte desHochaltars zu Erfurt vorfand, nach anderen in einer Säule des dortigen Domes,die ein „Donnerschlag" aufspaltete 4 .
Neuerdings wird indessen Thölde nicht mehr als Fälscher betrachtet, sondernals gutgläubiger Kompilator verschiedener, aber durchweg nachparacelsischerHandschriften und Werke. Nach Fliitz 5 ist z. B. die Quelle für einen Teil des„Letzten Testamentes" (in der „Haligraphia" von 1603) das 1600 zu Zerbst er-schienene „Büchlein von dem Bergwerk" des N. Solbas ; vielleicht ist dieser iden-tisch mit dem um 1566 zu Altenstein in Thüringen nachgewiesenen PfarrerN. Solia oder mit einem A. de Solea aus Böhmen, den schon Mobhof als Ver-fasser gewisser Schriften des sog. Basilius ansieht 6 . Andere Teile des „LetztenTestaments" in der Ausgabe des Clabomontanus 7 stammen, wie Klinckow-stböm nachwies 8 , aus dem „Bergwercksschatz" des Elias Montanus 9 oderschöpfen doch aus den nämlichen Vorlagen.
Baudri.
Dieser Abt, der um 1100 der 7 Planeten und ihrer Rolle gedenkt, ist tatsäch-lich Verfasser des Gedichtes über das Schlafgemach der Gräfin Adele , und diesewar die Tochter Wilhelms des Eeobebees , Herzogs der Normannen 10 .
Benin.
Die Funde von Benin in Westafrika stammen aus dem 16. oder 17. Jahrh.n. Chr.; ihre hochentwickelte Gußtechnik zeigt zwar europäische Einflüsse, istaber an sich durchaus bodenständig und rein afrikanisch, sowohl was die großenbronzenen Rundfigviren als auch was Waffen und Kleingeräte betrifft 11 .
Bei'gbau.
Der vorzeitliche Bergbau erstreckte sich vornehmlich auf Salz und Feuerstein,gegen Ausgang der jüngeren Steinzeit (bis 2000) aber auch auf einige Metalle; derauf Zinn blieb unbedeutend und machte wenig Fortschritte, der auf Kupfer er-reichte hingegen später bemerkenswerte Vollendung, so z. B. in Spanien und
I „De transmutatione metallorum" (Hamburg 1673) 133.— 2 Nürnberg 1728; I, 659,
674; 661, 674. — 3 Leipzig 1611.
4 Straßburg 1645; diese Erzählungen sind die bereits bei den alexandrinischen Al-
chemisten üblichen!
5 „Z. ang." 1925, 325; vgl. Bugge I, 132ff. — 6 „Polyhistor" (Lübeck 1708) 91. —
7 Jena 1626. — 8 „M. G. M." XXV, 25 (1926). — 9 Frankfurt 1618.
10 Delisle , „Memoires d. 1. Soc. d. antiquaires de Normandie" (Bd. 28; 1870); vgl.
K ubitschek , PW. X, 2125.
II Luschan , „Die Altertümer von Benin" (Berlin 1919).