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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
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542
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2 bis 15 cm langen Haupttrieben und mit aufsteigenden oder aufrechten Zweigen. Laubblätterlänglich=elliptisch oder spatelig, gestielt, auf der Unterseite heller als auf der Oberseite; Stielfast stets länger als die Spreite (bis 3»mal so lang), nur an den Zweig=Enden und an Land»formen kürzer als die Spreite; Gesamtlänge des Laubblattes je nach dem Standort 1,5 bis20 mm, Breite 0,5 bis 2,5 (selten bis 4) mm. Nebenblätter zart, glashell, 1 »schichtig, gezähnt.Blüten sitzend oder ganz kurz gestielt, 4=zählig mit 2 Staubblattkreisen (Fig. 2019 e). Kelch»blätter am Grunde etwas verwachsen (Fig. 2019 f). Kronblätter rötlich, nicht länger als dieKelchblätter (Fig. 2019 e, g). Staubblätter 8 (Fig. 2019 h). Frucht kugelig»abgeplattet, 4»fächerig,mit 4 Klappen aufspringend (Fig. 2019 i). Samen stark gekrümmt, ungleichschenklig=hufeisen=förmig (Fig. 2019 k und Fig. 2018i). VI bis IX.

An zeitweise überschwemmten Orten, in untiefen, stehenden Gewässern, an Teich»und Seeufern, auf schlammigen, kalkarmen Böden, bisweilen auch in brackigem Wasser.Sehr zerstreut und oft unbeständig, wahrscheinlich vielfach übersehen.

In Deutschland ähnlich verbreitet wie die vorigen, fehlt aber dem ganzen Emsgebiet, Ostfriesland,dem westlichen Schleswig-Holstein (nur südöstlich der Eider), der Provinz Posen, der Rheinpfalz, ganz Württem«, berg und Südbayern, audi für das Elsass (angeblich

früher bei Mühlhausen) fraglich, im Bodenseegebieterloschen (bis 1862 im Paradies bei Konstanz). InBayern nur bei Dinkelsbühl, Dennenlohe bei Gunzen«hausen, Deggendorf, Haidweiher bei Amberg, Boden.Wöhr, Nassangerteich bei Lichtenfels, früher auchbei Regensburg und Dechsendorf, in Baden im Rhein«tale bei Kehl, Kork, Rendien, Daxlanden, Knielingen,Beiertheim, Friedrichsfeld, in der Rheinprovinz sehrselten, z. B. im Merheimer Bruch bei Mühlheim(jetzt vielleicht verschwunden), im NordwestdeutschenFlachlande (mit Ausschluss von Ostfriesland und demEmsgebiete), sowie im südlicheren Hannover sehrzerstreut, in Holstein zerstreut in den Kreisen Lauen«bürg und Stormarn, ferner bei Alt-Lauerhof, Herren«fähre, Ihlsee, am Einfelder See (?) und an der Unter»eider (?), im Nordostdeutschen Flachlande bei Salz«wedel, Brandenburg, Beizig, Berlin (früher), Frank«furt, Oderberg, Driesen, zerstreut in Mecklenburg,Pommern und Westpreussen (besonders auf der Seen«platte), seltener in Ostpreussen, in Thüringen hieund da, z. B. bei Jena und Gera, bei Halle, in Sachsenbei Leipzig, Weida, Grimma, Dresden (früher), imMoritzburger Seengebiet, in Schlesien bei Bunzlau,Reichenbach, Strehlen, Wölfelsdorf, Leobschütz (früher). In Oesterreich in Böhmen zerstreut, amhäufigsten im Süden, in Mähren sehr zerstreut bei Namiest und Slawitsch, für Ober« und Niederöslerreich(angeblich bei Wien) fraglich, dagegen in Steiermark bei Dobrava unweit Sauritsch (nahe der kroatischenGrenze) und Kärnten (Wasserhofen bei Eberndorf). In der Schweiz im Grenzgürtel des Langensees vomMaggiadelta bis Magadino und bei Ponte«Tresa, jenseits der Grenze im Veltlin und Aostatal.

Allgemeine Verbreitung: In Europa von Spanien und Oberitalien bis England,Dänemark (Seeland), Skandinavien (Norwegen bis Hamar, Schweden bis Lappland) und Finn»land (bis Kemi» und Imandra=Lappland), von Russland (weit verbreitet) bis Westsibirien (Gouv.Tomsk, Tobolsk, Jenisseisk); Nordamerika.

Die somit holarktisch verbreitete Art wächst am häufigsten in Litorelleten, im Sommer 10 bis 30 cmunterWasser, wo sie als Wasserform (f. s u b m6r s a Seubert) (Fig. 2019 a), regelmässig und reichlich blüht undfruchtet, doch ohne dass sich die kugeligen Blüten öffnen (Kleistogamie). In tieferem Wasser (40 und mehr cm)wächst sie nur kümmerlich und blüht spärlich (Glück). Seichtwasserformen (f. intermedia Seubert) und

Fig. 2019. Elatine Hy dropiper L. a Wasserform, b Land-form mit z. T. mehrzähligen Blüten, c Laubblätter, d Stengelstückund mehrz^hlige Blüte, e Normale Blüte. / Kelcü. g Kronblatt.h Staubblatt, i Frucht, k Samen (Fig. a, c und e bis k nach Kos-s i n s k y , b und d Orig.).