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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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10*. Zweige i 2=kantig. Laubblätter derb, immergrün (?), spitz»eilänglich. Blüten 2 bis 4,5 cm imDurchmesser, ± hellgelb. Frucht stumpfkegelförmig, etwa 1,3 cm lang. Formenreiche (Sammel?=)Art, vom Himalayabis Japan heimisch. Blüht erst im IX und X H. pätulum Thunb. 1 )

11. Griffel kürzer als der fast 1 »fächerige, nicht aufspringende Fruchtknoten. Kelchblätter bis zurFruchtzeit erhalten bleibend H. Androsaemumnr. 1901.

11*. Griffel ± länger als der Fruchtknoten. Frucht an der Spitze aufspringend, lederartig (Kapseil).Kelch an der reifen Frucht fehlend 12.

12. Wohlriechender, bis 1 m hoher Strauch mit reichblütigen Blütenständen und undeutlichen Staub>blattbündeln. Zweige gerötet, die jungen 2»streifig, drehrund. Laubblätter spitz oder stumpflich, am Grunde häufigherzförmig, bis 6 cm lang und 4 cm breit, unterseits blaugrau. Kelchblätter eiförmig-lanzettlich, ganzrandig,an der noch unreifen Frucht zurückgeschlagen. Heimat: KanarischeInseln und Madeira. Nur in Kalthäusern. H. grandifölium Choisy*).

12*. Strauch mit Bodesgeruch. Blütenstände armblütig. Blüten2,5 bis 3,5 cm breit. Staubblattbündel deutlich. Zweige braunrot, ±

2=kantig. Laubblätter spitz=eilanzettlich, 4 bis 7 cm lang und 1,2 bis 3 cmbreit, unterseits hell- bis graugrün, sitzend. Kelchblätter schmal»ei=lanzettlich, abfallend. Heimat: Nördliches Mittelmeergebiet von Nord»

Spanien und Südfrankreich bis Syrien. Leicht kultivierbare Art, diebereits im Hortus Eystettensis gezogen wurde; bei Thal heisstsie Androsaemum fdetidum; auch in Schlesien wurde sie zur Zeit derRenaissance gepflanzt H. hircinum L.

Andere kultivierte Arten sind z.B. H. lysimachioides Wall,aus d em westlichen Himalaya und (?) China (1894 eingeführt), H. reptansHook. f. et Thoms. aus dem Himalaya, H. polyphyllum Boiss. et Bai.aus Kleinasien, H. r^pens L. aus dem Orient, H. galioides Lam.aus Florida und Alabama (1896 eingeführt). Eingeschleppt wurden be=obachtet: H. tomentösum L. aus dem westlichen Mittelmeergebiete,mit weissfilzigem Stengel, im Hafen von Ludwigshafen (1912). H.

Japönicum Thunb. (= ? H. gymnänthum Engelm. et Gray) und H.mütilum L. aus Nordamerika, die beide, wahrscheinlich mit amerika*nischen Grassamen eingeschleppt, 1884 von Straehler auf Moor»wiesen beim Forsthaus Theerkante bei Wronke (Posen) aufgefundenwurden. Letztere Art, eine Sumpfpflanze, wurde früher bereits am Lagodi Bientina in der Toskana festgestellt, wo sie sich mehrere Jahrzehnte hin»durch gehalten hat.

Die in Mitteleuropa vertretenen Arten gehören sämtlich zumRaunkiär'sehen Typus der Hemikryptophyten, d. h. ihre Ueberwinterungs.knospen liegen über der Erdoberfläche (Fig. 1994a). Eine Ausnahme Fig. 1994. Hypericum perioratum L.macht bisweilen H. humifusum, das auch einjährige Formen aus» a ' C

zubilden vermag. Von den Arten mit dauernd lebensfähiger Primär» der Bliitenblatteile (Fig. b nach M. Hirmer).wurzel und ästigem Erdstock, an dem die überwinternden Sprosse

aufrecht stehen, bis zu denjengen Arten, deren Primärwurzel abstirbt und durch Adventivwurzeln am Grunde kurzausläuferartig kriechender Sprosse ersetzt wird und deren Stengel aus niederliegendem Grunde aufsteigen, findensich alle Uebergänge. Eine ± ausgesprochene Vegetationsruhe scheint aber wenigstens bei den mitteleuropäischenArten nicht einzutreten, da bereits im Spätherbst, wenn die Fruchtstengel vollständig abgedorrt stehen, dieneuen Triebe über der Grundachse zu treiben beginnen und dicht beblättert den Winter überdauern. Diemeisten Arten stellen keine besonderen Ansprüche an Klima und Boden, sind auch vielfach an keine besonderen

*) H. patulum bildet zusammen mit H. calycinum einen von Moser in Versailles gezogenenBastard H. Moseriänum Andre (Fig. 1993b bis e), der folgende Merkmale zeigt: Junge Zweige leicht über«hängend, rund, rot. Laubblätter dick, stumpf, eiförmig, 5 bis 6 cm lang und 2,5 bis 3 cm breit, glanzlos, oberseitssattgrün, unterseits bläulich, fast sitzend. Blütenstand 1» bis 3» (seltener mehr»)blütig. Blüten goldgelb, 6 bis 7 cmim Durchmesser. Kelchblätter stumpf eif'örmig»länglich bis ± rundlich. VII bis VIII. Liebt geschützte Lagen.

') Mit H. grandifölium wird häufig das nach R. Keller in Amerika heimische, aber denAmerikanern nicht bekannte H. elätum Ait. zusammengebracht, das also eine zweifelhafte Art darstellt.Verwildert werden unter dem letzteren Namen bezeichnete Pflanzen aus dem Wallis (Notre Dame de SexBieudron und La Planta bei Sitten) angegeben.