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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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523
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bezeichnenden Pflanzen der erstgenannten beiden Landschaften. Sie besiedelt trockene, grasige Hügel vonxerothermem Charakter und erscheint in Böhmen z. B. zusammen mit Brachypodium pinnatum, Stipa pennataund S. capillata, Melica Transsylvanica, Thesium Linophyllum, Chondrilla juncea, Inula hirta, Anemone patens,Erysimum crepidifolium, Bupleurum falcatum usw. (Domin). In Weinbergen bei Krems gedeiht sie mit ResedaPhyteuma, Rosa Jundzillii und R. Kremsensis. In den Prunus fruticosa-Gebüschen Galiziens und der Bukowinaentwickelt sie sich nach H a y e k im überaus artenreichen, kräuterreichen Unterwuchs neben Aconitum Anthorasubsp. Jacquini, Seseli annuum, Gentiana ciliata, Nepeta Pannonica, Phlomis tuberosa, Adenophora liliifolia,Carlina Simplex, Waldsteinia geoides, Euphorbia tristis usw. Oestlich der Strypa tritt sie auch in die Steppenein, bei Bilcze und Cygan unweit Borszczow z. B. zu Avena compressa, Melica altissima, Muscari comosum,Asparagus tenuifolius, Oxytropis pilosa, Astragalus Austriacus, Crepis rigida, Hieracium virosum und anderensüdöstlichen Arten gesellt. Auf Grund des zerstückelten Verbreitungs»gebietes in Mitteleuropa, das gewisse Aehnlichkeit mit dem von Erysimumcrepidifolium und Seseli Hippomarathrum besitzt, und auf Grund derTatsache, dass die Samen durch keinerlei Verbreitungs.Einrichtungen aus.gezeichnet sind, so dass Verschleppungen durch Zugvögel auf Entfernungen biszu 500 km wie dies dann bei den beiden Vorkommen bei Krems in Nieder«

Österreich und Odenheim südlich von Mannheim der Fall sein müssteals äusserst fraglich erscheinen, äussert August Schulz die Anschauung,dass H. elegans während einer der wärmeren Zwischeneiszeiten schritt,weise von Ungarn her nach Mitteleuropa gelangt sei und zwar vermutlichteils über Böhmen und dann längs der Oder oder Elbe, z. T. auch längsder Donau. Durch klimatische Rüdeschläge sei die Art später wieder anvielen Orten ausgestorben, so dass dadurch ihre gegenwärtige Arealfigurentstanden sei. Die Art ist eng mit H. pulchrum und H. montanumverwandt und bildet mit noch weiteren 8 Arten einen engeren zur UntersektionHomotaenium zählenden Artenschwarm, der zumeist im westlichen Eurasien,mit einzelnen Arten auch im Himalaya, in Südafrika und in Mexiko lebt.

1907. Hypericum püldirum L. (= H. amplexicäule Gilib.).

Heide»]ohanniskraut. Engl.: Small upright St. John's wort.

Fig. 2008 und Fig. 1998.

Ausdauernde, (15) 20 bis 60 (100) cm hohe, kahlePflanze mit spindeliger, ästiger, ausdauernder Wurzel und kurzem,niederliegendem oder aufrechtem, reichästigem Erdstock; nebenblühenden Stengeln auch unfruchtbare Sprosse treibend. Stengelaufrecht oder aufsteigend, einfach oder ästig, stielrund, hohl,oft rötlich überlaufen. Laubblätter des Hauptstengels kreuz*weise gegenständig, 3=eckig=herzförmig, stumpf, mit breitem,halbstengelumfassendem Grunde sitzend, mit sich deckendenOehrchen, durchscheinend punktiert, oberseits grün, unterseitsblaugrün, am Grunde knorpelig (Fig. 2008 d); Laubblätter dernichtblühenden Sprosse, der Stengeläste und des unterstenStengelteils länglich=eiförmig, sonst wie die übrigen. Blüten auflangen Stielen, in lockerer, schmaler, langgestreckter Rispe.

Kelchblätter verkehrt=eiförmig, etwa 3 mm lang, stumpf, amRande mit gestielten oder sitzenden, schwarzen Drüsen, nidit abfallend (Fig. 2008 b). Krön*blätter länglich=lanzettlich, 8 bis 9 mm lang, 3= bis 4=mal so lang wie die Kelchblätter, amRande mit sitzenden und deutlich gestielten, schwarzroten Drüsen, goldgelb, oft rötlichüberlaufen (Fig. 2008c); Staubblätter wenig kürzer als die Kronblätter; Staubbeutel gelbrot.Griffel etwa 4 mm lang. Kapsel etwa 6 mm lang, eiförmig. Samen eilänglidi, etwa 0,5 mmlang, hellbraun, fein papillös=rauh. VII bis IX.

Meist einzeln oder in kleinen Gruppen auf kalkarmen Böden, gern auf Sand: in trockenenNadel* (bes. Kiefern») und Laubwäldern, Zwergstrauch* und Grasheiden, an Waldrändern, seltener

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Fig. 2008. Hypericum pulchrum L.a, ßi Habitus, b Kelch, c " Kronblatt".d Laubblatt.