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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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den tieferen Lagen erscheinenden f. vineäle (Willd.) Syme. Pflanze locker rasig. Blütentragende Aeste 7 bis20 cm lang, 3« bis 10>blütig, drüsenlos. Laubblätter lineal» bis eiförmig.lanzettlich, 6 bis 30 mm lang und2 bis 6 mm breit. Blüten mittelgross. Kronblätter etwa 4 bis 6 mm lang. Fruchtstiele meist aufsteigend oderwagrecht abstehend, selten zurückgeschlagen. Zerfällt in die subf. vir^scens (Ten.) Janchen mit nur unterseitsfilzigen Laubblättern und in die subf. candidissimum (Ten.) Janchen mit auch oberseits i filzigen Laubblättern.Beide Formen kommen gelegentlich am selben Standorte vor, z. B. am Böllat in Württemberg. Im Walliswurde 1916 von Wilczek zwischen Vence und Sembrancher die scheinbar bis dahin in den Alpen nochunbekannte, auf der Iberischen Halbinsel und den Pyrenäen verbreitete f. alpinum (Willk.) Grosser festgestellt.Blütentragende Aeste am Grunde niederliegend, zu 3 bis 8 cm Höhe bogig aufsteigend. Laubblätter klein,sehr selten rosettig gehäuft, die unteren i mittelgross, eiförmig-elliptisch oder eiförmig»lanzettlich, zugespitzt,4 bis 8 mm lang und 2 bis 4 mm breit, beiderseits oder nur unterseits locker filzig, z. T. mit langen Striegel«haaren (wie Hieracium Pilosella, aber kürzer). Blütenstand drüsenlos. Kelch filzig und kurz striegelhaarig.Kronblätter 4 bis 5 mm lang. Fruchtstiele hakig aufrecht oder abstehend, selten zurückgeschlagen. DieseForm stellt das alpine Höhenglied der aus niederen Lagen der Pyrenäen bekannten f. piloselloides(Lapeyr.) Grosser dar, die ebenfalls die Hieracium Pilosella.artigen Haare auf den Laubblättern besitzt. Letzteresind aber grösser, 8 bis 14 mm lang und 4 bis 6 mm breit, deutlich und lang gestielt, der Wuchs der ganzenPflanze lockerer und bis 10cm hoch. Annäherungsformen dazu sind von Janchen für die Schweiz undSavoyen festgestellt worden. Bei Karlstadt (Unterfranken) finden sich Helianthemum canum=Formen, derenLaubblätter klein, dick, flachrandig und sehr arm an Borstenhaaren, deren Kelche ebenfalls spärlicher, kürzerund weicher borstenhaarig und deren Fruchtknoten schwach filzig ist und die dadurch starke Annäherungs«formen an das nordische, in England (Yorkshire) und im südlichen Oeland heimische H. Oeländicum (L.)Willd. (pro sp.) f. canescens Hartmann darstellen.

Helianthemum canum ist ein thermophiler Chamaephyt, der dem submediterran.pontischen Elementezugehört. Die Art ist gleich Tuberaria guttata in Mitteleuropa ein Relikt einer wärmeren Trockenzeit und tritt,durch grosse Lücken getrennt, im westlicheren Europa erst in der Gegend von Lüttich, Luxemburg und in denfranzösischen Departements Marne, Haute«Marne, Haute»Saöne, Cöte*d'Or, Jura (bei Salins), Ain und Haute«Savoie wieder auf. In Mitteleuropa besiedelt die Pflanze mit Vorliebe trockene Hänge der Hügelstufe (vgl. Fumanavulgaris pag. 583), lichte Gebüsche und Wälder, sowie lockerrasige oder ± offene Grasfluren. Im Maintalwurden die Wurzeln zwergiger Pflanzen in braunfarbenem Lössboden bis in 75 cm Tiefe verfolgt. Im Walliswächst die Pflanze bei Sembrancher in lichten Föhrenwäldern zusammen mit Astragalus Monspessulanus,Viola rupestris, Carex alba und C. alpestris; im Jura findet sie sich teilweise auf den Hochweiden in Carexsempervirens«Beständen, in Südtirol nach Vierhapper z. B. in Gebüschen von Quercus Cerris und Q.lanuginosus, Prunus Mahaleb, Corylus Avellana, Colutea arborescens, gemischt mit Adonis vernalis, DorycniumGermanicum, Geranium sanguineum, Dictamnus alba, Origanum vulgare usw. In Niederösterreich erscheintsie nach Hayek in den aus Stipa pennata, Andropogon Ischaemum, Phleum phleoides, Bromus erectus usw.gebildeten Trockenwiesen des pannonischen Gebietes, vereint mit Cytisus nigricans, Adonis vernalis, Poten»tilla arenaria, Eryngium canescens, Linum tenuifolium, Polygala malus, Trifolium rubens usw. (Fig. 2040). Diebesiedelten Böden sind fast ausnahmslos kalkhaltig. Im fränkischen Wellenkalk-Gebiete stellte Gregor Krausdie Kalkkarbonatschwankungen innerhalb der Grenzen von 2,1°/» bis 56,8% fest; auf dem Kalbensteinplateaufand er jedoch auch auf völlig kalkfreiem Löss kräftige, 10» bis 11 «jährige Exemplare. Bertsch fand amSchafberg in Württemberg zwei in der Blütengrösse verschiedene Formen, von denen die kleinblütigere ihreBlütenknospen erst zu entfalten begann, als die grossblütige bereits abgeblüht hatte. Aehnliche Beobachtungensind von den Schweden auf Oeland bei Formen des H. Oeländicum gemacht worden. Die Blüten besitzenin einem Ring um das kürzere Gynäceum stehende Staubblätter, die seismonastisch nicht reizbar sind. DieNarbe ist früher bestäubungsfähig, als die Pollen reif werden, so dass die Blüten ausgesprochen proterogynund in Verbindung damit auf Fremdbestäubung angewiesen sind. Eine Uebertragung des eigenen Pollens soll nachBriquet am Ende der Blütezeit durch Bienen stattfinden können. Die ganze Pflanze wird häufig durchEriophyes rosdlia Nal. hexenbesenartig umgebildet (vgl. H. Apenninum).

1924. Helianthemum Italic um (L.) Pers. s. 1. Italienisches Sonnenröschen. Fig. 2041

und 2042.

3 bis 20 cm hoher, i reichlich verzweigter, dicht» oder lockerrasiger Halbstraudimit bogig aufsteigenden, selten ± steif aufrechten, locker bis dicht weisslich=filzigen, im oberenTeile oft drüsigen, seltener kahlen, grünen oder rötlichen, blütentragenden Aesten und nieder»liegenden, an der Spitze aufstrebenden und meist durch eine Blattrosette abgeschlossenen,

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