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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
Seite
574
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der Unterseite in der Regel deutlich hervortretenden Mittelnerven und 1 bis 4 schwächeren Seiten«nerven. Nebenblätter in der Regel fehlend, selten an einzelnen der oberen Laubblätter Spurendavon in Form von dem Blattgrunde anhängenden Zähnen oder ganz frei und dann lineal, halbso lang wie die Laubblätter oder so lang wie diese. Blüten in einfachen, seltener am Grundemit 1 Aste versehenen, 3= bis 15=blütigen Blütenständen; Blütenknospen kugelig, stumpf oderkurz zugespitzt. Aeussere Kelchblätter lineal, stumpf oder zugespitzt, kürzer oder etwas längerals die breit=eiförmigen, stumpfen oder spitzen, von 4 kräftigen Nerven durchzogenen innerenKelchblätter (Fig. 2040 d und g); alle sehr locker oder nicht filzig, ausserdem mit abstehendenoder fast aufrechten, seltener anliegenden Haaren besetzt. Kronblätter rundlich=verkehrt=eiförmigbis keilig, 3 bis 8 mm lang, bis doppelt so lang wie die inneren Kelchblätter, dunkelgelb,selten gelblichweiss. Fruchtknoten 3=seitig=eiförmig bis fast kugelig, dick, zottig=filzig, büschel»haarig; Griffel am Grunde S=förmig gebogen, gegen die Spitze verdickt (Fig. 2040f).Fruchtstiele aufrecht» oder wagrecht abstehend, selten zurückgeschlagen. Frucht eine 3=kantige,eiförmig=kugelige, i reichlich behaarte, lichtbraune, mehrsamige Kapsel. Samen rundlich bislänglich=vieledcig=eiförmig, fein punktiert oder glatt, rotbraun. V und VI, vereinzelt biszum Herbst.

Gesellig an trockenen, sonnigen Orten auf Fels und Schutt, in Trockenwiesen, in derGaride, in lichten Gebüschen und Wäldern. Von der Ebene bis in die hochmontane, seltensubalpine Stufe: auf der Alb bis 995 m, im Schweizer Jura bis 1650 m, in Niederösterreichbis 1000 m, in Südtirol bis 1080 m, im Wallis bis etwa 900 m. Fast ausschliesslich auf Kalk.

In Deutschland in Bayern im Unterfränkisciien Musdielkalkgebiet vom Böhlberg, IIb, Eichelberg undGrainberg über den Kalbenstein bis an den Nikolausberg bei Karlstadt, Eussenheim, (Rothenburg?); in Württembergam Schafberg bei Rottweil und am Böllat bei Balingen; in Baden am Küssaberg bei Thiengen und zwischenSindolshaim und Boselberg; in Thüringen bei Naumburg, Freiburg a. U. und Arnstadt, zwischen Bennstedt undKöhne bei Halle an der Saale. In Oesterreich in Oberösterreich auf der Weiserheide, um Kremsmünster, amSdilederbach, bei Rohr, im Kriftnergraben; in Niederösterreich im Gebiet der pannonischen Flora.- am Ostabfall

der Alpen von Klosterneuburg über Türkenschanze,Perchtholdsdorf, Brunn, Mödling, Gumpoldskirchen,Baden, Vöslau bis Wiener Neustadt und zur HohenWand verbreitet, ferner auf dem Braunsberg undPfaffenberg bei Hamburg, bei Zistersdorf, Hollen»bürg a. d. Donau und anderwärts; in Böhmen haupt»sächlich in der Umgebung von Prag und im unterenBerauntale; in Südsteiermark am Wotsdi bei Pölt«schach, Wurmberg, Ankenstein, Neuhaus, Turjebergbei Römerbad; in: Krain bei Mo>strana, Dör beiSenosetsch; in Tirol im Etschtal südlich von Bozen,im Val di Non und Val di Sole, in Judikarien, imGebiete von Trient, Rovereit und Riva. In derSchweiz im Jura: Dole, Mont Tendre, Dent deVaulion, Chasseron, Wandfluh, Brügglibergflühe,Heiterwald»Staalfluh; im Wallis bei Branijon, Sem»brancher, Ardon, Vence bei Martigny.

Allgemeine Verbreitung: Süd»und Mitteleuropa, nördlich bis West=England(von Westmoreland bis Glamorgan und inTeesdale), Nordfrankreich, Mitteldeutschland,Böhmen, Karpaten, Südrussland; Kleinasien,Armenien.

Fig. 2040 A. Helianthemum canum (L.) Baunig. am Kalender- j}j e Bezug auf die Grösse aller

berge bei Mödling (Niederösteireich). Phot. Amalie Mayer, Wien.

Teile, Wudis, Behaarung und Laubblattform sehr ver«änderlich. Die mitteleuropäischen Formen gehören grösstenteils zu der im ganzen Verbreitungsgebiete in