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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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3. Drüsig.klebriger Strauch. Laubblätler kurz gestielt, oberseits glänzendgrün, unterseits weisslidi.filzig. Blüten einzeln. Kelch dicht gelbschuppig. Kronblätter 4 bis 5 cm lang. Kapsel lO.fächerig. Heimischin Marokko, Algerien, Südspanien und versprengt in Südfrankreich. Seit 1656 in Kultur. C. ladaniferus L.

3*. Drüsenloser Strauch. Laubblätter länger gestielt, oberseits tiefgrün, unterseits weisslidi- bisschneeweiss.filzig. Blüten zu mehreren zusammenstehend. Kelch büschelig behaart. Kronblätter 2,5 cm lang.Kapsel 5»fächerig. Heimisch in Marokko, auf der Iberischen Halbinsel, in Südfrankreich (im mittleren Mediterran»gebiet fehlend), Kleinasien von Bithynien bis Cilicien. Seit 1752 in Kultur C. laurifoliusL.

4. Laubblätter eiförmig bis verkehrt.eiförmig. Die beiden äusseren Kelchblätter die 3 inneren ein.hüllend. Blüten weiss. Griffel fast fehlend C. salviifölius nr. 1918.

4*. Vielästiger Strauch. Laubblätter elliptisch bis verkehrt.eiförmig, plötzlich in den Stiel zusammen,gezogen, beidseitig i büschelhaarig und oft drüsig, oberseits trübgrün. Kelchblätter i gleich gross. Blütenrosa, in 3. bis 5>blütigen Cymen. Heimisch im ganzen Mittelmeergebiet, formenreich; in den var. undulatus(Dunal) Grosser und rotundifolius (Sweet) Grosser nur in Kultur bekannt. 1595 in den Gärten eingeführt C. villösus L.

5. An den jungen Teilen weissfilziger Strauch. Laubblätter eilanzettlich bis eiförmig, am Randeumgerollt, beiderseits sternfilzig. Blüten rosa, in 2« bis 5»blütigen Cymen. Kronblätter 2,5 bis 2,8 cm lang.Kapsel seidig behaart. Heimisch im westlichen Mittelmeergebiete, ostwärts bis Algerien, Sardinien, Korsika,Italien (aber auf Sizilien fehlend). Seit 1640 in Kultur. Fig. 2025b C. älbidus L.

5*. An den jungen Trieben haariger Strauch. Laubblätter lanzettlich, am Rande ± umgerollt, klebrig,drüsig, oberseits trübgrün, unterseits angedrückt behaart. Blüten weiss, in 3» bis lO.blütigen Cymen. Krön»blätter 1 cm lang. Kapsel glänzend. Heimisch im grössten Teile des Mittelmeergebietes, im Osten auf demkleinasiatischen Festlande fehlend. Seit 1656 in Kultur C. Monspeli^nsisL.

Ausserdem werden als Kalthauspflanzen oder auch in Zimmern als Topfpflanzen gehalten: C. sym»phytifölius Lam. (1779 eingeführt) und C. ochreatus Chr. Smith (1817 eingeführt), beide von denKanarischen Inseln, C. heterophyllus Desf. aus Algier (seit 1817), C. crispus L. aus der West, undMittel.Mediterraneis (seit 1656), C. parviflörus Lam. aus dem südlichen Mediterrangebiete, C. hirsütus Lam.von der Iberischen Halbinsel und Frankreich (seit 1656) und C. populifölius L. aus Marokko, Süd« und Zentral«Spanien und Südfrankreich (seit 1656), sowie eine Reihe von Bastarden, unter denen die Kreuzungen vonC. villosus mit C. ladaniferus, C. albidus und C. parviflörus überwiegen.

1918. Cistus salviifölius L. Salbeiblätterige Zistrose. Franz.: Ciste femelle, mondre;ital.: Cisto femmina, salvia pazza, salvia d' San Per, brentine, muccoli, scornabecco (imTessin: Reus bianc del Sass). Fig. 2026 a bis h und Fig. 2027.

Aufrechter, seltener niederliegender, reichverzweigter Strauch mit kurzer, lockerfilzigerBehaarung, ohne längere Haare und mit oder ohne Drüsen (Fig. 2026 a und e). Laubblätter gestielt,eiförmig, am Grunde mitunter seicht herzförmig oder verkehrt-eiförmig, seltener verkehrt=eilanzettlich, spitz oder abgerundet, fiedernervig, meist sehr runzelig, am Rande flach oderhäufiger zurückgerollt, mitunter etwas wellig, beiderseits grün oder unterseits von dichteremFilze grau. Blüten end= oder seitenständig, einzeln oder in wenigblütigen Trugdolden (Fig. 2026 c).Kelchblätter sehr ungleich; die 3 inneren breit»eiförmig, die 2 äusseren breit=herzförmig=rundlich,mit geöhrtem Grunde, alle kurz zugespitzt (Fig. 2026 d). Kronblätter rundlich=verkehrt=3=eckig,etwa 2 cm lang, weiss, am Grunde zitronengelb (beim Trocknen ganz gelblich werdend).Fruchtknoten 5=kantig=eirundlich, an der Spitze eingedrückt, zottig=filzig; Narbe gross, halb»kugelig, den äusserst kurzen Griffel verdeckend. Kapsel zerstreut behaart, bis zum Grundefachspaltig aufspringend. Samen tetraedrisch=rundlich, schwarzbraun, mit glatter oder netzig=grubiger Oberfläche (Fig. 2026 h). IV bis VI.

Im Mediterrangebiet verbreitet und häufig heerdenweise an ziemlich frischen bistrodcenen Orten Gebüsche bildend oder reichlich eingestreut in Laubgehölzen, seltener inder Felsensteppe, in Trockenwiesen, auf Dünen usw. Von der Ebene bis zur montanenStufe: im Val Onsernone im südlichen Tessin bis etwa 700 m. Mit Vorliebe auf kalkarmenUnterlagen, immerhin an der nördlichen Verbreitungsgrenze auch auf Kalk.

In Deutschland völlig fehlend. In Oesterreich nur im Küstenland an der Adria (nörd.lichstes Vorkommen bei Triest). In der Schweiz im südlichen Tessin in der Umgebung von Locarno