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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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3 bis 5, zu einem oberständigen, freien, vollkommen oder nur im unteren Teile 3= bis5=fächerigen Fruditknoten (Fig. 1996c) verwachsen; Griffel 3 bis 5, fädlich, frei oder i hochhinauf miteinander verwachsen; Narbe kopfig, seltener keulenförmig oder scheibenförmig,papillös; Samenanlagen meist viele, anatrop oder pleurotrop; Samenleiste naht» oder zentral»ständig. Frucht meist eine wandspaltige, 3= bis 5=klappige Kapsel (Fig. 2011 d) mit häutigenoder lederartigen, oft mit linealen oder blasigen Harzgängen versehenen Wänden, seltener eineBeere. Samen klein, länglich, mit netzig=streifig angeordneten Vertiefungen oder durch Papillenfein sammtig=rauh (Fig. 2011 f, i), selten gekielt oder geflügelt; Keimling gerade odergekrümmt; Nährgewebe fehlend.

Die Gattung umfasst etwa 200 Arten, die auf Grund ihres Blütenbaues nach Robert Kellerauf 18 Sektionen verteilt werden. Zu diesen kann auch die sehr nahe verwandte Gattung Ascyrum L.gestellt werden, die mit 5 Arten in Nordamerika und den Anden und einer weiteren Art im Himalaya heimischist. Die Sektionen sind sehr ungleich gross, z. T. klein, mitunter sogar nur monotypisch (z. B. die SektionenHeiödes, Humifusoideum, Campylopus und Psorophytum), z. T. aber sehr umfangreich, wiedie Sektion Euhypöricum mit etwa 100 Arten, zu der alle in Mitteleuropa einheimischen Arten mitAusnahme von H. Hei ödes L. (Sektion Heiödes) und H. Androsaemum L. (Sektion Androsahmum)zählen. Geographisch sind viele der Sektionen auf ± enge Gebiete beschränkt oder wenigstens ihre Artenräumlich sehr eng begrenzt. Im Gegensatz dazu stehen Arien mit sehr weiter Verbreitung, wie Hypericumhumifüsum L., das im Westen der östlichen Halbkugel von der Nordhemisphäre bis zur Südspitze Afrikasreicht und ostwärts bis nach Indien geht, und Hypericum Japönicum Thunb., das von Japan bis Neuseelandund Australien reicht und auch in Nordamerika vorkommen soll. Die Sektion Euhypericum erscheintvornehmlich in der ganzen nördlichen gemässigten Zone, die Sektion Androsaemum in Mittel« und Nord»amerika, die Sektion Norysca von Afrika über Indien, China bis Japan. Die Sektion Bräthys ist nord«und südamerikanisch und besitzt einige Vertreter in Japan. Gebiete des Massenauftretens von Sektionen undArten sind das Mittelmeerbecken, der Himalaya und die Anden. Für letztere ist die Sektion Myriändrasehr bezeichnend. Aus dem Reichtum an endemischen Formen, der Art»Verteilung innerhalb gewisser Sektionenin verschiedenen Erdteilen, dem Auftreten vlkarisierender Arten in geologisch älteren Gebieten oder auch demgemeinsamen Besitz derselben Arten auf lang isolierten Gebieten ergibt sich mit völliger Klarheit das bereitshohe Alter der Gattung, aus ihrer grossen Artenzahl ihre Lebensfähigkeit. Im Gegensatz zu der Beschränkungder weitaus meisten Glieder der übrigen Familie auf rein tropische Gebiete lebt die Gattung Hypericummeist in den Gebirgen der Tropen und Subtropen und erstredet sich von dort aus bis zu den Grenzen dergemässigten Zonen, wobei die nördliche Halbkugel weitaus bevorzugt ist. Nur in der Arktis und Antarktisfehlt die Gattung, steigt aber z.B. in den Anden mit H. larieifölium Juss. bis 3600m aufwärts, in derOwen Stanley«Kette auf Neu»Guinea mit H. Marcgregörii nach Lauterbach bis 4000 m. In der Eichenwald»stufe der mexikanischen Gebirge treten gemeinschaftlich mit Hyperlcum.Arten auch andere in Europa heimischenGattungen auf, z.B. Ranunculus, Thalictrum und Salvia (Engler), in Java in den Gebirgen nach BeccariAlchemilla, Agrimonia, Sanicula, Pimpinella, Daphne, Cerastium und Stellaria. Als tropisch=afrikanische Elementeseien H. Roeperiänum L., H. Abyssinicum L. und H. angustifölium genannt. Unter den Lebens»formen überwiegen weitaus die xeromorph und mesohygromorph gebauten Sträucher, Halbsträucher undStauden, selten sind Baumformen, vergängliche Kräuter, sowie Wasser» und Sumpfpflanzen (H. mütilumL, in Nordamerika, H. myrtifölium Lam. in Florida und H. Hei od es in Westeuropa). Der schönengelben Blüten wegen werden neuerdings eine ständig zunehmende Zahl von Arten aus anderen Erdteilennach Europa eingeführt und auch in Mitteleuropa in Gärten gezogen. Die verbreiteren davon lassen sich mitHilfe des folgenden Schlüssels (im wesentlichen nach C. K. Schneider) unterscheiden:

1. Laubblätter zu 3 (vgl. auch H. Coris pag. 513) quirlständig, fein nadeiförmig, kahl, durchscheinendpunktiert, sitzend, bis 16 mm lang. Bis 40 cm hoher Zwergstrauch mit z. T. niederliegenden Zweigen. Blüten«stand reichblülig, pyramidenförmig. Blüten hellgelb, 1,5 bis 2 cm im Durchmesser, trimer. Kelchblätter amRande schwarzdrüsig, zur Fruchtzeit abstehend oder zurückgeschlagen. Kronblätter 3« bis 4=mal so lang wiedie Kelchblätter. Staubblätter in 3 Bündeln. Frucht lederartig. Mit H. Coris eng verwandt. Heimisch inGriechenland und Kleinasien. Seit 1820 in Kultur H. empetrifölium Willd.

1*. Laubblätter zu 2 gegenständig, meist nicht fein nadeiförmig 2.

2. Staubblätter frei, nicht oder nur ganz undeutlich verwachsen 3.

2*. Staubblätter deutlich in 3 oder 5 Bündeln 5.

3. Griffel 3 (4). Kapsel vollkommen oder unvollkommen 3»fächerig 4.