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InDeutschland vollständig fehlend. — In Oesterreich in Südtirol: am Gescheibten Turm bei Bozen,in der Umgebung von Trient, im Valarsa bei Rovereit, bei Mori, im Val Vestino, um Riva mehrfach, amMonte Brione, bei Torbole, Arco, Tenno. — In der Schweiz im südlichen Tessin mehrfach in der Umgebungvon Lugano, bei Gandria und am S. Salvatorej im Wallis bei Tassonieres ob Fully, Saillon, Siders, Granges«Lens; am Thunersee bei Sandlauenen, an der Heimwehfluh, Meiringen; am Vierwaldstätter See an der Axenfluh,am Axenberg, Oelberg ob Sisikon (in den Tälern der Bündner Föhrenregion jedoch fehlend).
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet: Portugal, Spanien, Balearen, Süd»frankreich (nordwärts bis Savoyen), Schweiz, Korsika (?), Sardinien, Sizilien, Italien, Südtirol,Südistrien, Küsten=Kroatien, Dalmatien, Herzegowina, Randgebiete von Montenegro undAlbanien, mittleres Griechenland, Süd'Mazedonien (?); Cilicien, Nordsyrien; Tunis, Algier,Marokko.
Im Gebiete tritt nur die f. typxca Pau auf, bei der die Blütenstände mit kurzen Drüsenhaarenbesetzt sind.
Fumana ericoides gehört dem mediterranen Elemente an und besitzt das Schwergewicht ihrerVerbreitung in den westlicheren Teilen des Wittelmeergebietes. Nach den neueren Untersuchungen vonJanchen wird sie mit der Annäherung an die ostmediterranen Länder immer spärlicher und stellenweise durchdie folgende Art ersetzt. Letzterer sieht sie mitunter in ihrer Tracht sehr ähnlich, sodass sie vielfach mit ihrverwechselt oder aber mit ihr als Unterart der Fumana vulgaris Spach (im weiten Sinne) aufgefasst wordenist. Nach Janchen sollen beide Formen aber vollständig selbständige Arten sein und Uebergänge oderAnnäherungsformen fehlen. Für die Erkennung ausschlaggebend ist die Behaarung, vor allem die der Blüten»stiele (Fig. 2044 c) und der oberen Stengelteile. Ein zweites gutes Mittel liefert die Länge der Blütenstiele, diebei F. ericoides stets länger als die nächststehenden Laubblätter sind, während sie (wenigstens in Mitteleuropa)bei F. vulgaris nur deren Länge erreichen oder kürzer als diese sind. Auch in den thermischen Ansprüchenist F. ericoides viel anspruchsvoller als F. vulgaris und überschreitet daher die Alpenkette nur an wenigenPunkten. Die Art scheint (wenigstens im Gebiete) mit Vorliebe an heissen Felsen, auf Bändern und in Nischenaufzutreten, wo F. vulgaris nur ausnahmsweise zu finden ist. So nehmen z. B. beide Arien am Vierwaldstätterseean der Bildung der Felsspalten besiedelnden Potentilla caulescens.Assoziation teil. In den trockenen Rasen«gesellschaften tritt F. ericoides bereits an Zahl zurück, findet sich aber z. B. noch in halboffenen Gesellschaften,in denen Carex humilis, Stipa pennata, Festuca duriuscula, Koeleria Vallesiana, Hippocrepis comosa undAstragalus Monspessulanus vorherrschen.
1926. Fumana vulgaris Spach (= Heliänthemum Fumana Mill., = H. procümbens Dunal,= Heliänthemum Fumana a typicum Fiori, = Fumana nudifölia (Lam.) Janchen, = F. vulgarissubsp, procümbensBr.=Bl.). Zwerg = Heideröschen. Taf. 184, Fig. 6; Fig. 2029, Fig. 2044d
und e, Fig. 2045 und 2046.
10 bis 20 cm hoher Halbstrauch mit niederliegenden oder aufsteigenden Aesten.Laubblätter schraubig aufsteigend, ohne Nebenblätter, sehr schmal, dick, nadeiförmig, lineal,mit begranntem oder stumpfem Ende (Fig. 2045 d); die untersten und die obersten Laub»blätter jeden Zweiges nicht wesentlich kürzer als die mittleren (ausgenommen bei 2 süd»europäischen Formen); in den Achseln der gewöhnlichen Laubblätter sehr häufig aus ganzkurzen Laubblättern bestehende sterile Blattbüschel (Fig. 2045 c). Borstenhaare an den Laub»blatträndern und Kelchnerven spärlich oder ganz fehlend. Normale Drüsenhaare nicht odernur andeutungsweise entwickelt (die charakteristische und weitaus überwiegende Behaarung wirdaus anliegenden, gekrümmten, nicht oder kaum drüsigen Gliederhaaren gebildet und ist meist alsdünner, grauer Ueberzug, seltener als dichter, weisser Filz an den oberen Teilen der Zweige,spärlicher an den Laubblättern, Kelchen und Blütenstielen vorhanden [Fig. 2044 e], Letzterebisweilen fast kahl, aber immer auffällig schwächer behaart als das benachbarte Stengelstück).Blüten in der Regel einzeln seitenständig oder (nie im Gebiet) in endständigen Wickeln.Kronblätter 8 bis 10 mm lang, sonst wie bei der vorigen Art. Blütenstiele gewöhnlichverhältnismässig kurz und dick, ungefähr so lang wie der Kelch, etwas kürzer oder ungefährso lang wie die nächststehenden Laubblätter oder (nicht im Gebiet) bedeutend länger als diese.Kapsel und Samen wie bei der vorigen Art. — VI bis VIII.