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Sernanders) als Hypocärpeae ab, diejenigen mit schief tellerförmigem Narbenkopf als Plagiostigma.E. Fries nannte diese Gruppe (V. palustris, V. epipsila und V. uliginosa) Heliona, Boissier Patelläres(im Gegensatz zu den Rostellatae mit schnabelförmigem Griffel). Zu Plagiostigma werden auch, als GruppeEstolonöae Kupffer V. pinnata und die nordeuropäische V. Selkirkii Pursh (= V. umbrösa Fries) geredinet;doch trennte P ospicha 1 V. pinnata auf Grund ihrer Griffelform als besondere Gruppe Violdtta (im Gegensatzzu allen anderen Nomimium-Arten, = Euviola) ab, ebenso R. R. Kupffer (in Oesterr. Botan. Zeitschrift.Bd. LIII, 1903, pag. 328/329) V. uliginosa, die er als Gruppe Rep^ntes zu seinen Rosträtae (die Caninae undCauliformes umfassend) stellt, wogegen er im übrigen Plagiostigma (inkl. V. pinnata) seinen Uncinätae(= Hypocärpeae) gegenüberstellt. Kupffers weitere Gliederung der Rostratae wird von W. Becker, derzahlreiche neue Gruppen aufgestellt und benannt hat, abgelehnt. Die meisten übrigen Autoren unterschiedeninnerhalb Nomimium oder (unter Ausscheidung von Plagiostigma) innerhalb den Rostellatae nur die beidenGruppen Linnes: die Stengellosen (Acaüles L. em. Rouy et Fouc., = Scapigerae Becker) und die Stengel»treibenden (Caulescentes L. em. Rouy et Fouc., = Axilliflörae Becker) und etwa noch als ZwischengruppeV. mirabilis (= Miräbiles Nyman), trotzdem schon E. Fries auf das Künstliche dieser Einteilung hingewiesenhatte. Unter Mitberücksichtigung der vegetativen Merkmale nach dem Vorgang von Kittel, AI. Braunund Döll, Neilreich, Pospichalu. a. dürfte die folgende Gruppierung der mitteleuropäischen Veilchendem heutigen Stand unserer Kenntnisse am besten entsprechen (vgl. Fig. 2048): I. Melänium. l.Caudi»culätae (V. tricolor, V. lutea, V. Dubyana, V. cornuta). 2. Calcardtae (V. calcarata, V. Cenisia).3. Scapösae (V. alpina). — II. Dischi'dium (V. biflora). — III. Nomimium. 4. Caninae = Caules.c6ntes arosuldtae (V. canina und persicifolia s. lat.). 5. Corddtae = Patelldriae p.p. (V. uliginosa,V. epipsila und V. palustris). 6. Pinndtae (V. pinnata). 7. Cauliförmes = Caulescentes rosu.ldntes =Silv6stres (V. mirabilis, V. silvestris, V. Riviniana und V. rupestris). 8. Hypocdrpeae= Acdules eflagelldtae (V. hirta, V. collina, V. ambigua, V. Pyrenaica) und Acaules flagelldtae(V. alba, V. sepincola, V. odorata). Die Hypocärpeae bilden eine sehr einheitliche, hoch spezialisierte Gruppe,die sehr zu Unrecht meist an den Anfang der Gattung gestellt wird. Die Trennung in Eflagellatae und Flagel»latae ist wenig scharf. Auch V. collina bildet oft ausläuferähnliche Rhizomäste und Wurzelsprosse, die anBodenausläufer erinnern; solche treten auch nicht selten bei V. canina und V. silvestris auf.
Uebersicht der in Mitteleuropa vertretenen Viola = Sektionen:
Dreiachsig
Dischidium(V. biflora)
Cauliformes= Silvestres
t/3
qo S j Grundachse
'c7S ^a
Melanium
ScaposaeCalcaratae
Pinnatae
Cordatae (V. uliginosa)
FlagellataeEflagellatae
1 s '5
N S Laubspross
Caudiculatae
Caninae= Caulescentes erosulatae
SystematischeHauptgruppen
Violastrum
(Plagiostigma) Nomimium (Rostellatae)
OekologischeHauptgruppen
Epicarpeae (mit Schleudermechanismus)= ,Euphorbia»Typus"
Hypocärpeae (ohneSchleudermechanismus)= „V. odorata=Typus"
Von den Inhaltsstoffen der Viola«Arten und der meisten Violaceen überhaupt scheint Salicylsäurebesonders verbreitet zu sein und zwar in Form eines Glykosids, aus dem durch Enzymwirkung Salicylsäure»methylester abgespalten wird. Auf diesem dürfte die Erbrechen und Abführen erregende Wirkung der meistenVeilchen»Arten beruhen (über andere Inhaltsstoffe vgl. V. odorata pag. 652). Der gelbe Farbstoff, der besondersin den Blüten, aber auch in den Sprossen der Melanium-Arten vorhanden und von Mandelin als Viola-quercitrin beschrieben worden und der mit dem Rutin (C»7 Hso Oia + 2 HjO ) und dem Sophorin von SophoraJaponica identisch ist, stellt das Rhamnoseglukosid des Quercetins dar. R. Willstätter und H. Mallison(Annalen der Chemie. Bd. CCCCVIII, 1914/15) fanden ihn in der Krone gelber Gartenstiefmütterchen zu bisHegi, Flora. V, 1. 240