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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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polyphyletisch und hat zu den Ranales, Rhoeadales, Malvales, je selbst zu den Cucurbitales (besonders die Familien derPassifloraceae und Achariaceae), Euphorbiaceae usw. unleugbare genetische Beziehungen (vgl. Fig. 1608 pag. 1643).Sie umfasst28 Familien, die sich auf die folgenden 11 Unterreihen (die Unterreihe der Theineae wird auch als be«sondere Reihe der Guttiferäles aufgefasst) verteilen. 1. Unterreihe. Theineae. Gynaeceum frei, auf konvexer oderflacher Achse. Nährgewebe der Samen Oel und Proteinkörner enthaltend. Hieher die Familien der Dillen! äceae,Eucryphiäceae (mit der einzigen antarktischen Gattung Eucryphia), Ochnaceae (pag. 494), Caryo«caräceae (oder Rhizoboläceae), Marcgraviäceae, Quiinäceae (die beiden Gattungen Quiina undTouroülia mit 19 Holzgewächsen sind auf das tropische Amerika beschränkt), Theäceae oder Ternstroemiäceae(pag. 494), G u 11 i f 6 r a e (pag. 498) oder Hypericaceae (mit den Unterfamilien der Kielmeyeroideae, Hypericoideae,Endodesmioideae, Calophylloideae und Clusioideae [vielfach Baumwürger]) und Dipterocarpäceae (pag. 533).

2. Unterreihe. Tamaricineae. Gynaeceum frei, auf flacher Achse. Nährgewebe stärkehaltig oderfehlend. Kronblätter frei. Staubblätter in Quirlen oder (wenn zahlreich) in Bündeln. Hieher die Familiender Elatinäceae (pag. 535), Frankeniäceae (pag. 543) und Tamaricäceae (pag. 544).

3. Unterreihe. Fouquierineae. Gynaeceum frei, auf flacher Achse. Nährgewebe ölhaltig. Kron=blätter vereinigt. Diese früher zu den Tamaricaceen gestellte Familie hat Aehnlichkeiten mit den Polemoniaceen.Sie umfasst 2 auf die trockenen Gebiete von Südkalifornien und Nordamerika beschränkte Gattungen (Fou-qui^ra und Idria) mit z. T. auffallend bauchig verdickten Stämmen. Fouqui6ra spl6ndens Engelm., derOcotillastrauch oder Coach=whip der Yankees, ein 7 m hoher Strauch mit peitschenartigen Zweigen und prächtigziegelroten Blüten, eignet sich zur Bildung von Hecken; die Rinde enthält Gummi, Wachs (Ocotillawachs), Glykoside,sowie einen roten Farbstoff und wird in Nordamerika medizinisch verwendet.

4. Unterreihe. Cistineae. Gynaeceum frei, auf flacher oder konvexer Achse. Nährgewebe stärke,halti g. Kronblätter frei. Staubblätter zahlreich, nicht in Bündeln. Hieher die beiden Familien der Cistäceae(pag. 552) und B1 x ä c e a e.

5. Unterreihe. Cochlospermineae. Wie vorige, aber Nährgewebe der nierenförmigen Samenölhaltig. Hierher die Familie der Cochlospermäceae mit den Gattungen Sphaeros6palum (2 Artenauf Madagaskar), Amoreüxia (3 Arten in Mittelamerika) und Coch 1 osp6rmum oder Maximilian^ bezw.Wittelsbachia (13 Arten in den gesamten Tropen). Es sind Sträucher, kleine Bäume oder Halbsträucher mitmeist bandförmig gelappten oder gefingerten Laubblättern, zuweilen knollig verdickten Stämmen und sehr häufigbehaarten Samen. Die Samenhaare von mehreren Arten dienen als Ersatz von Kapok.

6. Unterreihe. Flacourtineae. Gynaeceum frei, auf dem konvexen Blütenboden oder in röhrigerAchse, selten seitlich angewachsen. Nährgewebe reichlich Oel und Eiweiss enthaltend. Hieher die Familiender Canelläceae (= Winteranäceae), Violäceae, Flacourtiäceae, Stachyurdceae (die GattungStachyürus mit 5 holzigen Arten in Süd. und Ostasien. In Europa St. Yunnan^nsis Franch. et St. praecoxSieb, et Zucc. selten kultiviert), Turneräceae, M al esh er biä c ea e (Malesh6rbia mit 30 starkbehaarten Kräutern oder Halbsträuchern im westlichen Südamerika), Passifloraceae und Achariaceae(mit den 3 Gattungen Achäria, G u t h r i 6 a und Ceratosicyos in Südafrika mit Sympetalen Kronblättern).

7. Unterreihe. Papayineae. Aehnlich der vorigen Unterreihe, aber in allen Teilen mit gegliedertenMilchsaftschläuchen. Hieher die Familie der Caricäceae (= Papayäceae).

8. Unterreihe. Loasineae. Fruchtknoten unterständig, mit der Blütenachse und dem Kelch ver.schmolzen. Samen meist Oel und Protein enthaltend. Hieher die Familie der Loasäceae.

9. Unterreihe. Datiscineae. Fruchtknoten unterständig. Nährgewebe spärlich. Embryo Oel undProtei nstoffe enthaltend. Blüten stark reduziert, windblütig, in Trauben. Hieher die Familie der Datiscäceae.

10. Unterreihe. Begoniineae. Wie vorige, aber Nährgewebe fehlend. Blüten eingeschlechtig, inWickeln oder Dichasien. Hieher die Familie der Begonidceae.

11. Unterreihe. Ancistrocladineae. Fruchtknoten unterständig, 1 »fächerig, mit 1 grundständigenSamenanlage. Nährgewebe zerklüftet, stärkehaltig. Hieher (Stellung zwar unsicher) die Familie der A n c i s t r ocladäceae mit der aus kletternden Lianen bestehenden Gattung Ancistroclädus (8 Arten), in Westafrikaund im tropischen Asien.

Die Dilleniäceae 1 ) umfassen 14 Gattungen mit rund 300 Arten, in der Hauptsache Holzgewächse(nicht selten Lianen mit konzentrisch gebautem Holzkörper) mit abwechselnden, fast immer einfachen, oftbehaarten und rauhen, viel Kieselsäure enthaltenden, meist lederigen und ungezähnten Laubblättern (Nebenblätterfehlen in der Regel) und häufig sehr ansehnlichen, meist gelben oder weissen (seltener rötlichen), einzeln stehendenoder zu Büscheln und Trugdolden angeordneten, strahligen oder zygomorphen Blüten. Kelchblätter 3 bis 5oder zahlreich, nach dem Verblühen oft vergrössert. Kronblätter in der Regel 5, hinfällig. Staubblätter10 bis viele, oft i gebüschelt, manchmal z. T. staminodial. Fruchtknoten 1 bis viele, frei oder miteinander

l ) Benannt nach Johann Jakob Dillenius, geb. 1687 zu Darmstadt, gest. 1747 als Professor derBotanik in Oxford.

Hegi, Flora. V, 1. 234