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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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hauptsächlich einen Käfer (Oxythyrßa s qua Ii da Scop.) seltener eine der Gattung Halictus angehörigeBiene, die beide die Narbe als Anflugplatz benutzten. Zur Entwicklung von Blüten bedarf der an und fürsich schon lichtbedürftige Strauch nach Beck mindestens 0,23°/o der gesamten Lichtintensität. Die Pflanzeenthält nach Wehm er 0,024 "ja ätherisches Oel und scheidet Paraffin ab. Die gerbstoffhaltigen Laubblatterwerden nach Ascherson zusammen mit Granatfruchtschalen als Gerbmittel benützt oder finden sich alsVerfälschung im Sizilianischen Sumach (vgl. Rhus Coriäria Bd. V/1, pag. 224). Sie zeigen nach F. NetolitzkyEpidermiszellen mit stark und unregelmässig geknoteten Seitenwänden und auf beiden Flächen zahlreiche, verteilte,nicht eingesenkte, 40 ,u grosse Spaltöffnungen ohne Nebenzellen. Die reichlich vorhandenen Büschelhaarebestehen aus 2 bis 8 nebeneinander mit getüpfeltem Fusse in die Epidermis eingesenkten, dickwandigen Einzel,haaren. Neben selten erscheinenden einfachen Haaren treten noch kurze, etwa 50 fJ. lange Drüsenhaare auf,die aus 2 bis 6 übereinander gestellten, niedrigen Zellen mit 1« bis 2-schenkeligem Stiele und wenig erweitertem,

eiförmigem Köpfchen bestehen, welchletzterem senkrechte Scheidewändefehlen. An die Epidermis beider Aussen«selten schliesst sich ein 2« bis 3«reihigesPalisadengewebe und dann ein lockeresSchwammgewebe an. Die grösserenLeitbündel besitzen ein Kollendiym-,Kristalldrusen finden sich längs dieserBündel gehäuft. Früher waren die Laub-blätter und die Blüten als H 6 r b a etflöres ci'sti fceminae gebräuchlichund dienten als zusammenziehendesMittel bei Wunden, Halsgeschwüren,Durchfall und Ruhr. Als Zierstrauchwurde C. salviifolius bereits 1584eingeführt und fand sich zur Zeit derRenaissance in den Gärten Schle«siens. Gegenwärtig ist er nur nochselten zu sehen, weil er geschützte undwarme Lagen erfordert. Von Miss«bildungen sind wirtelig gestellte Laub«blätter festgestellt worden. Auf denWurzeln schmarotzt im Mittelmeergebietder zu den sonst tropischen Rafflesiaceen gehörende Cytinus Hypocistus L., eine schuppig beblätterte,gelblichbraune oder karminrote, bis 1,2 m hohe, goldgelb blühende Pflanze, deren Schleim früher als zusammen«ziehendes Mittel benutzt wurde. R. v. Wettstein hat (vgl. Berichte der Deutschen Botan. Gesellschaft, 1917.Bd. XXXV) über die verschiedenen Formen und deren Beziehungen zu den Nährpflanzen Untersuchungenangestellt. Er unterscheidet darnach 5 Unterarten. subsp. ochräceus Guss. als Schmarotzer auf CistusMonspeliensis und auf C. salviifolius aus den Sektionen Stephanocarpus bezw. Ledonia, subsp. kermesiänusGuss. (= C. Clüsii Nyman) auf rotblühenden Arten der Sektion Eucistus, so auf Cistus albidus und C.villosus, subsp. Canariensis (Webb. et Berthelot) Wettstein auf C. symphytifolius Lam. (Sektion Rhodo«cistus), subsp. macränthus Wettst. auf Halimium.Arten in Algier und subsp. Orientälis Wettstein aufC. parviflorus (Sektion Ledonella). Wahrscheinlich kommt der Parasit auch auf Fumana.Arten vor.

CCCCLXXVI. Tuberaria 1 ) Spach. Sandröschen. Franz.: Grille, Tartifle.

Stauden oder häufiger 1 »jährige Kräuter mit zottiger, drüsiger oder filziger, oft spar*lidier Behaarung. Laubblätter gegenständig oder die obersten wechselständig, sitzend, 3=nervigoder im unteren Teile 5=nervig, ohne oder (die oberen) mit Nebenblättern. Blüten in trauben»ähnlichen Wickeln. Kelchblätter 5; die äusseren von den inneren gewöhnlich auffällig ver*schieden. Kronblätter 5, gelb oder orange, oft mit dunklem Fleck am Grunde. Staubblättermeist zahlreich, sämtliche fruchtbar. Fruchtknoten aus 3 Fruchtblättern gebildet, durch

l ) Von lat. tüber = Knolle. Der Typus der Gattung, die westmediterrane Tuberaria vulgarisWillk. (= Helianthemum Tuberaria Mill.), besitzt einen dicken, holzigen Wurzelstock.