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(östlich bis Brione, westlich bis Ronco und Ronconaglio, nördlidi bis Ponte Brolla), am Südende des Luganerseesbei Riva San Vitale und von Capolago bis Mendrisio.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, westlich bis Spanien, Portugal undbis zur Vendee, nördlich bis Südfrankreich (Departement Ain), Südschweiz, Istrien, Dalmatien,Mazedonien, östlich bis Kleinasien, Transkaukasien und Aserbeidschan, südlich bis Syrien, Tunis,Algier, Marokko.
Cistus salviifolius ist eine Charakterart des Mittelmeergebietes. Dort bildet er für sich allein oder mitanderen Cistus»Arten vereinigt die Cistusmacchie, in der als immergrüne Sträucher Erica arborea, Arbutus Unedo,Quercus coccifera und Q. Hex, Olea Europaea, Pistacia LentiScus, Myrtus, Phillyrea latifolia, Spartium junceumusw. hinzutreten können. Häufig findet sich der xeromorphe Strauch auch als Unterwuchs der immergrünen
Fig. 2026. Cistus salviifolius L. a Blühender Zweig, b Fruchtender Zweig, c Blüte, d Blüte im Fruchtzustand, e Kelch-zipfel mit Sternhaaren. / Sternhaar, g Fruchtknoten, h Samen, k Längsschnitt durch die Blütenknospe (die untersten Staubblättersind die jüngsten). — C. acutifolius Sw. i Blütendiagramm (nach Eich ler; Fig. k nach K. Reiche).
Quercus Ilex.Wälder oder, mehr vereinzelt, in der auf trockenem, ± kalkreichem Boden wachsenden Garigue,begleitet von Rosmarinus officinalis, Lavandula Stoechas, Genista candicans, Rhamnus Alaternus, Fumanaprocumbens, Anthyllis cystoides, Dorycnium suffruticosum usw. Aus Spanien wird er von Willkommausserdem aus den Espartograsbeständen (Macrochloa [= Stipa] tenacissima [L.] Kth.) und als Dünenbesiedlergenannt. Im südlichen Tessin, am Eingang in das Val Onsernone, wo sein Vorkommen an eine fortwährende, wennauch nur unterirdische Bewässerung gebunden ist, setzt sich die Begleitflora nach J. Bär aus wesentlich anderen,wenn auch südlichen, wärmeliebenden Arten zusammen, z. B. aus Adiantum Capillus Veneris, AspleniumCeterach, Notholaena Marantae, Ruscus aculeatus und Serapias longipetala, denen sich alpine und südalpineArten, wie Crocus albiflorus, Saxifraga Cotyledon, Carduus defloratus, Crepis conycifolia, Festuca varia,Salix grandifolia, Sempervivum alpinum usw. zugesellen. Desgleichen tritt der Strauch dort dominierend ineinem Gebüsche von Quercus pubescens, Rosa div. spec., Prunus Mahaleb, P. spinosa, Cornus mas usw. auf.— Beim Aufblühen sind nach Knuth die Staubbeutel bereits geöffnet und die Narbe ist völlig entwickelt.Die Staubblätter liegen anfangs den zurüdcgebogenen Kronblättern an, richten sich dann aber nach oben, sodasssie über die Narbe zu stehen kommen und dadurch Selbstbestäubung bewirken können. Die Reizempfindlichkeitder Staubblätter ist gering, sodass es nach Knoll einer Verbiegung der Filamente bedarf, um eine Veränderungin der Stellung auszulösen. Knoll sieht in dieser Bewegung zwar eine entbehrliche, aber in Bezug auf dieFremdbestäubung durch die zahlreichen Besucher (Bienen und Hummeln) nützliche Einrichtung. Die schwachduftenden Blüten zeigen am Grunde ein gelbes Mal. Auf Capri beobachtete Knuth als PollenüberträgerHegi, Flora. V, 1. 238