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Selbstbestäubung ist bei ausbleibendem Insektenbesuch bei verschiedenen Arten möglich. Kleistogame Blütenbesitzt L. trilöba Domb. Einzelne Arten der Gattung Mentz<5lia, besonders die weissblühende M. de ca.p^tala (Pursh) Urban et Gilg, sind Nachtblüher. Wiederholt wurde beobachtet, dass an den Widerhäkchender Pflanze Fliegen, ja sogar Eidechsen hängen bleiben. Die zuerst fleischigen, später austrocknenden, auf.geblasenen, leichten Früchte beiBlumenbächia werden durch den Wind verbreitet. Wirtschaftliche Bedeutunghaben die Loasaceen nicht. Mentz^lia 1 ) hispida Willd. wird in Mexiko gegen Syphilis, früher auch (wieBlumenbdchia insignis Schrad.) zu Nesselpeitschungen verwendet. Dagegen haben eine fanze Zahl von
Arten wegen ihrer eigenartigen Blüten(Gestalt, Farbe) als Zierpflanzen (diemeisten lassen sich durch Samen mühelosziehen) in Europa Eingang gefunden, soGronövia scändens L. aus Mexikound Zentralamerika, ein mittelst anker.förmiger Borsten kletterndes, einjährigesKraut mit langgestielten, nieren. bis herz«förmigen Laubblättern. — Mentz^liadecap^tala Urban et Gilg (= Bar«tönia ornäta Nutt.) aus Nordamerika,ein zweijähriges, bis 1 m hohes Krautmit sehr grossen, gelblichweissen, wohl»riechenden, an gewisse Kakteen erinnern«den, abends und nachts sich entfaltendenBlüten mit 200 bis 300 fadenförmigenStaubblättern und mit einem laubblatt.artigenlnvolucrum.—M. L i n d I e y i Torr,et Gray (= Bartönia aürea Lindl.) ausKalifornien mit glänzenden, tiefgelbenBlüten. — M. bartonioides (Presl)Urban et Gilg aus Mexiko mit zitronen,gelben Blüten. — M. albicaülis Doug).aus den östlichen Vereinigten Staatenund Mexiko. — M. arbor^scens Urbanet E. Gilg aus Mexiko, ein Halbstrauchmit sehr grossen, zu reichen Inflores.zenzen vereinigten Blüten. — M. poly.äntha Urban et Gilg aus Mexiko, einbis 3 m hoher Strauch mit dichtgedrängtenBlütenständen. — Lodsa 8 ) triphyllaJuss., L. hispida (= L. ürens Jacq.),L. papaverifölia H. B. et Kth. usw.,einjährige, rauhhaarige bis borstige,brennende Arten mit keulen« bis kegel.förmigen Kapseln. — Cajöphora')lateritia Klotzsch (— Lodsa lateritiaEin in Argentinien heimisches, bis 10 m
Fig. 2096. Cajophora lateritia (Hook.) Klotzsch. Blühender Spross.
Hook.), Ziegelrote Brennwinde, Brennrebe, Fackelträger. Fig. 2096.hohes, einjähriges, mit Brennborsten versehenes Schlinggewächs, mit mennigroten Blüten und kreiseiförmigenKapseln. Seltener sind die nicht windenden Arten, wie C. contörta (Desr.) Urban et Gilg, C. Chuqui.t6nsis Voss, C. coronäta Hook, et Arnold, sowie C. canarinoides (Lenn6 et C. Koch) Urban et Gilganzutreffen. — Blumbdchia 4 ) insignis Schrad; ein einjähriges, zierliches, kletterndes mit Brennhaaren undWiderhaken ausgestaltetes Kraut, mit gegenständigen und dekussierten Laubblättern, weissen Blüten und beider Reife trockenen und aufgeblasenen, kugeligen Kapseln. Aehnlich ist B. Hierönymi Urban aus Argentinien.
*) Benannt nach dem Brandenburger Arzt Chr. Mentzel, gest. 1701.
') Einheimischer Name in Südamerika.
") Griech. xaiia [kaio] = brenne und (peQto [phero] = trage; wegen der Brennborsten.
*) Benannt nach dem Zoologen Joh. Friedrich Blumenbach, geb. 1752 zu Gotha, gest. 1840 alsProfessor in Göttingen.