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Bastarde sind noch wenige beschrieben worden; doch dürften sich solche in nicht unbedeutenderZahl unter den sog. Uebergangsformen zwischen den Unterarten von Helianthemum nummularium (L.)Miller (beschrieben subsp. nummularium [L.] Schinz et Thellung x subsp. ovatum [Viv.] Schinz etTbellung [= H. Kcrneri Gottlieb et Janchen] von Unken in Salzburg), denen von H. Italicum (L.) Pers.,sowie diesen und H. canum (L.) Baumg. finden. Ferner ist aus dem Gebiete bekannt H. Apenninum (L.)Mill. X H. nummularium (L.) Miller vom San Salvatore. Fraglich ist das H. Farquetii Christ vomCreux du Loup ob Branson im Wallis, das als H. nummularium (L.) Miller X H. salicifolium (L.)Miller angesprochen wird.
CCCCLXXVI1I. Fumäna 1 ) (Dun.) Spach. Heideröschen.
Halbsträucher mit drüsiger, zerstreut kurzborstiger, sehr selten filziger Behaarung, oftfast gänzlich kahl. Laubblätter gegen» oder wechselständig, gestielt oder öfters ungestielt,schmallineal oder lanzettlich, 1 »nervig oder undeutlich fiedernervig, mit oder ohne Neben»blätter (Fig. 2045 d). Blüten in endständigen, traubenähnlichen Wickeln oder einzeln, scheinbarseitenständig (Fig. 2044a und 2045a). Kelchblätter 5, sehr ungleich; die 3 inneren i kräftig,4= bis 5=nervig, die beiden äusseren bedeutend kleiner, oft abstehend oder zurückgebogen.Kronblätter 5, gelb. Staubblätter zahlreich; nur die inneren fruchtbar, die äusseren kürzer unddünner, durch ganz seichte Einschnürungen perlschnurähnlich gegliedert (Fig. 2045 e). Fruchtknotenaus 3 Fruchtblättern gebildet, durch die vorspringenden laminalen Plazenten 3=kammerig, mit6 oder 12 anatropen, hängenden Samenanlagen. Griffel etwa von der Länge der fruchtbarenStaubblätter, am Grunde leicht knieförmig gebogen; Narbe 3=lappig. Kapsel 3» bis 12=samig,3=klappig aufspringend (Fig. 2045 fi, fa, f3). Samen mit fast kreisförmig eingerolltem Keimling(Fig. 2043) und mit linealen Keimblättern.
Die Gattung umfasst 10 Arten, die durch die Mittelmeerländer und Vorderasien verbreitet sind undvon denen eine, Fumana vulgaris Spach, auch in wärmeren Lagen von Mitteleuropa auftritt. Bis Istriennordwärts reicht noch die circum.mediterrane F. thymif ölia (L.) Verlot mit im unteren Teile des Stengels gegen,ständigen, lineaManzettlichen Laubblättern, in derenAchseln die unfruchtbaren Blattbüschel fehlen. Blütenin endständigen, traubenartigen Wickeln. Kapseln 6-samig.
In Dalmatien enden die Verbreitungsgebiete der west«mediterranen F. leevipes (Juslenius) Spach (= Heliän»themum laevipes Moench), von der vorigen Art durchwechselständige Laubblätter und die Anwesenheit sterilerBlattbündel ausgezeichnet (Inseln Busi und S. Andrea)und F. Aräbica (Juslenius) Spach (= HelianthemumArabicum Pers., = H. Sdvii Bert.), durch einzelne,scheinbar seitenständige Blüten und namentlich 12.samigeKapseln kenntlich (Lesine, Lissa usw.). Sämtliche Artensind durch xeromorphen Bau ausgezeichnete Chamae.phyten, die trockene, sonnige und wasserarme Böden bewohnen. Nach J a n c h e n sind sie die letztenspärlichen Reste eines früher viel reicher entwickelten Formenkreises. Die beiden im Gebiete auftretendenArten, F. er ic Ol des und F. vulgaris, bilden, gemeinschaftlich mit F. c a 1 y c i n a (Dunal) Clauson (= F. Fon«tanesii Pomel), einer die Gebirge von Marokko und Algerien bewohnenden Art, die Sektion Leiospermades Subgenus Eufumäna. Letzteres unterscheidet sich von dem die übrigen Arten mit Ausnahme von F. Arabicaumfassenden Subgenus Fumanöpsis durch 4»samige Plazenten (12=samige Kapseln) und durch den eingerolltenEmbryo, während das Subgenus Fumanöpsis 2. oder 1 «sämige Plazenten (3* oder 6.sämige Kapseln) undeinen nur gebogenen Embryo aufzuweisen haben. Innerhalb des Subgenus Eufumana steht der SektionLeiosperma mit nebenblattlosen Laubblättern die Sektion Platyphyllon gegenüber, die sich durch denBesitz von Nebenblättern auszeichnet und als einzige Art F. Arabica enthält.
1. Stengel von kurzen, abstehenden Drüsenhaaren rauh. Blütenstiele in der Regel bedeutend längerals die nächststehenden Laubblätter, dicht abstehend drüsenhaarig (Fig. 2044c) . . F. ericoides nr. 1925.
') Die Ableitung ist unsicher, hängt aber möglicherweise mit dem feinen, filzigen Flaum mancherArten zusammen, die durch diesen wie angeräuchert (lat. fümus = Rauch) aussehen.
Fig. 2043. Fumana ericoides (Cavan.) Pau. Längsschnittedurch den Samen (nach E. Janchen).