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In Gärten angepflanzt finden sich ferner: an die subsp. nummularium und subsp. tomentosumanschliessend die in den Pyrenäen und im nordöstlichen Spanien endemische subsp. Pyrenäicum (Janchen)(= H. Chamaecistus Miller subsp. nummulärium [L-] Vollm. var. röseum C. K. Schneider, = H. vulgäreGaertner var. roseum Willk.). Untere Laubblätter rundlich, obere elliptisch, unterseits bläulich graufilzig.Blüten rosa, mittelgross, bisweilen gefüllt (f. r o s e o p 16 n a C. K. Schneider, = H. röseum Sweet var. multiplexSweet). — Nur aus der Kultur bekannt ist das H. macränthon Sweet (= Helianthemum ChamaecistusMiller var. macranthum Grosser, = H. nummulärium [L.] Miller var. macranthum C. K. Schneider). Laub,blätter ± elliptisch, oberseits grün, behaart oder kahl, unterseits ± blaugrün, feinfilzig. Blüten weiss mitgelben Nabelflecken, etwa 4 cm breit, bisweilen gefüllt (f. a 1 b o p l e n a C. K. Schneider, = H. macränthonSweet var. multiplex Sweet). An die Unterarten mit beiderseits ± grünen Laubblättern schliessen sich folgende2 Kulturformen ans var. fcetidum C. K. Schneider (= H. foetidum Jacq.). Laubblätter i weich behaart,unterseits zerstreut büschelhaarig. Blüten weiss. — var. cüpreum C. K. Schneider (= H. hyssopifölium
Ten. var. cupreum Sweet, = H. Chamaecistus Miller var.cupreum Gross.). Laubblätter spärlich behaart, grün, glänzend.Blüten ± rotgelb, bisweilen gefüllt (f. cupreopläna C. K.Schneider, = H. serpyllifölium Ten. var. multiplex Sweet).
Helianthemum nummularium als Sammelart gehörtdem europäischen Elemente an. Der ausserordentlich an«passungsfähige Chamaephyt tritt als Formationsubiquist insehr verschiedenartigen Pflanzengesellschaften auf, scheint sichaber mit Vorliebe in solchen trockenerer Böden und sonnigererLagen einzustellen. Im nördlicheren Gebiete gehört die Pflanzenach Höck zu den Kiefernbegleitern und wird z. B. vonBrick sogar zu den Charakterarten der Kiefernwälder imKreise Tucfael gezählt neben Veronica spicata, Pirola secunda,Dianthus Carthusianorum und D. arenarius, PeucedanumOreoselinum, Silene Otites, Arctostaphyllos uva ursi, Pulsatillapatens, Linnaea borealis und Goodyera repens. Einen ähn«liehen Charakter tragen auch die Kiefernwälder des übrigenNorddeutschlands. Weniger häufig erscheint die Art in ±trodeenen Grasheiden und im Callunetum der Ebene. Sehrgern findet sie sich auf den Kiesalluvionen der Flüsse. ImWesergebiete ist die Pflanze sehr bezeichnend für denKorallen»Oolith, ähnlich wie Taxus baccata, Sesleria caerulea,Carex humilis, Asplenum Ceterach, Anthericum Liliago,Allium montanum, Dianthus caesius, Saxifraga tridaetylites,Asperula cynanchica, Sedum dasyphyllum, Hippocrepis comosausw. Auf den sonnigen Hügeln Mitteldeutschlands findet sie sichnamentlich inTrockenwiesen(Brometum er6cti,Festuc6tum ovinaeduriüsculae und Seslerietum caenileae calcäreae). Bei Enzeis»hausen in Bayern erscheint sie auf den tertiären Sanden in denSarothamnus»Beständen mit Agrostis vulgaris, Holcus mollis,Scleranthus perennis, Calluna vulgaris, Genista tinetoria, Jasionemontana, Filago minima und Hieracium umbellatum. Auf denSteinschutthängen bei Wels vereinigt sie sich nach vorangegan»gener Erstbesiedelung durch Moose, Pappelsämlinge, Alyssumcalycinum, Daucus Carota, Verbascum Lychnitis, Scabiosa ochroleuca usw. mit Arrhenatherum elatius, Silene inflata,Sedum mite, Anthyllis Vulneraria, Medicago lupulina, Lotus corniculatus, Thymus serpyllum, Salvia verticillata,Centaurea Scabiosa u. a. zu einem Trockenrasen, in dem wiederum der Wald seinen Einzug hält. Bei all diesenVorkommen dürfte es sich z. T. um die subsp. ovatum, z. T. um die subsp. nummularium handeln.Die drei den höheren Gebirgslagen angehörenden Unterarten treten gern in den Trockenrasengesellschaftenvom Festucetum violaceae« und Festucetum variae-Typus, im Sempervir^tum und Seslerietum caerüleaealpinae, in Juniperus nana« und Erica«Arctostaphyllos«Zwergstrauchgebüsch auf. An den durch schöneFluktuationserscheinungen ausgezeichneten Festuca varia.Treppen an den steilen Südhängen am Berninapassefindet sich die subsp. grandiflorum zusammen mit Carex sempervirens, Koeleria hirsuta, Juncus trifidus,Luzula lutea, Juniperus nana, Silene rupestris, Anemone alpina subsp. sulphurea, Trifolium alpinum, Rhinanthusglacialis, Gentiana compacta, Nigritella nigra, Laserpitium Panax, Bupleurum stellatum, Arnica montana usw.
Fig. 2036. Helianthemum nummularium (L.)Miller subsp. grandiflorum (Lam. et DC.) Schinzet Thellung. a Fruchtender Trieb, b Blüte nach demAbfallen der Kronblätter, c Kelchblatt von aussen. —subsp. glabrum (Koch) Wilczek. d. Blühender Trieb.e Laubblatt mit Nebenblättern. / Blüte im Frucht-zustand. g Kelchblatt.