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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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rauh. Selten unter dem Typus, im Süden häufiger. var. Caucäsicum Pari. Laubblätter ohne durch«scheinende Punkte. var. maculanth^rum Sagorski. Pflanze im oberen Teile überall schwarzdrüsig. Bishernur in Illyrien nachgewiesen.

Hypericum montanum zählt zum europäisch.vorderasiatisch.montanen Element und schliesst sich inseiner Verbreitung dem Buchengebiete an, ist also ein Buchenbegleiter im Sinne von Höck. Die Pflanzebevorzugt im allgemeinen wärmere Lagen auf ziemlich trockenem und etwas kalkhaltigem Boden in der Berg»stufe der Alpen und Mittelgebirge. Hier findet sie sich häufig in lichten Laubmischwäldern, Niederwäldern mitvorherrschender Quercus sessiliflora, in Laubgebüschen vom Berberis.Rosen.Typus oder mit Ostrya carpinifolia (inden Südalpen), Carpinus Betulus, Corylus Avellana usw., zusammen mit Carex alba, Anemone Hepatica, Aquilegiavulgaris, Astrantia major, Euphorbia dulcis, Cyclamen Europaeum, Melittis Melissophyllum, Salvia glutinosa,Buphthalmum salicifolium, Prenanthes purpurea, Chrysanthemum corymbosum u. a. m. Etwas seltener erscheintsie im Buchenwalde, gemeinschaftlich mit Asperula odorata, Lathyrus vernus, Viola mirabilis, SaniculaEuropaea usw. Jenseits der Alpen ist sie auch oft in Birken« und Kastanienwäldern, diesseits auch gern inMischbeständen von Föhre und Fichte zu finden, gemeinschaftlich mit Pteridium aquilinum, Milium effusum,Rubus Idaeus, Trifolium medium, Astragalus glycyphyllos, Oxalis Acetosella, Epilobium angustifolium usw.Bisweilen erscheint sie, z. B. in der Norddeutschen Tiefebene, in ausgesprochenen Calluna.Heiden, in den Alpenauch in subalpinen Zwergstrauch.Vereinen mit vorherrschendem Rhododendron ferrugineum, Juniperus communisoder Vaccinium Myrtillus. Selten nur trifft man sie in ungedüngten Bergmatten mit Luzula Sudetica, PolygonumBistorta, Ranunculus platanifolius, Geranium silvaticum, Chaerophyllum hirsutum, Arnica montana und Cirsiumheterophyllum an. Bisweilen findet sie sich auch herdenweise auf Waldschlägen und auf Lesesteinhaufen,scheint aber nirgends als Apophyt in Halb» oder Vollkulturen überzugehen.

1910. Hypericum perforätum L. 1 ) (= H. officinärum Crantz). Echtes Johanniskraut,Tüpfel=Hartheu, Sonnwendkraut, Mannskraft, Konradskraut, Hexenkraut, Jageteufel, Herrgottsblut,Johannisblut. Franz.: Millepertuis, herbe aux piqüres, herbe ä mille trous, herbe percee, herbe deSaint Jean, diasse=diable; in der Waadt: milperte, trotzeran; im Wallis [Fully[ trendzelan, inBagnes: troidzan; engl.: Saint Johns wort, hardhay; ital.: Iperico, erba di San Giovanno, pilatro,caccia diavoli, mille bucchi. Taf. 183, Fig. 4; Fig. 1994, 1995a, 1996a bis c, 2011 a bis e und

i, m, p, 2012 und 2013.

Der Name Hartheu (mittelhochdeutsch harthöuwe) soll daher kommen, dass die Pflanze hartesHeu (in folge der derben Stengel) gibt. Dasselbe Wort liegt anscheinend in Hartenau (Nahegebiet), Hertenau

(Elsass) vor. Sehr weitverbreitet vom Norden bisnach Süden ist die Be»nennung Johanniskraut(im bayerisch«österreichi»sehen auch Honskraut,»k r ä u 11, in der SchweizJohannnis»Chrut usw.).Die Pflanze, die zu Johanni(24. Juni) in schönster Blütesteht, wird in vielen Gegen»den an diesem Feste ge»pflückt, zu Kränzen ge»bunden, an die Türen undFenster gesteckt. Sie sollnach dem VolksglaubenGewitter und Behexungabhalten; daher auchHexenkrout (Braun«schweig), Hexenkraut(Steiermark), Hexakraut(Schwäbische Alb) genannt.DasJödüveP des Schles«

*) Lat. perforätus = durchlöchert; wegen des durchscheinend punktierten Blattes. Bauhin bezeichnetedie Art als Hypericum vulgare, Thal (1588) als Hypericon, Rostius in Lund (1610) als Hypericonis.

Fig. 2011. Hypericum perforätum L. a Längsschnitt durch die Blüte, b Staubblattbündelund Fruchtknoten, c Kronblatt mit dunklen Drüsen am Rande und durchsichtigen Behältern inder Fläche, d Kapsel, e Stengelquerschnitt, i Samen, m Blütendiagramm, p Keimpflanze. H. Coris L. / Samen, g und h Quer- und Längsschnitt durch den Samen. H. Androsae-mum L. k Querschnitt durch die Frucht. I Blütendiagramm. H. hirsutum L. n 4 Monatealte Keimpflanze, o Spitze eines Bodenausläufers (Fig. a, b, c, e, g, h, i nach A. Pünter-Egli).