rubrum, Aspidium spinulosum usw. (Beger und B r a u n. Blanquet). Die sehr spärlichen Vorkommen dersubsp. alpigenum in Krain liegen zwischen 1400 und 1500 m und, wie es scheint, auf Kalk. Am KrainerSchneeberg findet sie sich nach P a u 1 i n zusammen mit H. maculatum. Die bis 20 mm breiten Blüten bedürfen,da die Narben auch beim Verblühen nicht mit den höher stehenden Staubbeuteln in Berührung kommen, derFremdbestäubung.
1912. Hypericum barbatum Jacq. Bart = johanniskraut. Fig. 20i5.Ausdauernde, 30 bis 100 cm hohe, kahle, bläulich bereifte Pflanze mit ästiger, Spindel*förmiger Wurzel und kriechender, wurzelnder Grundachse, wenigen, dünnen, unfruchtbarenSprossen und 1 oder wenigen fruchtbaren Stengeln (Fig. 2015 ai). Stengel aus aufsteigendemGrunde aufrecht, stielrund, meist ohne Leisten, hohl. Laubblätter aufrecht oder aufrecht
abstehend, kürzer oder so lang oder nur wenig länger als dieStengelglieder, eilänglich»lanzettlich, gegen die Spitze zu ver=schmälert bis zugespitzt, mit rundlicher Spitze, am Grundeabgerundet, halbsten gelumfassend=sitzend, am Rande etwaszurückgerollt, nicht oder nur sehr spärlich durchscheinendpunktiert, am Rande und auf den Flächen reichlich mit schwär»zen Drüsenpunkten besetzt; Nervennetz kaum entwickelt, fastnur die nach vorne gebogenen Seitennerven 1. Ordnung vor»handen(Fig.2015b). Blüten in rispig angeordneten, end» undblattachselständigen Trugdolden. Hochblätter spitz, gegen dieSpitze zu gefranst. Kelchblätter lineablanzettlich oder eiläng»lieh, etwa 8 mm lang, auf der Unterseite reichlich mit teil»weise zu Längslinien verschmelzenden schwarzen Drüsen»punkten, am Rande mit langen, die Breite der Kelchblätteran Länge übertreffenden, drüsenlosen, dünnen, linealen, amGrunde hie und da schwärzlichen Fransen, nicht abfallend(Fig. 2015 c und d). Kronblätter schief=verkehrt»eiförmig bislineablanzettlich, etwa 9 bis 10 mm lang, ganzrandig odergegen die Spitze fransig, schwarzdrüsig, goldgelb, nichtabfallend. Staubblätter so lang wie die Kronblätter, mitgelben Staubbeuteln und schwarzen Drüsen zwischen denStaubbeuteln. Griffel gelb. Frucht eiförmig, etwa 6 bis9 mm lang, mit hellen, rundlich eiförmigen, blasenförmigenDrüsen. Samen walzlich, etwas gebogen, 1 bis 1,5 mmlang, gerillt, hellbraun (Fig. 2015 e). — V, VI.
Zerstreut auf trockenen Wiesen, an Waldrändern. Einzigin Oesterreich in Niederösterreich zwischen Mauerbach undGablitz (angeblich auch bei Hütteldorf, Hadersdorf, Weidlingau[Hirschwang]) und in Untersteiermark im unteren Mur« und Drautalbei Windisch.Goritz unweit Radkersburg bei Marburg am Bacher«gebirge bei Faal, Maria-Rast, Lembach, Pidcersdorf.
Allgemeine Verbreitung: Niederösterreich,Untersteiermark, Ungarn und südwärts im Balkan bis Nord=Griechenland.
Hypericum barbatum, wie H. Ridieri der Sektion Drosocärpiurn angehörend, ist ein pontisdi.pannonischesElement, das im Alpenzuge montan und subalpin, im Balkan auch alpin ist. Im Wiener Wald erscheint dieArt in der Sandsteinzone in hochhalmigen Talwiesen gemeinschaftlich mit Gagea lutea, Ordiis militaris,Ranunculus Steveni, Anemone ranuneuloides, Filipendula hexapatala, Peucedanum Pastinaca, Chaerophyllumaureum, Ononis Austriaca, Tragopogon Orientale, Senecio alpester u. a. (B e c k). In den Illyrischen Gebirgenwächst sie u. a. auf wenig durchfeuchteten und humusarmen Böden in den an mitteleuropäischen Elementen
Fig. 2015. Hypericum barbatum Jacq.a, a\ Habitus, b Laubblatt-Unterseite, c Kelch.d Kapsel, e Samen.