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— Adventiv wurden gelegentlich beobachtet: Loäsa triphylla Juss. bei Speyer, Mentz^lia LindleyiTorr, et Gray bei Mannheim (1910), Blumenbächia insignis Schrad. bei Speyer und Bl. Hierönym»Urban bei der Dampfmühle Wandsbeck bei Hamburg (1896) und in Prag (1912 beim Physikalischen Institut).
Die kleine Familie der Datiscäceae 1 ) mit den 3 Gattungen Tetrameies (monotypisch), Octoim c 1 e s (monotypisch) u id Datisca (= Tricerdstes) mit 4 bis 5 Arten besteht einerseits aus Bäumen mit un.geteilten oder höchstens schwach gelappten, behaarten Laubblättern, andererseits aus Stauden mit abwechselnden,tief eingeschnittenen oder einpaarig gefiederten, stets nebenblattlosen Laubblättern. Die kleinen, unauffälligen,strahligen, eingeschlechtigen (meist diözischen), gewöhnlich nackten Blüten besitzen einen 3. bis lO.blätterigen,± verwachsenen Kelch, 4 bis 25 Staubblätter und einen unterständigen, aus 3 bis S Karpellen gebildeten,1.fächerigen Fruchtknoten (mit deutlichen freien Griffeln), der an den wandständigen Plazenten zahlreiche, um.gewendete, mit 2 Integumenten versehene Samenanlagen trägt. Die Frucht ist eine dünnhäutige Kapsel, diezahlreiche, äusserst kleine, nährgewebelose Samen enthält. Die stark rückgebildeten Blüten, die die sicheresystematische Stellung sehr erschweren, dürfen, zumal Nektar und Schauapparat fehlen, als Windblütler angesehenwerden, weshalb Ha Iii er die Familie als Verwandte der Salicaceen zu den Amentifloren stellen will. DieFamilie, die heute ein sehr zerstückeltes Areal aufweist, dürfte früher verbreiteter gewesen sein. Tetrameiesnudiflöra R. Br. (ein blattabwerfender[z. B. in den Teakwaldungen] Laub«bäum) von Vorderindien bis Java undOcotm6lesSumatrdna Miq., gleich«falls ein hoher Baum, kommen imMalayischen Archipel vor, während dieGattung Datisca mit je einer Art (D.cannäbina) im Orient (westlich Kreta) bisNordindien und (D. glomeräta) [Presl]
B. et H., im wärmeren Amerika (Call«formen bis Mexiko) verbreitet ist. Lokalewirtschaftliche Bedeutung hat Datiscacannäbina L., der „Gelbe Hanf",auch .Strich« oder Streichkraut" ge«heissen, eine hanfähnliche, stattliche,bis 2 m hohe Staude mit Wechsel«ständigen, tiefeingeschnittenen, unpaargefiederten, am Rande gesägten Laub«blättern und achselständigen, zu büsche«
Ilgen (männliche) oder traubigen (weib«liehe Pflanze), gelben Blütenständen ver«einigten Blüten. Die Pflanze enthält inallen Teilen einen gelben Farbstoff, dasDatiscetin, das in Form eines Glykosides,des Datiscins ( Cji Hs< On + 2 H «0), nochheute in Indien (Lahore) und im Orient
zum Färben von Seide verwendet wird. Mit Alkalien gibt das Glykosid Datiscin eine tiefgelbe, dauer«hafte Farbe. Aus den Bastfasern kann eine spinnbare Faser hergestellt werden. Ebenso besitzt die Pflanzebittere, purgierend wirkende Substanzen. Als Einzelpflanze für grössere Ziergärten eignet sich wegen ihrerlängeren Blütentrauben besonders die weibliche Pflanze. Die Wurzelknöllchen sollen eine von Bacteriumradicicola der Leguminose verschiedene Bakterienart aufweisen. Tischler hat Parthenokarpie nachgewiesen.Verwildert wurde die Pflanze in Mannheim 1907 beobachtet.
Zu den Begoniäceae 2 ), Schiefblattgewächse, gehören vorherrschend krautartige Gewächse mitsaftigen Sprossen (darunter Wurzelkletterer, Spreizklimmer und Epiphyten) und mit dicken Laubblättern, sowieHalbsträucher. Neben aufrechten Formen gibt es solche mit kriechendem Stengel, mit knollig verdicktenStengelteilen oder Rhizomen. Die gestielten, wechselständigen und in der Regel 2«zeilig angeordneten (eine Aus«nähme machen einzig die Sprossknöllchen von Begonia Socotrana Hook, f.) sind allermeist ± asymmetrisch,schief, meist handnervig, ganzrandig, gezähnt, gelappt oder ± schief eingeschnitten, zuweilen auch hand» oder
Fig. 2097. Blattformen von Begonien: a Spross von Begoniafuchsioides Hook. f.mit Laubblatt ( ai ). b Laubblatt von B. metallica G. Sm., c B. ulmifolia Willd.,d B. caroliniaeiolia Regel, e B. macrophylla Dryand., / B. manicataBrogn., g B. imperialis Lern. var. smaragdina Lern., h B. scandens Sw.
*) Von üuxiouui [dat^omai] = teile, zerteile; wegen ihrer Wirkung bei skrofulösen und ähnlichenKrankheiten (nach Wittstein).
s ) Benannt nach Michael Begon, geb. 1638, Gouverneur von St. Domingo (Westindien).