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fussförmig geteilt bis schildförmig (Fig. 2097) und besitzen meist grosse, häutige oder lederige, zuweilen blattartigeNebenblätter (Fig. 2102). Die zu end. und achselständigen Didiasien oder Wickeln angeordneten Blüten sind stetseingeschlechtig und einhäusig, allerdings selten ganz strahlig, mit einfacher oder doppelter, weisser oder roter(seltener gelber) Blütenhülle; selten sind die Kronblätter, noch seltener die Kelchblätter, ± verwachsen. Diemännlichen Blüten besitzen meist 2 Kelchblätter, 2 bis 5 (oder 6) Kronblätter und zahlreiche, i verwachseneStaubblätter, ohne Andeutung eines Fruchtknotens; die weiblichen Blüten zeigen einen meist vollständig unter,ständigen, mit der Blütenachse verwachsenen, 2» bis 3- (selten 4» bis 6»)fächerigen, gewöhnlich 3=flügeligen [Flügeloft ungleich stark ausgebildet]) Fruchtknoten mit zahlreichen, umgewendeten, 2»hülligen, zentralwinkelständigen oderparietalen Samenanlagen, der von 2 bis 5 (6 bis 8) Blütenhüllblättern und meist von 3 (2, 4 bis 6) tief zweispaltigen,oft schraubig gedrehten Griffeln (die Narbenpapillen [Fig. 2098f] bilden auf denselben ein kontinuierliches
Schraubenband) gekrönt wird.Die Frucht ist grösstenteilseine hornige, seltener einepapierartige, lederige oderfleischige, geflügelte, vielsamigeKapsel, seltener eine Beere.Die sehr kleinen, punktiertenoder gerieften, (später) nähr»gewebelosen Samen, werdenvon einem dicken, geraden,ölhaltigen Keimling mit1 kurzen Keimblättern aus*gefüllt. Die Familie ist mitihren 420 Arten, von denenüber 400 Spezies auf dieGattung Begönia entfallen,auf die Tropengebiete be.schränkt, wo diese besondersals Bewohner des RegenwaldesinErscheinung treten, um Jedochin den Gebirgen (Himalayabis 5600 m, Anden) auch indie kühleren Zonen hinauf»zusteigen. Nur wenige Artenreichen in die gemässigte Zone hinein, so Begonia Evänsiana Andr. (Fig. 2101) bis Nordchina und Mittel»japan, einige bis ins nördliche Argentinien und bis Natal. Sogar die trockene Insel Sokotra besitzt einenmorphologisch sehr interessanten Vertreter (Begonia Socoträna Hook. f.). Die monotypische GattungHillebrdndia Oliv, ist auf die Sandwichinseln, die gleichfalls monotypische Gattung Symbegönia Warburgauf Neu.Guinea und Begoni^lla Oliv, mit 3 Arten auf Kolumbien beschränkt. Die verwandtschaftlichenBeziehungen und die systematische Stellung sind noch nicht genügend geklärt. Seit 50 Jahren haben die Begoniaceenihren Platz im System wiederholt wechseln müssen. Alexander Braun erhob die Familie zu einer selbständigenOrdnung, den Plagiophyllae, Benecke (1888) zu den Hillebrandinae, während andere Beziehungen vor allemzu den Cucurbitaceen (eingeschlechtige Blüten, unterständiger Fruchtknoten, Verwachsung der Staubblätter,Plazentation, Nervatur, Cystolithen), dann zu den Umbelliferen, Campanulaceen, Euphorbiaceen, Cactaceen,Aristolochiaceen, Saxifragaceen (Hydrangeen) u.a. erkennen wollten. Die 1901 von H.Hai Ii er lediglich aufGrund der „Haare" vertretene Anschauung einer Verwandtschaft mit den Compositen dürfte tatsächlich anden „Haaren" herbeigezogen sein. Ziemlich ungezwungen lassen sich die Begoniaceen in die Reihe derParietales einordnen, wo sie zu den Loasaceen, vor allem aber zu den Datiscaceen (mit Tetrameies), wie dies WalterSan dt neuerdings in seinen Beiträgen zur Kenntnis der Begoniaceen (Flora. N. F. Bd. 14, 1921) bestätigenkonnte, die nächsten Anklänge zeigen. Technische oder medizinische Bedeutung kommt den Begoniaceen nicht zu.Sie enthalten ziemlich viel Oxalsäure und werden lediglich lokal als kühlende, antiskorbutische, purgierende, schweiss»und harntreibende oder adstringierende Mittel benützt. Von einzelnen asiatischen Arten werden die Blätter alsGemüse gegessen. Auch soll der saure Saft zum Reinigen von Waffen verwendet werden. Wegen ihrerhübschen, roten, weissen oder gelb;n Blüten und wegen ihrer eigenartigen, oft grossen und eigenartig gezeichnetenLaubblätter gehören die Begonien zu unseren beliebtesten und bekanntesten Freiland., Ampel, und Zimmerpflanzen,die sich durch Blatt« (Fig. 2099) und Spross.Stecklinge leicht vermehren lassen. Man unterscheidet in der Praxis Blatt»,Knollen., Grundstamm-, halbstrauchige und strauchige Begonien. Alle Arten zeichnen sich durch dorsiventral
Fig. 2098. a Laubblatt mit stark verbreitertem Blattohr von Begonia ricinifoliaA. Dietr.f. Weh eana hört. — b Blühender Spross von Begonia Rex Putzeys. c 4 Narben. —Begonia tuberhybrida hört, d Männliche Blüten, e Fruchtknoten mit Naiben. /Griffel
mit Narbenband.