666
Betracht. Viele von ihnen stellen Züchtungen unbekannter Herkunft dar und werden als Begonia t u b e r»hybrida (Fig. 2098d bis f und 2100) zusammengefasst. Sie verlangen alljährlich eine gewisse „Ruhezeit" und
werden deshalb im Herbst aus dem Boden genommen und
frostfrei, trocken und massig warm (öfter in Sägespänenoder in Sand) aufbewahrt. Die Pflanzen erliegen denersten Herbstfrösten. Ausserdem gehören hieher: B. Bau»mYt n'n i Lemoine aus Bolivien mit scheinbar lauter grund»ständigen, wenig asymmetrischen, dunkelgrünen Laubblätternund hellrosaroten, wohlriechenden, nach Teerosen oder Primelnduftenden Blüten. Staubblätter zu einer Säule verwachsen.Aehnlich ist B. fülgens Lemoine. — B. Bolivi^nsis DC.ans Peru und Bolivien mit schmal lanzettlichen, langzugespitzten,gesägt.gezähnten Laubblättern und rosaroten Blüten. — B. octo«pdtala l'Her. (= Hüszia octopetala Kl.) aus Peru mit lang«gestielten, nierenförmigen bis eirunden, unterseits flaumigenLaubblättern und weissen (aussen grünen) oder rötlichenBlüten (weibliche Blüten mit 6 Blütenhüllblätter). Bildet mitanderen Knollen-Begonien dankbare Kreuzungen (La Lorraine).
— B. cinnabarina Hook. f. aus Bolivien mit handförmig.mehrnervigen, am Grunde fast herzförmigen, gekerbten Laub,blättern und mit grossen, Scharlach" oder zinnoberroten Blüten.
— B. F r o e b 61 i i DC. aus Ekuador mit grundständigen, schief«elliptischen am Rande welligen und gekerbten, unterseits dicht
Fig. 2100. Begonia tuber hybrida hört. Knollen- wolligen Laubblättern und glänzend scharlachroten Blüten. —Begonie. Phot. Dr. G. Hegi, München. B. Veite hü Hook. f. aus Peru. Pflanze stengellos, mit dick,
gestielten, schief.eirunden oder rundlich-herzförmigen, lederigen, gekerbten Laubblättern und karminrotenoder weissen Blüten. — B. Da visu Hook. f. aus Peru. Laubblätter grundständig, schiefrundlich.herzförmig,oberseits grün, unterseits braunrot. Blüten 5 bis 6 cm breit,zinnoberrot. — B. Pearc^i Hook. f. aus Bolivien undPeru. Laubblätter fast grundständig, ziemlich lang gestielt,schief.oval, langgespitzt, oberseits sammtig.bronzegrün,unterseits trübrot. Blütenstandstiele viel länger als die Laub»blätter, meist 2 (seltener 3) goldgelbe Blüten tragend. Bildetmit B. Boliviensis und B. cinnabarina Kreuzungen mitschön orangeroten Blüten. — B. gräcilis H. B. et Kth. ausMexiko. Pflanze kahl oder kurz behaart. Laubblätter beiden einzelnen Formen sehr verschieden, eirund.spitz, 5 bis8 cm lang und 2,5 bis 3 cm breit, am Rande breit gekerbt,in den Achseln oft Bulbillen tragend. Nebenblätter bleibend.
Blüten zu 1 bis 2, rosarot. Kapseln ungleich geflügelt Sehrdankbare Gruppenpflanze. — B. Socoträna Hook. f.von der Insel Sokotra. Pflanze abstehend behaart, ver»zweigt. Untere Laubblätter schildförmig, kreisrund, gekerbt;die obersten herzförmig oder 3. bis 54appig. Blüten 6 bis8 cm im Durchmesser, rosarot. Blüht im Herbst und Winter.
Hieher auch die bekannten Sorten Gloire de Lorraine (istwohl ein Bastard B. Socotrana X B. Dregei) und Gloire deSceaux. — B. Thwait6sii Hook. f. aus Ceylon. Pflanzestammlos. Laubblätter eirund.spitz, fein gekerbt, oberseitskupferig und grün, zuweilen weiss gefleckt, zerstreut purpur.haarig. Blüten mittelgross, weiss. Kapsel etwas behaart,ungleich geflügelt (Warmhauspflanze). — B. EvansianaAndr. (= B. discolor Sm.) aus China, Japan und Java(Fig. 2101). Laubblätter schief-eirund, spitz oder zugespitzt, Fig. 2101. Begonia Evansiana Andr.
am Rande borstig-gezähnt. Blüten rosarot. — B. Dregei P ' 10t ' Dr ' * J ' HLgl ' MUnchen -
O. et D. aus Natal mit kleinen, weissen Blüten. — Die „Grundstamm-Begonien" haben einen dicken, schiefenWurzelstock und sind meist stengellos. Die weitaus bekannteste ist die aus Ostindien stammende B. R e x Putzeys.