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Tafel 184.
Fig. 1. Hypericum hirsutum (pag. 515). Blühen-des Stengelstück.
„ 2. Elatine hexandra (pag. 540). Habitus.„ 2 a. Blüte.
„ 3. Myricaria Germanica (pag. 548). Zweig
mit blühendem Spross.
„ 3 a. Blüte.
„ 3b. Aufgesprungene Frucht.„ 3 c. Querschnitt durch den Fruchtknoten.
Fig. 3d. Samen.
„ 3e. Samenanlage.
„ 4. Helianthemum nummularium subsp.
nummularium (pag. 565). Habitus.„ 4 a. Fruchtknoten und Griffel.„ 5. Helianthemum canum (pag. 573). Habitus.„ 5 a. Fruchtknoten mit Griffel.„ 6. Fumana vulgaris (pag. 581). Habitus.
Audi Elatine hexandra erzeugt verschiedene Standortsformen. Sie bevorzugt stehende Gewässer mitgeri nger Wassertiefe (10 bis 30 cm) und bildet darin meist kleinere oder grössere Rasen: f. submdrsa Seubert(= f. fhiitans A. Schwarz, = f. pedunculdta Coss. et Germ.). Fig. 2018 a. Nur selten steigt sie in Wasser»tiefen von 50 bis 80 cm hinab, wächst dort in der Regel nur in Einzelexemplaren und bildet länger gestredeteGlieder und grössere, aber dünnere Laubblätter aus, vermag aber auch da zu blühen und zu fruchten.Die untergetauchte Form blüht stets kleistogam. Die Landform, f. terr^stris Seubert (Fig. 2018b), ist ziemlichhäufig zu treffen. Sie bildet kleine, dichte Rasen und ist, je nach dem Feuchtigkeitsgrade des Standortes, instärkerem oder geringerem Masse reduziert. Je trockener der Standort, desto kürzer sind die Stengelgliederund um so kleiner und derber die Laubblättchen, die bis aufihrer gewöhnlichen Grösse zurückgehen können. Beiden Landformen sind alle Aeste auf den Boden niedergestreckt, die Laubblätter sind in einer Ebene angeordnet,dunkelgrün und glänzend, die Blüten chasmogam und kürzer gestielt oder fast sitzend; alle Sprosse sind durchzahlreiche, aus den Knoten entspringende Adventivwurzeln am Boden befestigt. Eine besonders extremeLandform mit nur 2 bis 5mm hohen, karminroten Stengeln beschrieb A. Schwarz aus Franken. — EineZwischenform, f. intermedia Seubert (= f. prosträta Schwarz), entsteht an Orten mit ganz geringer Wasser,tiefe, wo die Pflänzchen teilweise über den Wasserspiegel emporwachsen. Sie geht meistens aus der Wasserformhervor und nimmt hinsichtlich ihrer Ausmasse eine Mittelstellung zwischen dieser und der Landform ein.Die Ueberwinterung erfolgt nur durch Samen.
Am Genfersee, wo die Art von Philippe Thomas entdeckt wurde, fand sie Reuter 1851 beiGenthod, wo heute das Sdiloss Bartholom steht, in Gesellschaft von Scirpus supinus, Limosella aquatica,Riccia glauca und R. supina und dem von dieser Jetzt zerstörten Stelle beschriebenen Wasserlebermoos RiellaReuteri Mont., das hier wie im Unterwallis, wo es Gams 1917 entdeckte, wohl durch Wasservögel aus demwestlichen Mittelmeergebiet eingeschleppt worden ist. Auf Teichböden in Sachsen, die im August trocken gelegtwerden, erhalten die sandigen oder schlammigen Flächen nach B. Schorler und T. Thallwitz (Pflanzen,und Tierwelt des Moritzburger Grossteiches bei Dresden. Annales de Biologie lacustre, T. I, 1906) im Oktobereinen grünlichen oder rötlichen Anflug, der sich vorwiegend aus Elatine hexandra zusammensetzt und demBidens cernuus (in Zwergformen), Peplis Portula, Montia minor, Isolepis setacea, Heleocharis ovata, Cyperusfuscus und Carex cyperoides in ± grossen Trupps beigemischt sind. Die Befestigung der Seichtwasserform istoft so schwach, dass die Pflänzchen durch stärkere Wasserbewegung (durch den Wind) in grosser Mengeentwurzelt und in dichten Ballen an das Ufer getrieben werden. Die Samen keimen nach W. Kinzel nurim Lichte, aber im Gegensatz zu denen von E. Aisinastrum sehr langsam. Halbreife Samen gelangen eherzum Austrieb als reife.
1916. Elatine Hydröpiper ') L. em. Oeder (= E. Schkuhriäna Hayne, = E. paludösa var. oetändraGren. et Godron, = E. Oederi 2 ) Moesz, = E. Hydröpiper L. em. Oeder var. Schkuhriana Gaudin,var. gyrosperma [Düben] Lange, subsp. Oederi Hermann, = Aisinastrum gyrospermum Ruprecht).Wasserpfeffer = Tännel. Franz.: Elatine poivre d'eau. Fig. 2018 g bis i und Fig. 2019.Einjährige, zarte, ästige Pflanze mit kriechenden und an den Knoten wurzelnden,
J ) Vielleicht bezieht sich der Name, den Linn6 auch für mehrere andere Arten brauchte, nur aufeine sehr entfernte Aehnlidikeit mit Polygonum Hydröpiper (vgl. Bd. III, pag. 202), kaum auf die Form derFrüchte und sicher nicht auf den durchaus milden Geschmack.
s ) Benannt nach dem deutsch.dänischen Botaniker Georg Christian Oeder, geb. 1728, gest. 1791als Landvogt von Oldenburg. Er war Mitarbeiter der Flora Danica und bereiste u. a. das norwegische Hoch,gebirge, wo er die nach ihm benannte Pedicularis.Art (Bd. VI/1, pag. 127) entdeckte. Vgl. auch Carex Oederi(Bd. II, pag. 117).
H e g i, Flora. V, 1. 237