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Landformen (f. terr6stris Seubert) (Fig. 2019b), werden verhältnismässig selten gebildet. Letztere zeigen wiebei den anderen Arten gegenüber den Wasserformen zwergigen Wuchs, stark verkürzte (1 mm lange) Stengel«glieder, kleine (3 mm lange), dickliche, fast sitzende Laubblättchen und chasmogame Blüten, die kleinere Früchteliefern. Im Wuchs sind sie vollständig niedergestreckt. — Auf sandig=schlammigem Boden an der Rheda und amPutziger Wiek (Westpreussen) fand P. Graebner Elatine Hydropiper im Brackwasser zusammen mit Potamogetonpectinatus, Zannichellia palustris und Z. polycarpa, Ruppia rostellata, Scirpus Tabernaemontani und S. parvulus,Juncus ranarius, Ranunculus confusus und R. fluitans, Callitriche verna, Limosella aquatica und VeronicaAnagallis subsp. aquatica auf.
Von der typischen E. Hydropiper unterscheidet sich E. orthosperma l ) Düben (als Art, Hartmanals var., Hermann als subsp., = E. spalhuläta Gorski, = Alsinästrum orthospermum Ruprecht) hauptsächlichnur durch die etwas längliche Kapsel und die fast geraden Samen (Fig. 2020 a bis k). Sie wird aus Bayern(Donaustauf) und Schleswig (Rendsburg.Süderstapel) angegeben und ist ausserdem aus Südskandinavien, Finn«land, Litauen, Russland (Gouv. Petersburg und Ufa) und dem Amurland (Michailowsk) bekannt.
Von verwandten, Mitteleuropa nicht erreichenden Arten seien weiter genannt: Elatine HungdricaMoesz (Fig. 20201 bis o) mit 1 bis 5 mm langen Blütenstielen und halbkreisförmig gekrümmten Samen. VonUngarn durch die Ukraine bis Turkestan. — Elatinecampylospdrma Seubert, deren Verbreitungs«gebiet sich von West-Frankreich über das Mittel»meergebiet erstredet, und die ebenfalls ungleich«schenkelig hufeifenförmig gekrümmte Samen besitzt,beide auch mit 4«zähligen Blüten.
Ob zwischen unseren Arten Bastarde vor«kommen, ist noch nicht bekannt; vielleicht sind mancheals Rassen oder Arten beschriebene Formen solche.
Die anschliessende, etwa 40 Arten um«fassende Familie der Frankeniäceae a ) besteht auseinjährigen Kräutern und Stauden sowie aus einigenHalbsträuchern mit kleinen, fast nadeiförmigen, zu«weilen umgerollten, gegen« oder quirlständigen Laub»blättern, die am Grunde durch häutige bewimperteFlügel paarweise verbunden sind. Die strahligen,meist zwitterigen, 4» bis 7»gliederigen Blüten sind zuend» oder achselständigen beblätterten Trugdoldenangeordnet. Die bleibenden Kelchblätter sind zueiner gezähnten Röhre verwachsen; die gleichfallsbis zur Fruchtreife bleibenden, freien Kronblatterzeigen auf der Innenseite meist eine zungenförmigeLigularbildung. Die bisweilen zahlreichen Staubblätterstehen in 2« oder in der Regel in 3»zähligen Quirlenund sind am Grunde öfter etwas verbunden. Die2 bis 4 Fruchtblätter bilden einen 1 »fächerigen Frucht«knoten mit in der unteren Hälfte zahlreichen, auf.steigenden Samenanlagen (diese sitzen mit 2 Integumenten an parietalen Plazenten) und mit getrennten, fädlichenGriffeln. Pollen kugelig oder in Tetraden. Die meist 3«klappig längs der Mittelrippe der Fruchtblätter auf.springenden Kapseln tragen an den Kapselklappen zahlreiche Samen mit knorpel.krustiger Schale, reichlichem,mehligem Nährgewebe und geradem, axilem Keimling mit flachen Keimblättern. Die Frankeniaceen sind aus.nahmslos Xerophyten und Halophyten und zeigen dementsprechend an den Laubblättern verschiedenartige Vor.richtungen zur Herabsetzung der Transpiration sowie zur Wasserspeicherung (erieoider Habitus, Behaarung,Umrollung des Randes, stark verdickte Cuticula, Salz ausscheidende Epidermisdrüsen, papillenförmig vor«springende, oft in Haare auswachsende Epidermiszellen, starke Bastbelege, Spikularzellen). Dadurch ist es ihnenermöglicht, unmittelbar an den Salzseen sowie am Meeresstrand zu wachsen. Die Blätter einiger Arten scheidenein hygroskopisches Salzgemische (Kochsalz, MgCla u. a.) ab. Bei Frankenia Berteroäna Gay istdiese Salzabscheidung eine so reichliche, dass sie in Nordchile in früheren Jahrhunderten zum Würzen der
') Griech. oq & vs [orthös] = gerade und ant(iua [spiSrma) = Same, also geradsamig, im Gegensatz zuxn/x7ivXoaneQfxos (kampylöspermos] = krummsamig und yvQoaneqfios [gyröspermos] = bogensamig.
*) Benannt nach Johann Frankenius, gest. 1661 als Professor der Medizin in Upsala.
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Fig. 2020. Elatine orthosperma Düben, a Habitus, b, c Laub-blätter. d Blüte, e Kelch. / Kronblatt, g Staubblatt, h Frucht.i, k Samen. — Elatine Hungarica Moesz. /Habitus, m Blütevon oben und n von unten, o Samen {a bis k nach Kossinsky,/ bis o nach Moesz).