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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Speisen verwendet wurde. Die Familie hat mit den Tamaricaceen die nächsten verwandtschaftlichen Beziehungen;ebenso bestehen solche zu den Guttiferae, dagegen kaum solche zu den Caryophyllaceen und Droseraceen.Von den 5 Gattungen ist Frankenia (ital.i Erba franca) mit verschiedenen Arten im Mittelmeergebiet (F.pulverulenta L., F. hirsütaL., F. laevisL. [reicht nördlich bis Westfrankreich und England], F. Boissi^riReut., F. Reut£ri Boiss., F. Webbii Boiss. et Reut.), auf den Canaren, in Vorderindien, Zentralasien, in dentrockenen Gebieten von Australien und Chile sowie im südwestlichen Teil von Nordamerika vertreten, diemonotypischen Gattungen Hypericöpsis Boiss. (mit ± H. P6rsica Boiss.) an den Salzseen von Südpersien,Beatsönia Roxb. auf St. Helena (B. portulacoides Roxb. liefert den Eingeborenen einen Tee) sowieNiederleinia Hieron. mit N. juniperoides Hieron. an den Salzseen von Patagonien. In der atlantischenKüstenzone im südlichen Spanien gehören Frankenia pulverulenta und F. hirsuta den zeitweilig unter Wassergesetzten, salzigen Strandsümpfen (Marismas) an und erscheinen dort in Begleitung von Atriplex Halimus undA. glaucum L., Salicornia fruticosa, Arthrocnemon macrostachyum, Inula crithmoides, Artemisia Gallica, Limo,niastrum monopetalum, Obione portulacoides, Aster Tripolium und A. longicaulis, Statice ovalifolia, St. virgata,St. diffusa und St. Limonium, Juncus acutus, Scirpus maritimus, Triglochin maritimum und T. Barrelieri, Suaedamaritima, Salicornia herbacea, Cotula coronopifolia, Erythraea latifolia und E. spicata usw. F. pulverulentaist in Holland (Leyden, Zwyndrecht) adventiv festgestellt worden.

85. Farn. Tamaricäceae. Tamariskengewächse.

Bäume, Sträucher oder Stauden mit spiralig gestellten, meist kleinen, ungeteilten,± erikoiden oder schuppenförmigen, meist sitzenden Laubblättern. Nebenblätter fehlend. Blüteneinzeln oder in Trauben oder Rispen endständig, ohne echte Vorblätter, strahlig (Fig. 2022 g), faststets zwitterig, in Kelch und Krone geschieden, 5= oder 4», selten mehr=zählig. Kelchblätter in derRegel frei, selten ± verwachsen. Kronblätter meist frei, selten verwachsen, hinfällig. Staub»blätter in der Zahl der Kronblätter oder doppelt so viele, in 1 oder 2 Kreisen, frei oderseltener unterwärts verbunden, einem Diskus ± aufsitzend; Staubbeutel meist nach aussengerichtet, längsspaltig; Konnektiv oft in eine Spitze auslaufend; Pollenzellen mit 3 Keimfalten.Fruchtknoten oberständig, aus 2 bis 5 (meist 3) Fruchtblättern gebildet, 1 »fächerig oder durchspäter sich ablösende Plazentarleisten gekammert, mit wand» oder grundständigen, auf»steigenden, anatropen, zweihäutigen Samenanlagen. Griffel 1 bis 5, meist frei, seltener ± hochverwachsen, mit endständiger, gerader oder schiefer, einfacher, breiter Narbe. Frucht einefachspaltige, bis zum Grunde aufspringende Kapsel. Samen zahlreich, mit einem gedrängtenSchopf ± langer, stets 1 »zelliger Flaare, selten mit Hautflügeln an der Chalaza, mit ganzoder fast fehlendem Nährgewebe. Keimling gerade, länglich, mit flachen Keimblättern.

Zu der nur in der Alten Welt vorkommenden Familie zählen 4 Gattungen mit etwa 100 Arten, diezu den Charakterarten der Steppen« und Wüstengebiete gehören und vorwiegend die des Mittelmeergebietesund Zentral. Asiens besiedeln. Einige Arten der umfangreichen, etwa 75 Arten starken Gattung Tdmarix L.dringen bis nach Mittelafrika, andere bis nach Vorderindien, eine, T. Anglica Webb., an der Westküste vonFrankreich bis zum Aermelkanal vor. Auch die Gattung Myricäria L. ist weit verbreitet und reicht vonder Mongolei westwärts bis zum nördlichen Skandinavien und bis zu den Pyrenäen. Diese beiden Gattungenzeichnen sich gemeinschaftlich dadurch aus, dass ihre kleinen Blüten in Trauben angeordnet sind und diezahlreichen, nabellosen Samen scheitelständige Haare tragen, aber kein Nährgewebe enthalten. Sie bilden dieTribus der Tamariceae. Ihnen gegenüber steht die Tribus der Reaumurieae, durch einzelnstehende,ziemlich grosse Blüten und wenig zahlreiche, ringsum behaarte, in einen Nabel auslaufende Samen mit dünnemNährgewebe charakteristisch. Zu ihr gehört die aus 13 reich verzweigten, niederliegenden oder spreizendenZwerg, oder Halbsträuchern mit flachlaubigen oder ± lineal.stielrund.fleischigen Laubblättern und meist prächtigen,an den Hauptästen endständigen Blüten gebildete Gattung Reaumuria L. aus dem östlichen Mittelmeer,gebiet und Zentralasien. Manche ihrer auf Salzböden lebenden Arten, z.B. die arabisch-ägyptische R. h i r 1611 aJaub., die nordafrikanische R. mucronäta Taub, et Spach und die von Transkaukasien bis in die Dsungareiverbreitete, bisweilen in Warmhäusern gezogene R. hypericoides Willd. scheiden auf ihren Laubblätternso bedeutende Salzmengen ab, dass sie zur Salzgewinnung benützt werden. Am Morgen pflegen diese Krustenso viel Wasser angezogen zu haben, dass die Laubblätter völlig wie mit Perlen bedeckt sind. Die Salzaus.Scheidung geschieht mit Hilfe von Epidermaldrüsen, die aus 2 epidermalen und 2 subepidermalen Zellen