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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Bernardus der Provenzale Berthelot.

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in den Alpenländern, wo die Gruben am Mitterberg alsein wahres Meisterwerkbergmännischer Technik" anzusehen sind 1 .

Betreffs des griechischen Bergbaues auf Gold, Silber, Kupfer, Eisen usf. vgl.die Ausführungen Orths 2 .

Bernardus der Provenzale.

Dieser Autor, der nach Thorndike identisch mit Bernardus von Gordon istund gegen 1300 zu Montpellier wirkte 3 , war, S udhoff zufolge 4 , tatsächlich um1160 Student zu Salerno; einen Kommentar zurPractica Bartholomaei" ver-faßte er überhaupt nicht, vielmehr beruht diese Annahme auf Verwechselungenmit einem seiner anderen Werke.

Bernstein.

Der echte Ostseebernstein, der sich auf chemischem Wege als solcher erkennenläßt, findet sich seit mindestens etwa 1600 v. Chr. auf dem griechischen Fest-lande, besonders in den Gräbern der mykenischen Zeit, den ägäischen Inseln undKreta, von wo aus er wohl, wie so vieles andere, zuerst in den mykenischen Kultur-kreis gelangte 6 . Ungefähr während der nämlichen Epoche war er auch schon imZweistromlande bekannt, denn das Fundament eines Tempelturmes in Assur bargneben Edelsteinen und sonstigen Kostbarkeiten auch Bernsteinperlen 6 .

Im Persischen heißt der Bernstein Kahrupäi, Kährubä =der Strohanziehende,und die Araber gebrauchten dieses Wort ebenfalls (z. B. noch Ibn Al-Abbäs);daneben findet sich seit dem 9. oder 10. Jahrh. auch c anbar, d. i. eigentlichAmbra. Aus dem sassanidischen Persien, vielleicht auch aus Byzanz, gelangteder echte Bernstein unter der Sui-Dynastie, im 6. Jahrh., bis nach China, woaber eine andere Art vielleicht schon im 1. Jahrh. n. Chr. gehandelt wurde 7 .

Über den Namen des Bernsteins, der mit seiner Brennbarkeit zusammenhängt,findet sich vieles höchst Interessante bereits in G rimmsGeschichte der deutschenSprache" 8 .

Berossos.

Nach S chnabel ist das Geschichtswerk dieses spätbabylonischen Marduk-priesters zwischen 293 und 280 v. Chr. verfaßt 9 ; wichtig ist es, wie Boll ausführt,vor allem durch seine sehr rasche und unmittelbare Beeinflussung der hellenisti-schen Kreise 10 .

Berthelot.

Das 1919 über Berthelot als Historiker gefällte Urteil, das noch neuerdingsPlessner als hart, aber gerecht bezeichnete 11 , ist seither von den verschieden-sten Seiten her bestätigt und außerordentlich verschärft worden.

Die griechischen Texte sind nach Reitzenstein unvollständig, unzuverlässig,systemlos angeordnet, und soweit das vatikanische Manuskript mit in Betrachtkommt, völlig unbrauchbar 12 ; die ohnehin mangelhafte Übersetzung R uelt/es hat

1 Astdree ,Bergbau der Vorzeit" (Leipzig 1922).M. G. M." XXII, 148 (1923).

2 PW. XII, 116ff. 3 I, 740, 4M. G. M." XXIV, 83 (1925).

s Bd. Meyer ,Gesch." II (1) 209, 226, 229. Vgl. PW. XI, 1750. 6 Meissner ,Bab.

u. Ass." I, 352. ' Laoter ,Sino-Iranica" (Chicago 1919) 521. 8 Leipzig 1868, 499.

9Berossos und die babylonisch-hellenistische Literatur" (Leipzig 1923). 10A.

Rel." XXIII, 130. 11Islam" XVIII, 178 (1929). 12Aich. u. Mystik" 2, 13.