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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
Entstehung
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die von Bezold und Boll 1 , von Stbauss 2 u . A., oder verweisen auf die Radio-aktivität der Sterne 3 ,- offenbar, weil sie glauben, auf diesem Gebiete am wenig-sten einer Widerlegung durch die Erfahrung ausgesetzt zu sein. Auch unter denmodernen Alchemisten gibt es Anhänger der Astrologie, denn es ist noch ebensonotwendig wie vor fast 2000 Jahren, das große Werk ,,zur rechten Stunde" aus-zuführen.

Aurea catena.

Die aus Homeb bekanntegoldene Kette" ( oeiqt ], seire) ist nach Eisleb . 4 einSymbol orphischen Ursprunges, das durch alle Zeiten hindurch in hohem Ansehenblieb, und noch 1723 jenem Buche Kibchwegebs den Namen gab, das auf denjugendlichen Goethe dauernde Nachwirkung ausübte.

Aurum potabile.

Die hohe und andauernde Wertschätzung destrinkbaren Goldes" hängt nachDabmstaedteb mit magischen, mystischen, religiösen und astrologischen Vor-stellungen zusammen, die sich alchemistischen Theorien, volksmedizinischen Ge-bräuchen und praktischen Beobachtungen zugesellten 5 ; manche der letzterenmögen auf Entstehung kolloidalen Goldes zurückzuführen sein, wie es Dabm-staedteb z. B. nach einem Rezepte des Pabacelsus aus einer seiner frühestenSchriften erhielt 6 . Azotll

Diese alchimistische Bezeichnung des Quecksilbers geht nach Dabmstaedtebauf seinen arabischen Namen zurück, al-zäwuq, der in Spanien azzöq gesprochenwurde (noch jetzt span. azogue) 7 .

B.

Babylonien.

Über die Sumerer als das nichtsemitische der beiden Elemente, aus denender babylonische Staat zusammenwuchs, verbreiteten weitere Entdeckungen undDarstellungen neues Licht, u. a. WoolleysVor 5000 Jahren" 8 und Jebemias'Weltanschauung der Sumerer" 9 , deren Ergebnisse freilich nach Ansicht mancherKritiker noch mit einiger Vorsicht aufzunehmen sind. Unentschieden bleibtvorerst die Herkunft der Sumerer; ihre Sprache erklärt Kluge als eine in jederHinsicht den heutigen Sudansprachen z unächststehende 10 , und auch Chbistian hältsie für Hamiten, glaubt aber, sie hätten sich mit der Urbevölkerung Mesopo-tamiens und mit Prämalayen vermischt und seien von diesen auch kultur-geschichtlich beeinflußt worden 11 .

Über die frühzeitige Bekanntschaft der Sumerer mit den edlen und einigenunedlen Metallen s. weiter unten und bei den einzelnen Metallen; gewisse Minera-lien, wie Lasurstein, Magnesit, Tonerde, Silikate, ferner auch Mennige und Spieß-glanz (Antimonsulfid), finden sich ebenfalls bereits in sehr alter Zeit erwähnt 12 .

1Sternglaube und Sterndeutung", ed. G tjndel (Leipzig 1926).

2Die Astrologie des Joh. Kepler" (1926);Der astrologische Gedanke in der deut-schen Vergangenheit" (1926). 3 S templingeb 105. 4Weltenmantel" 419.

5Chz." XLVIII, 653, 679;Arch." V, 251 (1924). 6M. G. M." XXVI, 328 (1927).

7Die Alchemie des Geber" (Berlin 1922) 166.

s Stuttgart 1929. » Leipzig 1929. 10M. G. M." XXI, 203 (1922).

11Mitteilungen d. anthropologischen Gesellschaft" (Wien 1924) 1.

12 Bosos,M. G. M." XIX, 135 (1920).

v. Lippmann, Alchemie. Band IT. 4