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W. Becker (= V. Munbyäna hört, non Boiss. et Reuter, = V. cornuta Desf. non L., = V. gracilis Battandieret Trabut non Sibth. et Sm.). Von V. calcarata durch verlängerte Stengelglieder (Stengel bis 3 dm lang)und ähnlich wie bei V. Dubyana und Verwandten fiederschnittige Nebenblätter, von letzteren durch grössereKrone verschieden. Heimat : Algerischer Atlas. Als „V. Munbyana" werden mitunter selbst Noroimium«Arten in botanischen Gärten kultiviert 1 Die beiden erstgenannten Arten gehören zum Formenkreis der V.calcarata im weitesten Sinn. — b) aus der Sektion Nomimium: V. odorata und V. sepincola in zahlreichen Formen,seltener auch V. mirabilis und andere einheimische Arten, ausserdem: V. arborescens 1 ) L. Halbstraudiaus dem westlichen Mittelmeergebiet. Ob sich einzelne Angaben über strauchige Veilchen (z. B. V. erectades Hortus Eystettensis) in deutschen Gärten auf diese, heute im Gebiet nicht kultivierte Art beziehen, erscheintsehr fraglich (vgl. V. elatior und V. odorata f. arborea). — V. obliqua Hill (= V. cuculläta Alton, = V.pachyrhizöma F. O. Wolf). Zweiachsige Rosettenstaude mit dick fleischigem Wurzelstock. Laubblätter sehrgross, herzförmig, jung tutenartig eingerollt, später i löffeiförmig eingebogen. Blüten grundständig, über2 cm gross, blauviolett, geruchlos. — IV. Heimat: Von Neusdiottland bis Minnesota, Georgia und Kansas.Diese in mehreren Formen als „Pfingstveilchen" kultivierte, besonders zu Einfassungen auf trockenem Bodengeeignete und auch schon am Zürichsee verwildert beobachtete Amerikanerin ist 1897 von F. O. Wolt als neueArt von der Alp Arolla im Eringertal (2200 m hoch) beschrieben worden. Der Irrtum rührte wohl lediglichdaher, dass im Garten zu Sitten von der genannten Alp stammende Veilchen durch die daneben wachsendeamerikanische Art überwuchert wurden. — V. pedäta L. (= V. multifida Miller, = V. digitäta Pursh) ausNordamerika. Laubblätter wie bei V. pinnata 5» bis 7«spaltig, aber im Gegensatz zu dieser bis zum Grundhandförmig geteilt, durchscheinend punktiert und mit zerschlitzten Nebenblättern. Blüten ziemlich gross, mitblauvioletter, oft gefleckter Krone und schief gestutztem, sehr kurz geschnabeltem Narbenkopf. — c) aus inEuropa nicht vertretenen Sektionen: V. Canaddnsis L. (Sekt. Chamaemelanium Ging.) aus Nordamerika.Dreiachsig, mit aufsteigenden Stengeln. Laubblätter herzförmig. Nebenblätter fransig zerschlitzt. Kelchblätterlanzettlich. Krone milch weiss bis blasslila, aussen ± violett gestreift, mit sehr kurzem Sporn. — Als „V. Cana-densis* wird auch die zweiachsige V. rotundifölia Michx. mit gelblichweisser Krone gezogen. — V.hederäcea Labill. (= Erptition [Herp^tion] hederäceum Spruce) aus Neuholland. Australisches oder Efeu«blätteriges Veilchen. Grundachse Ausläufer treibend. Stengel sehr kurz oder fehlend. Laubblätter büscheliggehäuft, mit kleiner, nierenförmiger bis fast kreisrunder, am Grund keilförmiger oder schwach ausgebuchteter,grob gezähnter Spreite. Krone weiss oder weiss und blau. Narbenkopf rüsselförmig. Aendert ab: mitlängeren (var. gräcilis [R. Br.] Voss) und kurzen Blütenstielen (var. renif örmis [R. Br.] Voss, = Erp6tionreniforme Sweet). Die 1826 eingeführte Art eignet sich als Topf, oder Ampelpflanze, auch für Teppichbeeteund zur Bekleidung von Felsanlagen, ist aber frostfrei zu überwintern. —V. chrysäntha Hooker aus demwestlichen Nordamerika wurde 1909 im Hafen von Ludwigshafen am Rhein adventiv gefunden.
1. Seitliche Kronblätter nach aufwärts gerichtet oder wagrecht. Meist mindestens das untere Kronblatt± gelb, wenn alle violett, die Blüte mindestens 2 '/'s cm gross oder die Laubblätter ganzrandig. Griffel starkkeulig verdickt 2.
1*. Seitliche Kronblätter nach abwärts gerichtet. Auch das untere Kronblatt nie gelb. Blüten meist unter2Vi cm gross. Griffel nicht oder wenig keulig verdickt. Sektion Nomimium 10.
2. Blattspreiten breiter als lang, am Grund tief herzförmig. Kronblätter gelb. Griffel winkeliggebogen (Fig. 2067 A), mit abgeflachtem Narbenkopf. Schattenpflanze der Gebirge. Sektion Dischidium.Taf. 186, Fig. 4 V. biflora nr. 1935.
2*. Blattspreiten länger als breit, nach dem Grund verschmälert. Griffel fast gerade, mit krugförmigemNarbenkopf. Lichtpflanzen. Sektion Melanium 3.
3. Stengel verlängert, aufsteigend oder aufrecht. Nebenblätter grob gezähnt oder fiederspaltig.Laubblätter nie ganzrandig 4.
3*. Stengel kurz, niederliegend oder fehlend. Nebenblätter ganzrandig oder 3>spaltig. NiedrigeAlpenpflanzen 7.
4. Nebenblätter nur palmettenartig gezähnt. Sporn über 1 cm lang. Im Gebiete nur in Krain undn Kultur V.cornutanr. 1934.
4°. Nebenblätter fiederspaltig. Sporn unter 1 cm lang (wenn länger, vgl. auch V. Battandieripag. 593) 5.
') C. Bauhin, der diese Art (?) Viola tricolor erecta und V. Martia arborescens purpurea nannte, hieltsie für das Jtog äv&og [Diös änthos] = Zeusblume des Theophrast, das sehr verschieden, meist aber alsCaryophyllacee gedeutet wird (vgl. Bd. III, pag. 296 und 318).