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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
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528
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Verbreitet und häufig im ganzen Gebiete auf meist ziemlich trockenen Kalk» oderUrgesteins=Böden in lichten Wäldern, Gebüschen, Kiemstrauchheiden, auf Wiesen, Mooren,an Ufern, auf Felsen, an Wegrändern, auf vernachlässigten Aeckern. Von der Ebene bis in diesubalpine Stufe, doch auf den Nordseeinseln fehlend. In Tirol bis 1700 m, im Wallis bis etwa2000 m, im Schweizer Jura bis 1500 m.

Allgemeine Verbreitung: Europa, nördlich bis Bruno (65° 28' nördl. Breite),Ängermanland, Nordtawastehus, Nord* und Onega=Karelien; Westasien (östlich bis zum Altaiund China), Nordafrika, Canarische Inseln; eingeschleppt und teilweise völlig eingebürgert inOstasien, Nord= und Süd» Amerika (in Chile sich neuerdings in den südlichen Provinzen aus»breitend), Australien, Neuseeland.

Die zahlreichen, z. T. ineinander übergehenden Formen dieser ausserordentlich vielgestaltigen Artgliedern sich (zunehmend xeromorpher werdend) folgendermassen: 1. var. latifölium Koch (= var. ß Gaudin,

= var. platycalyx Celak., = H. mddium Peterm.). Laubblätter breit-eiförmigbis breit.lanzettlich. Kelchblätter breit.lanzettlich bis breit.eiförmig, 2 bis 3 mmbreit und 4 bis 6 mm lang, an der Spitze i buchtig gezähnelt, so lang oderdoppelt so lang wie der Fruchtknoten. Kronblätter gross. Frucht Verhältnis,massig breit. Hin und wieder, besonders in der Bergstufe, vielfach zusammenmit der var. vulgare, in Mittel« und Nordostdeutschland, Böhmen, Ober« undNiederösterreich, Steiermark und der Schweiz. Hierher gehören! f. dentätumFröhlich. Laubblätter verhältnismässig schmäler. Kelchblätter breit, an derSpitze stark buchtig gezähnt. Graz in Steiermark. f. fimb ri ätum Fröhlich.Kelchblätter im vorderen Teile am Rande gewimpert; Wimpern mit schwarzenDrüsenköpfen. Steiermark (?). 2. var. vulgäre Neilr. (= subsp. typicumBeck). Laubblätter verhältnismässig gross, meist breit-eiförmig, seltener elliptisch.Kelchblätter 1 bis 1,5 mm breit und bis 7 mm lang, fein zugespitzt, lanzettlich,meist etwa doppelt so lang wie der Fruchtknoten, gesägt oder ganzrandig.Blüten bis 35 mm breit. Kronblätter verhältnismässig gross, bald nur mithellen, bald mit hellen und dunklen, punkt. und strichförmigen Drüsen. Ver»breitetste Form. Hierher: f. brevis^palum Fröhlich. Kelchblätter starkverkürzt, bis kürzer als der Fruchtknoten. Laubblätter klein. Standortsformtrockener Orte?f. an ömalum K. Friedrichsen. Stengelglieder lang. Laub,blätter länglich-verkehrt-eiförmig, zart. Blüten grösser. Blütenstand locker. Haders»leben in Schleswig. Hierzu gehört wohl auch: f. (var.) e 11 i p t i c u m Durand etPittier. Laubblätter und Kelchblätter elliptisch.länglich. So bei Rolle im KantonWaadt. f. lanceolätum (Jord.) Fröhlich. Kronblätter dunkel-gestrichelt,punktiert. f. lucidum Fröhlich. Kronblätter nur hellgestrichelt-punktiert.3. var. angustifölium DC. (= H. stenophyllum Opiz). Laubblätter schmalelliptisch bis fast lineal, kleiner als bei der var. vulgare. Blütenstand reichblütig.Blüten klein, 15 bis 20 mm im Durchmesser. Kelchblätter schmaWanzettlich, 0,7 bis1 mm breit, 4 bis 6 mm lang, so lang oder bis doppelt so lang wie der Fruchtknoten,meist nur hell gestrichelt-punktiert. Kronblätter meist schmäler als bei var. vulgare,auf der einen Seite stark gekerbt und mit schwarzen Drüsenpunkten. Frucht 5 bis8 mm lang, schmal; Drüsen meist punktförmig, 1 bis 2, gegen die Mittellinie hinstrichförmig. Zerstreut an trockenen Orten, besonders auf Sand« und Kalkboden inMittel« und Südeuropa. In Deutschland in Bayern auf der Hochebene, imFrankenwalde, Jura, im Keuper« und Muschelkalkgebiet; ferner in Westfalen,Brandenburg, Ost« und Westpreussen. In Oesterreich in Ober» und Nieder«Österreich, Steiermark, Tirol. In der Schweiz z. B. in den Kantonen Zürich,Aargau und Waadt. 4. var. Veron^nse (Schrank) Bede (= var. micro-phyllum DC., ? )ord. p.sp., = var.nänum Gaudin?, = H.perforatum L. a) genuinum,b) microphyllum Boenningh.?). Fig. 2013 a. Laubblätter klein bis sehr klein,meist weniger als 10 mm lang, breit-eiförmig, am Rande meist etwas umgerollt.Kelchblätter kurz, 3 bis 4 mm lang, 0,7 bis 1 mm breit, so lang oder bis lV2»mal so lang wie der Fruchtknoten,fast nur hell gestrichelt-punktiert. Kronblätter nur hellgestrichelt-punktiert. Frucht klein, etwa 4 bis 6 mmlang, 3 mm breit; Drüsen verhältnismässig wenig, stark schwielenförmig, nur 1 oder 2 zu beiden Seiten der

Fig.2013. Hypericum perforatumL. var. Veronense Beck, a Habitus.b Querschnitt durch den Samen vonH. perforatum (nach A. Pünter).