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sehen, während die subsp. eu«Italicum und rupifragum, die sich durch grössere Formenmannigfaltigkeit aus«zeichnen, vielleicht hybridogene Abkömmlinge von H. canum und der subsp. alpestre sind.
1. subsp. alpßstre (Jacq.) Beger (= H. Oeländicum Lam. et DC., = H. alpestre Grosser p. p.,= H. montänum (L.) Pers. var. viride Thomd). B er g. S o nn enr ös ch en. Fig. 2041.
3 bis 12 cm hoher, dicht rasiger Halbstraudi mit unfruchtbaren Blattrosetten und bogig aufsteigendenZweigen. Laubblätter lanzettlich oder verkehrt.eilanzettlich, in einen sehr kurzen, bis 7 mm langen Stielverschmälert, bis 1,8 cm lang, vorn stumpf oder spitzlich, flach oder am Rande umgerollt, beiderseits ireichlich mit anliegenden Haaren besetzt oder kahl. Blüten in einfachen, sehr selten am Grunde mit1 Aste versehenen, 2« bis 6= (selten mehr«)blütigen Wickeln. Knospen eiförmig.länglich, seltener kugelig, stumpfoder spitz. Kelchblätter 4 bis 6 mm lang, nicht oder nur sehr locker filzig, mit Striegelhaaren besetzt. Krön»blätter 7 bis 10 mm lang. Fruchtknoten büschelhaarig. Fruchtstiele aufrecht oder wagrecht abstehend, zurück,gekrümmt oder zurückgeschlagen. — VI bis VIII.
Häufig auf Matten, in niederen Zwergstrauchheiden, auf Kalkschutt, Felsalluvlonen, in Legföhren« undAlpenrosengebüschen, Felsspalten usw. Vorzugsweise in der sub= bis zur hochalpinen Stufe: in den BayerischenAlpen bis 2540 m, in Tirol bis 2500 m, im Bernina.Gebiet bis 2850 m, im Tessin bis 2450 m, im Wallis bis2800 m j nicht selten auch schon in der montanen Stufe in Lärchen» und Kiefernwäldern usw., z. B. bei Mitten»wald (Oberbayern) bei 950m, am San Salvatore bei 915 m oder noch tiefer im Kies der Alpengewässer: imChurer Rheintal zwischen 620 bis 520 m, bei Riva am Gardasee beizirka 200 m. Auf Kalkgesteinen, seltener auf kalkhaltigen Urgesteinen.
In Deutschland in den Bayerischen Alpen verbreitetvon zirka 1600 m an. — In Oesterreich im ganzen Alpengebieteverbreitet, aber in den Urgesteinsalpen seltener als in den Kalk»alpen. — In der Schweiz in den Alpen und Voralpen verbreitet.
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpen, Apen»ninen, Karpaten, nördliche Balkangebirge bis zum Bithynischen Olymp.
Aendert ab, namentlich in der Gestalt der Laubblätter und inder Behaarung. Eine Form mit zahlreicheren Drüsenhaaren im Blüten«stand ist die f. melanöthrix Beck (Fig. 2041 e); diese findet sich fastüberall an stark sonnigen Standorten, besonders in den südlicherenTeilen des Gebietes. Ausserdem lassen sich unterscheiden: f. hlr tum(Koch) Pacher (Fig. 2041 a). Laubblätter beiderseits zerstreut bisziemlich reichlich behaart. — f. glabrätum Dunal (Fig. 2041b).
Laubblätter nur am Rande und Mittelnerven gewimpert oder voll«ständig kahl. Häufig findet man alle drei Formen untereinander. —
Eine bleichblütige Form ist f. pdllidum Stage; so am Oeschinenseebei Kandersteg 2200 m.
Die subsp. alpestre ist ein alpigenes Element im weiterenSinne, das dem grössten Teile der europäischen Hochgebirge eigen ist.
Am häufigsten findet sich die Art auf kalkreichen Unterlagen, wo sienach C. Schröter in lockeren Büschen als Schuttüberkriecher auf Kalk»geröll, auf Gips» und Kalkfeinerde manchmal (z. B. am Ofenpass)förmlich bestandbildend erscheinen kann. Ferner ist sie häufig in =fclockeren Rasengesellschaften: dem Caricetum firmae, dem Caricetumsempervirentis, dem Seslerietum caeruleae alpinae, im Dryadetumoclopetalae und anderen alpinen Zwergstrauchheiden, im Legföhren»gebüsch usw. anzutreffen. In tieferen Lagen wächst sie im Unter»wuchs lichter Lärchen» und Kiefernwälder auf und kann sogar heisse Felsen der Hügelstufe zusammen mitGlobularia cordifolia und Hippocrepis comosa besiedeln. Durch die Alpenflüsse herabgetragen gesellt sie sichnach Braun«Blanquet z. B. im Churer Rheintal zwischen Fläsch und Rothenbrunnen zu zahlreichenanderen, z. T. festen Ansiedlern, z. T. vorübergehenden Irrgästen der Alpen wie Agrostis rupestris, Sileneacaulis, Arenaria ciliata, Hutchinsia alpina, Saxifraga oppositifolia, Astragalus alpinus, Viola calcarata, EuphrasiaSalisburgensis, Artemisia laxa, Crepis alpestris usw. Nach Fr. Vollmann findet sich die Unterart auch zahlreichauf trockenen Wiesen in der Umgebung von Mittenwald auf glazialem Diluvium und Hauptdolomit zwischen950 bis 1300 m. — Die Blüten sind nach H. Müller homogam, nach Kerner schwach proterogyn, von nur3«tägiger Dauer und nur kurze Zeit des Vormittags geöffnet. Sie werden meist durch Fremdbestäubungbefruchtet; doch ist Selbstbestäubung nicht ausgeschlossen. Die Blütenstiele bewegen sich periodisch. An schnee»freien Orten nehmen die Laubblätter im Winter eine anthocyanrote Färbung an. Die Oberhautzellen zeigen
Pers. subsp. eu-Italicum Beger. Habitusder Südtiroler Pflanze.