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unfruchtbaren Trieben. Behaarung aus in Gruppen zu 5 bis 9 stehenden, 1 »zelligen, weichen,meist geschlängelten, der Oberseite anliegenden, schlangensternartigen Filzhaaren und in Gruppenzu 2 bis 5 stehenden, geraden, meist etwas längeren, anliegenden bis wagrecht abstehendenBorstenhaaren und mehrzelligen, gegen die Spitze verjüngten und durch eine köpfchenartigeZelle abgeschlossenen Drüsenhaaren bestehend. Laubblätter lineal» bis ei=lanzettlich oder verkehrt*eiförmig, gestielt, selten fast alle sitzend und stengelumfassend, bis 3 cm lang und bis 6 mmbreit, beiderseits grün, nur borstig behaart oder ganz kahl. Nebenblätter in der Regel fehlend.Blüten in einfachen, bisweilen am Grunde mit 1 oder mehreren Aesten versehenen, arm» bisreich» (20»)blütigen Blütenständen. Blütenknospen kugelig bis eiförmig, stumpf oder kurzzugespitzt. Aeussere Kelchblätter lineal, + zugespitzt, halb so lang oder etwas länger alsdie breit=eiförmigen, stumpfen oder spitzen, von 4 kräftigen Nerven durchzogenen innerenKelchblätter, alle kaum filzig, ausserdem mit abstehenden oder fast aufrechten, selten anliegendenHaaren besetzt. Kronblätter in der Regel rundlich=verkehrt=eiförmig, 3 bis 8 mm lang, bisdoppelt so lang wie die inneren Kelchblätter, gelb. Fruchtknoten 3»seitig»eiförmig bis fastkugelig, filzig»büschelhaarig; Griffel am Grunde S»förmig umgebogen, gegen die Spitze ver»dickt (Fig. 2041 d). Fruchtstiele aufrecht», wagrecht» oder zurückgeschlagen. Frucht eine3=kantige, eiförmig=kugelige, ± reichlich behaarte, lichtbraune, mehrsamige Kapsel. Samenrundlich bis länglich=vieleddg=eiförmig, fein punktiert oder glatt, rotbraun. — V bis VIII.
Allgemeine Verbreitung: Süd» und Mitteleuropa (mit Ausschluss von Portugal,Belgien, Holland, Norddeutschland, Dänemark, Russland und Süd»Griechenland) ; Kleinasien,Armenien, Kaukasusländer.
Die umfangreiche und vielgestaltige Art umfasst eine grössere Zahl von Sippen, die einander sehrnahe stahen, und, da sie in manchen Gebieten keinerlei verbindende Glieder besitzen, als eigene Arten auf»gefasst werden und mehrfach als solche beschrieben worden sind. Im Gebiete der Mitteleuropäischen Flora tretendavon 3 auf, weitere finden sich in Südeuropa. Näher verwandt mit H. Italicum ist auch H. Canum undfi das sich in Nordeuropa (England,
C ® j \ Insel Oesel, Nordrussland [mitt«
lere Pinega]) anschliessende H.Oelandicum (L.) Willd. (mit f.candscens Hartman und f. praecoxFries). Mit diesen beiden Artenzusammen bildet H. Italicumdie phylogenetisch zusammenge»hörige Helianthemum canum.Gruppe. Helianthemum canumstellt darin das älteste Glied dar,von dem sich im Norden H.Oelandicum, in Mittel» und Süd»europa H. Italicum (oder dieHelianthemum Italicum.Gruppe)abgegliedert haben. Von dennachfolgend als Unterarten be»werteten Sippen eu»Italicum,rupifragum und alpestre nimmtJanchen (1. c. 1907) an, dassdie ersten beiden, die noch durchUebergangsformen mit H. canumverbunden sind, als von letzt»genannter Art unmittelbar ab»geleitete Formen zu betrachtenseien, und dass von ihnen wieder gemeinsam (polytop) die Sippe alpestre abstamme. Der systematisch ziemlichgrossen Einheitlichkeit der subsp. alpestre wegen scheint es aber eher angebracht, in dieser Sippe einen durch denUebergang in die subalpine bis nivale Stufe aus H. canum unmittelbar hervorgegangenen Abkömmling zu
Fig. 2041. Helianthemum Ita licum (L.) Pers. subsp. alpestre (Jacq.) Beger. a Habitusder i. hirtum (Koch) Pacher und b der f. glabratum Dunal. c Blüte, d Fruchtknoten-spitze und Griffel, e Stengelstück der f. m elanothrix Beck.