3*. Griffel 5. Kapsel 5»fächerig. Aeltere Zweige ± 4-kantig, jüngere ± abgeflacht und 2-kantig. Laubblätterlänglich-lanzettlich, unterseits stark bläulich. Blüten 1,5 bis 2,5 cm im Durchmesser. Kelchblätter spitz.eiförmig,6 bis 8 mm lang. Frucht 6 mm lang, eiförmig. Heimat: Nordoststaaten der Vereinigten Staaten von Nord«amerika. Seit 1759 in Kultur H. Kalmidnum L.
4. Blüten sitzend, einzeln oder seltener zu 3, 2,5 cm breit, goldgelb. Etwa 1 m hoher Strauch. Laub«blätter lederig, 2,5 bis 7 cm lang, breit-eilänglich, stumpf oder mit aufgesetzter Spitze, flach oder am Randeleicht umgerollt, unterseits blaugrün. Keldiblätter sehr ungleich, laubblattartig. Heimat: Südliches Nordamerika.Seit etwa 1890 in Kultur H. aüreum Bartr.
4*. Blüten gestielt, bis 2 cm breit, tief gelb,in wenigblütigem, schmalem Blütenstand. Bis 1,2 mhoher, lockerer, winterharter Strauch. Laubblätterschmallanzettlich-eiförmig, 2 bis 8 cm lang, am Randeleicht umgerollt, kurz gestielt. Kelchblätter ungleich,meist 5, 4 bis 6 mm lang. Frucht 8 bis 10 mm lang.
Heimat: Nordöstliches Nordamerika
H. prolificum L.
5. Staubblattbündel 5 6.
5*. Staubblattbündel 3. Niedriger, kahler,
wenig verästelter Strauch mit dünnen, runden, i rot«gelben Zweigen. Laubblätter halbwintergrün, schmal«eiförmig, in Kultur meist bis 3,5 cm lang und 1,1 cmbreit, spitz, i graugrün, sitzend. Blütenstand 1« bis5=blütig. Blüten bis 5 cm im Durchmesser. Kelch»blätter breit«eiförmig, zugespitzt, i fein gezähnelt.Frucht 3-kantig-eiförmig. Heimat : Südost-Europa undKleinasien. Nur für ganz warme Lagen geeignet. H. Olympicum L.
6. Griffel 5. Kapseln ± 5=fächerig. Krön«und Staubblätter hinfällig. Staubblätter 30 bis 100. 7.
6*. Griffel 3. Kapsel i 3»fächerig . 11.
7. Kelchblätter ungleich, zur Fruchtzeit ver»grössert, abstehend oder zurückgeschlagen. Blüteneinzeln, 6 bis 8 cm im Durchmesser. Niedrige,immergrüne Sträucher . 8.
7°. Kelchblätter lederartig, zur Fruchtzeitaufrecht 10.
8. Bis 1,5 m hoher Strauch. Zweige rund-lich, jung etwas bläulich. Laubblätter spitz>eiförmig
bis elliptisch, bis 8 cm lang, i sitzend. Blüten in 3» bis 5-blütigen Blütenständen, etwa 5 cm im Durchmesser,weisslich-gelb. Frucht kegelförmig, 12 mm lang. Heimat: West»Himalaya H. c6rnuum Roxb.
8*. Niedrige, bis 30 cm hohe Halbsträucher 9.
9. Blüten einzeln, an den Zweigen sitzend, 6 bis 8 cm im Durchmesser, goldgelb. Laubblättsr läng-lich-elliptisdi, stumpf, 3 bis 8 cm lang und 1,5 bis 3(4) cm breit, fast sitzend, unterseits graugrün. Kelch breit-eiförmig-abgerundet. Frucht nickend, eiförmig. Heimat: Griechenland, Türkei, Nordwest-Kleinasien. Seit 1676in Kultur und bisweilen verwildernd (Heidelberg, Arco in Südtirol, Aarburg in der Schweiz). Fig. 1993 a. H. calycinum L.
9°. Blüten meist zahlreich. Kelchblätter ungleich, zur Fruchtzeit aufgerichtet. Krön» und Staubblätternicht abfallend. Sonst wie H. calycinum und vielleicht nur eine Varietät dieser Art. Von dem in der Trachtähnlichen H. Androsaemum (pag. 511) durch scheidewandspaltige (nicht beerenartige) Früchte und ungeflügelte(nicht geflügelte) Samen unterschieden. Heimat: Sibirien, Japan, Nordamerika. Seit 1747 in Kultur . . . . H. Ascyron L.
10. Zweige rundlich. Laubblätter ± Wintergrün, derb, eiförmig bis eiförmig=lanzettlidi, bis 10 cmlang und 2 bis 5 cm breit, oberseits sattgrün, unterseits blaugrün oder rostfarben, sitzend. Blütenstand reich»blütig. Blüten sattgelb. Frucht ei« oder stumpfkegelförmig, fast 2 cm lang. Heimat: Ost»Himalaya, West.China(zwischen 2000 und 4000 m). In Mitteleuropa über Winter schutzbedürftig. Schon längere Zeit in Kultur H. Hookeriänum Wight et Arn.
Fig. 1993. Hypericum calycinum L. a Habitus. — H. Moseri-anum Andre, b Zweig, c Blütenknospe, d Abgeblühte Blüte.e Längsschnitt durch eine reifende Frucht.