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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
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572
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1922. Helianthemum salicifölium (L.) Mill. Weidenblätteriges Sonnenröschen.

Fig. 2038 und Fig. 2039.

Einjähriges Kraut mit lockerer, sternfilziger Behaarung. Stengel meist aufrecht, 5 bis25 cm hoch, einfach oder häufiger schon am Grunde verzweigt mit bogig aufsteigendenAesten. Laubblätter gegenständig, gestielt, eiförmig, verkehrt=eiförmig oder verkehr' »eilanzettlich,stumpf, mit unterseits oft kräftig vorspringenden, fiederig gestellten Nerven, am Rande etwaszurückgerollt. Nebenblätter vorhanden (Fig. 2038 b), 1 U bis 1 h so lang wie das zugehörigeLaubblatt, frei. Blütenstand steif aufrecht, 5= bis 20=blütig, sehr locker, mit Vorblättern durch«setzt (Fig. 2038 a). Blüten» und Fruchtstiele abstehend und bogig aufwärts gekrümmt, ungefähr

^ so lang wie der Kelch. Innere Kelchblätter eiförmig, spitz,

von 3 kräftigen Nerven durchzogen; äussere lineal=lanzettlich,halb so lang (Fig. 2038d). Kronblätter keilig=verkehrt=eiförmig,die Kelchblätter überragend oder kürzer als dieselben, blass=gelb, sehr hinfällig. Staubblätter nur etwa 10 bis 20, ungefährhalb so lang wie die inneren Kelchblätter. Fruchtknoten3=kantig»eikugelig, nur gegen die Spitze zu schwach behaart.Griffel kurz, gerade, säulenförmig; Narbe die Staubblätterkaum überragend. Kapsel aufrecht, 3=kantig=eikugelig, kahl.Samen klein, polyedrisch (Fig. 2038 e), hellbraun oder rot,mit weiss gefärbten, papillösen Warzen besetzt. IV, V.

Truppweise an trockenen, sonnigen, offenen Plätzen,in lichten Gebüschen und in Felsensteppen. Von der Ebenebis in die montaneStufe: im Wallis bis750 m (im Mittel»

meergebiet bis1700 m aufsteigend).

Sowohl auf kalkrei»dien als auch auf kalk»armen Unterlagen.

Fehlt in Deutsch»

1 and. In Oester»reich nur in Südtirol tbei San Pietro bei Nomi,

Calliano und (?) iiäusseren Vallarsa. -In der Schweiz imWallis: Les Marques beiMartigny, Follaterres,

Branc;on, Tassonieres ob Fully, Mazembroz.Saillon; im Tessinnach Hegetschweiler um Mendrisio und an anderen Ortennicht sehr selten, neuerdings jedoch nicht mehr aufgefunden.

Allgemeine Verbreitung: Mediterran»gebiet, westlich bis Portugal, nördlich bis Zentral»frankreich, bis zur Südwest»Schwei Z , bis Südtirol, Süd» SS »S Ä

Istrien, Dalmatien, Serbien, Bulgarien, Krim, östlich dontÄtum bei Bramjon (Wallis). Phot. Dr. h . Gams.bis Transkaukasien, südlich bis Mesopotamien, Aegypten, Tunis und Marokko.

Die Art ist namentlidi hinsichtlich der Grösse der Keldi» und Kronblätter und der Früchte sehrveränderlich. Die im Gebiete auftretende Form gehört zur var. macrocärpum Willk. Kapsel eiförmig,5 bis 6 mm lang und 3 bis 4 mm breit. Kelchblätter fast gleidi lang.

Fig. c 2038. Helianthemum saliciföliumL. a Habitus, b Laubblattpaar mit Neben-blättern. c Sternhaare, rfjungeFrucht. eSamen.