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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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die vorspringenden, laminalen Plazenten in 3 Fächer geteilt. Narbe halbkugelig und schwach3=lappig, sehr kurz gestielt oder sitzend. Samenanlagen zahlreich, orthotrop. Kapsel durchAuseinandertreten der Fruchtblätter 3=klappig aufspringend. Samen viele (Fig. 2028 h), mit inzahlreichen Längslinien angeordneten, feingefärbten Warzen. Keimling in der Randzone desSamens gelegen, hufeisenartig oder 3=edcförmig gekrümmt, nicht zusammengefaltet.

Die Gattung umfasst etwa 11 Arten, die sich in 2 sehr ungleich starke Sektionen gliedern lassen, indie Eutuberäria mit 2 ausdauernden, durch knollenförmigen, verholzten Wurzelslock, grosse Blüten, kurzeGriffel, gestielte Samenanlagen und 3>kantigen Embryo charakterisierten Arten und die Scorpioides, 1 «jährigeArten mit mittelgrossen bis kleinen Blüten, sitzenden Samenanlagen, fehlendem Griffel und gekrümmtem Embryo.Von der ersten Sektion findet sich in Kulturs T. vulgaris Willkomm (= Tuberäria perennis Spach var. melasto«matifölia Spach, = Heliänthemum Tuberäria Mill.). Wurzel dünn, unfruchtbare, durch Blattrosetten abgeschlosseneTriebe und 20 bis 30 cm hohe Blütenstengel treibend. Laubblätter am Grunde zahlreich und unterseitsweiss-seidig behaart, am oberen Stengelteil kleiner und kahl. Blüten hellgelb, viel grösser als der Kelch, zu3 bis 10 in lockeren Blütenständen. In westlichen Mittelmeerbecken bis Italien und Sardinien heimisch. DasVerbreitungszentrum der Gattung liegt im westlichen Mittelmeer.Gebiet und wird nach Osten hin immerartenärmer. T. inconspicua (Thib.) Willk. (= Heliänthemum inconspicuum Thib.) reicht bis nach Kleinasien.Die weiteste Verbreitung besitzt die formenreiche T. guttäta (L.) Fourreau, die sowohl auf den KanarischenInseln, als auch in Kleinasien und Syrien auftritt und im atlantischen Europa bis Westengland und im sub«atlantischen Mitteleuropa bis über die Elbelinie vordringt. Die Arten leben vorwiegend in tieferen Lagen derKüstenländer, wo sie in den Litoralsteppen, Macchien oder auch als± ausgesprochene Halophyten wie T. villosfssima (Pomel)

Grosser am Meeresstrande und in Salzsteppen zu finden sind.

Andererseits steigt z. B. T. vulgaris in Südspanien bis 1500 m.

Eine direkte phylogenetische Ableitung der Gattung von Heliänthemumhält Janchen (schon auf Grund der Embryobildung) für ausge-schlossen (vgl. Fig. 2025 a). Auch R o s e n b er g (Vergleichende Ana.tomie der Samenschale der Cistaceen, 1899) ist auf Grund anatomischerUntersuchungen zu der Auffassung gekommen, dass sich Tuberaria,trotz ihrer habituellen Aehnlichkeit mit Heliänthemum, ganz unab»hängig von dieser Gattung entweder von Cistus oder von Halimiumabgezweigt hat (Fig. 2025 a).

1919. Tuberaria guttata (L.) Fourreau (= Heliänthemumguttatum Mill.). Geflecktes Sandröschen. Franz.:

Grille tache, Heliantheme tache. Fig. 2028 und Fig. 2029.

Zartes, 1 jähriges Kraut. Stengel steif aufrecht,

5 bis 40 cm hoch, einfach oder häufiger verzweigt, kurzanliegend und oft gleichzeitig abstehend behaart, mitunterausserdem drüsig. Laubblätter gegenständig oder nur dieobersten wechselständig, sitzend, die rosettig gehäuften,zur Blütezeit meist schon vertrockneten grundständigenverkehrt^eiförmig oder verkehrt»eilanzettlich, die Stengel»ständigen verkehrt=eilanzettlich bis lineaWanzettlich, alle3=nervig (oder die unteren am Grunde 5=nervig, dieobersten 1 »nervig), am Rande flach oder wenig zurück»gerollt, zerstreut langhaarig und namentlich unterseits kurzsternhaarig, oft auch drüsig (Fig. 2028 b und c). Nebenblätter nur an den oberen Laubblätternvorhanden, selten fehlend, lineaWanzettlich, 1 h bis 2 h der Blattlänge messend, frei, selten derSpreite angewachsen. Blüten in 5= bis 15=blütigen, vorblattlosen, traubenähnlichen Wickelnam Ende der Zweige. Innere Kelchblätter eiförmig, spitz oder stumpflich ; die beiden äusserennur ungefähr halb so lang, ei» oder lineaWanzettlich, meist stumpf, alle abstehend langhaarig.

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Fig. 2028. Tuberaria guttata (L.) Fourreau.a Habitus, b und c Laubblatt von oben bezw.von unten, d und e Halbgeschlossene Blüten./ Inneres Kelchblatt, g Aufspringende Kapsel.h Kapsel im Längsschnitt.