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doldigen Rispen. Hodiblätter lineaManzettlich, drüsig=fransig gewimpert, schwarzdrüsig punktiert.Kelchblätter lineaHanzettlich bis ei°lanzettlich, zugespitzt, etwa 6 bis 7 mm lang, am Randevon drüsigen und drüsenlosen Fransen gewimpert, auf den Flächen reichlich mit schwarzen,reihenweise miteinander verschmolzenen Drüsen, nicht abfallend (Fig. 2014 c). Kronblätterelliptisch oder länglich, etwa 15 bis 20 mm lang, am Rande drüsig gefranst, auf denFlächen reichlich schwarzdrüsig punktiert (Fig. 2014 d). Staubblätter nicht viel länger als die Kelch»blätter, etwa 90; Griffel etwa so lang wie der Fruchtknoten, mit roten Narben. Kapsel etwa 6bis 7 mm lang, kugelig=eiförmig, mit rundlichen bis eiförmigen schwarzen Drüsen. Samenhellbraun, mit wabig vertiefter Samenschale, etwa 1 mm lang, walzlich»eiförmig. — VI, VII.
Sehr zerstreut auf steinigen Weiden, felsigen Hängen, in lichten Gebüschen, Hoch»staudenfluren usw.; von der montanen bis in die alpine Stufe, im Jura zwischen 1050 und1600 m, im Wallis bis 2200 m, in den See=Alpen bis 2400 m. Meist auf Kalk, aber auchauf anderen Gesteinsunterlagen.
In Deutschland wild fehlend; im Mannheimer Hafen 1891 eingeschleppt. — In Oesterreichnur in Krain am Schneeberg bei Laas und in den Sanntaler Alpen auf dem Hochplateau südlich von Konj(ob dem Feistrizgraben) zwischen den Alpen Dol und Konjscica unweit der steierischen Grenze. — In derSchweiz nur im Westen und Südwestens im Wallis ziemlich verbreitet in den Lemanischen Alpen bisTanneverge auf den Alpen von Salvan, im Hochjura vom Reculet bis zum Chasseron (1600 m), so beiAiguillon, Sudiet, Monts de Baulmes, Embornats, Mont.Tendre, La Brevine, Marchairuz, bei Biere, Amburnez,Cret-Martin bei Ste. Croix (für den Creux.du.Van fraglich).
Allgemeine Verbreitung: Nördliches Spanien, Alpen, Jura, Apenninen bis zuden Abruzzen, Balkangebirge, Taurien.
Die Art zerfällt in mehrere geographisch geschiedene Rassen, von denen im Gebiete auftreten isubsp. E u = R i c h e r i E. Sdimid (= H. Richer! Vill. s. Str., = H. fimbriätum Lam., = H. barbdtum All., nonJacq.). Pflanze bis 35 (40) cm hoch. Laubblätter lanzettlich, seltener ei.lanzettlidi. Fransen der Hochblätterlänger als deren Breite; Fransen der Kelchblätter so lang oder länger als deren Breite. Kronblätter etwa10 bis 18 mm lang. Hierher die Vorkommen in der Schweiz (Jura und Alpengebiet). Aendert ab: var.androsaemifölium Vill. Stengel niedriger, mehr niederliegend. Laubblätter eiförmig, am Grundeverbreitert, ausgebreitet. Ob im Gebiet? (Aus Frankreich bekannt). — subsp. alpigenum (Kit.) E. Schmid(= H. alpinum Waldst. et Kit. z. T., = H. Richen Paulin non Vill.). Pflanze bis 60 cm hoch. Laubblättereiförmig bis eilanzettlich. Fransen der Hochblätter kürzer als deren Breite; jene der Kelchblätter kürzer alsderen Breite. Kronblätter bis 20 mm lang. Hierher gehören die Vorkommen aus Krain (sowie solche ausdem Balkan).
Hypericum Richerl ist ein südalpin«mediterranes Gebirgselement aus der Sektion Drosocärpium (vgl.H. barbatum), das in mehreren geographischen Rassen von den West« und Ostalpen bis nach Spanien bezw.Taurien auftritt. Sein Verbreitungsgebiet in Italien deckt sich nach Vaccari und Wilczek völlig mit demvon Carddmine Plamieri Vill., einem -jz ausgesprochenen Element der nördlichen Mediterranei's und erstrecktsich über die Seealpen und Lombardischen Alpen, Istrien und die Abruzzen. Im mitteleuropäischen Floren«gebiet bevorzugt die Art Rasen«Gesellschaften vom Festuca violacea. und F. pulchella.Typus, ferner dasCaricetum sempervirentis, bisweilen auch das Nardetum, die Zwergstrauchheiden und Felsfluren. RobertKeller gibt sie aus den Grajischen Alpen von Alpenmatten im Val Seja bei 2000 m zusammen mit Nardusstricta, Phleum alpinum, Poa alpina, Lloydia serotxna, Nigritella angustifolia, Anemone alpina, Dryas octopetala,Potentilla aurea, Linum alpinum, Astrantia minor, Euphrasia minima, Achlllea nana, Crepis aurea, Hieraciumvillosum usw. an. Im schweizerischen Jura findet sich die subsp. Eu«Richeri im Carex sempervirens.Rasen mitAnthoxanthum odoratum, Briza media, Anemone alpina und A. narcissiflora, Alchemllla vulgaris und A.Hoppeana, Potentilla aurea, Anthyllis Vulneraria, Helianthemum vulgare, Gentiana lutea, Astrantia major,Phyteuma orbiculare, Scabiosa lucida, Campanula rhomboidalis, Hypericum maculatum, Cirsium acaule,Hieracium murorum, H. Auricula usw., bisweilen auch in Felsfluren, so am Gipfel des Chasseron mit Thesiumalpinum, Anemone narcissiflora und A. alpina, Dianthus caesius, Bupleurum ranunc.uloides, AthamanthaCretensis, Helianthemum canum, Rhododendron hirsutum, Androsace lactea, Crepis blattarioides und Hieraciumvillosum. Am Südabfall des St. Bernhard wächst sie vereinzelt in Alpenerlen«Gebüschen auf kalkigen, feuchtenSchieferhängen zusammen mit Salix hastata und S. Helvetica, Lonicera caerulea, Adenostyles Alliariae, PeucedanumOstruthium, Gentiana purpurea, Cicerbita alpina, Saxifraga rotundifolia, Achillea macrophylla, Ranunculusaconitifolius, Cirsium spinosissimum, Rumex alpinus, Aconitum Vulparia, Milium effusum, Melandrium