(Beger). Die subsp. glabrum tritt nach Favarger und Rechinger in den Alpen Obersteiermarks infeuchteren Mulden ausgedehnter Rhododendron hirsutum-Gebüsche in einem artenreichen Niederwuchs vonGräsern, Kräutern und Stauden auf, von denen Sesleria caerulea, Ranunculus montanus, Draba aizoides,Saxifraga aizoides, Dryas octopetala, Aldiemilla alpina, Geranium silvaticum, Viola biflora, Stachys Jacquinii,Globularia nudicaulis, Hieracium bupleuroides und H. villosum genannt seien. Fr. H e r g e t stellte sie z. B. amGrossen Almkogel in Oberösterreich im Caricetum sempervirentis mit Allium Victoriaiis, Potentilla Clusiana,Heliosperma quadrifidum, Meum Athamanticum, Adiillea Clavenae, Hieracium villosum und H. saxatile usw.fest. Gr. Kraus hebt hervor, dass Helianthemum nummularium im Maintal an den Kanten der Abstürze,die dem Winde ständig ausgesetzt sind, ebenso wie Brachypodium pinnatum fehlt, während H. canum undH. Apenninum (zusammen mit Teucrium montanum) an solchen Orten gut fortkommen. — Im Sonnenscheinbreiten sich die Kronblätter, inderen Zellen polygonale Chromo»plasten mit Carotin und Xantho«phyll zu etwa gleichen Teileneingelagert sind, während dierote Streifung an der Aussen«seite durch Anthocyan hervor,gerufen wird, zu einer flachenSchale aus, in der die Staub,blätter von Griffel und Narbeabspreizen. Nach Warnstorfsind die Blüten homogam oderproterogyn; die dicke Narbe ist inletzterem Falle oft bereits in dernoch nicht vollkommen geöffnetenBlüte belegungsfähig. In derRegel erfolgt die Bestäubungdurch Insekten. Spontane Selbst«bestäubung tritt aber leicht ein,wenn sich die homogamen oderdie älteren proterogynen Blütenam Abend oder bei trübemWetter schliessen. Bei Riva amGardasee wurde die Pflanze vonH. Im k e 11 er bereits im Januar '''S' 2037, Helianthemum nummularium (L.) Miller subsp. grandiflorum (Lam.
... et DC.) Schinz et Thellung. Phot. f W. Heller Zürich,
blühend beobachtet. Die Testa
schwillt bei Zutritt von Wasser an, doch treten die Schleimmassen nie heraus. Auch wüstenbewohnende Artenzeigen diese Erscheinung. Die Keimung wird vom Lidit fördernd beeinflusst, während Dunkelheit nach W. Kinzeleine Verzögerung im Austreiben bis zu 8 Jahren verursachen kann. Die bifaziell gebauten Laubblätter dersubsp. ovatum besitzen nach F. Netolitzky eine aus kleinen, polygonalen Zellen gebildete Epidermis, dieauf beiden Spreitenseiten von fast kreisrunden Spaltöffnungen durchbrochen ist. Die Innenwände zahlreicherEpidermiszellen verschleimen so stark, dass sie den Eindruck einer scheinbar 2.schichtigen Epidermis hervor»rufen können. Die Büschelhaare stehen oben meist zu 2 bis 3, unten zu 3 bis 5 (oder mehr) zusammen undenthalten in ihrer dicken, zartgestreiften Wand häufig (wie bei vielen Rosaceen, Cupuliferen usw.) danebeneine Spiralstreifung. Drüsenhaare sind spärlich vorhanden und klein. Oft bilden mehrere fast gleichgestalteteZellen einen gebogenen Schlauch mit oder ohne abgesetztes Köpfchen oder ein Zellfaden schliesst mit einemrunden, ovalen oder birnförmigen Köpfchen ab, in dem sich ein gelbes Sekret befindet. Linter der Epidermiserstreckt sich ein ausgedehntes, aus 1 bis 3 Lagen schlanker Zellen gebildetes Palisadengewebe, das in einSchwammgewebe übergeht. Drusenkristalle sind reichlich längs der eingebetteten Leitbündel eingelagert. DasKraut war früher als H6rba Heliänthemi vel Chamaecisti vulgaris als zusammenziehendes Mittetim Gebrauch. Der wirksame Stoff dürfte ein nicht näher bekanntes Glykosid, das Helianthemumglykosid, sein.— Die an der Dent de Mordes in 2200 m gesammelten Stöcke (wohl zur subsp. grandiflorum gehörig) zeigtennach F. Kanngiesser (Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, 1907) einen Durchmesserder Stämmchen von 3 bis 7,2 mm und ein Alter von 10 bis 30 Jahren. — Teratologische Bildungen sind seltenund beziehen sich meist auf die Zahl der Kelch» und Kronblätter. Letztere betragen nicht selten 6. Bei dersubsp. grandiflorum wurde Polyembryonie festgestellt. — Hexenbesenbildungen werden durch Eriophyesrosälia Nal. hervorgerufen. Von Ascomyceten wurden Pyrenopeziza Islebi£nsis (Kze.) undSphaeroth^ca hümili (DC.) var. fuliginea (Schlecht.) beobachtet.