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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Breite), Schweden bis 63 0 nördl. Breite (kultiviert in Skandinavien bis 68° nördl. Breite), Finnland(Oesterbotten), Nord=Russland (bis zirka 62°41' nördl. Breite, Nordsawo [bis etwa63° 40'nördl.Breite], Onega=Karelien, Budosh und Karpopol [Olonetz]); östlich bis Schenkursk (Archan=gelsk), Wologda, bis zum westlichen und südlichen Teile des Gouvernements Wjatka, Perm;südlich bis Spanien (bis Cantabrien, Sierra de Guaderrama, Aragonien und Catalonien), bis zummediterranen Frankreich, Korsika, MitteWtalien, Nordbalkan bis zum südrussischen Steppen«gebiet (Cherson, Jekaterinoslaw, bis zur unteren Wolga [Saratow], Orenburg), ferner ver=sprengt auf der Krim und im Kaukasus. Die Angaben aus Sibirien beziehen sich auf T.Sibirica. In Nord*Amerika in Kultur.

Der nicht allzu formenreiche Baum zeigt folgende Gliederung') s 1. var. t y p i c a Beck (= T. cordata Mill.var. mäjor V. Engler, = T. cordata Mill. var. cymösa, var. cordifölia und var. boreälis C. K. Schneider). Laub,blätter mit Ausnahme der obersten jeden Zweiges am Grunde herzförmig oder schief-herzförmig, meist 4 bis7 cm lang und breit. Blütenstand (2-) 5» bis 7=blütig. Früchte wollig«filzig.

Verbreitetste Form. Hierher gehören: f. rotundifölia (Spach) V. Engler(= T. cordata var. Lemäni H. Braun?). Laubblätter nieren=herzförmig. Hieund da. f. betulifölia (Bayer) V. Engler (= T. parvifölia var. genuinaf. foliis minimis Rchb., = T. ulmifolia var. parviflora Rouy et Foucaud).

Laubblätter sehr klein, etwa 3 cm lang und 2,5 cm breit, mit verhältnismässiglangen Stielen. Stützblatt sehr klein. Selten? Aus Niederösterreich von Kremsangegeben. Ein gepflanzter Baum z.B. bei Memmingen. f. mäjor (Spach).

Laubblätter sehr gross, 9 bis 10 cm im Durchmesser. f. vitifölia (Wierzb.)

V. Engler. Laubblätter grossenteils 34appig. Nur steril beobachtet. Viel,leicht nur eine monströse Form. f. elongäta V. Engler. Laubblättergrösser, länger als breit, herz.eiförmig oder fast herzförmig, nie gestutzt. Nurin Kultur bekannt. f. aüreo«variegata (C.K.Schneider) V. Engler (= T.parvifölia var. argenteo=variegata hört., = T. aureo=variegata hört.). Laub«blätter gelblich panaschiert oder gerandet. Kulturform. f. longibracteäta(Kirchn.) V. Engler. Deckblatt den Blütenstand weit überragend. Wohl Kultur«form. Die Formen f. cymösa Rchb. (Blüten bis 11 in einem Blütenstande)und f. oligdntha Rchb. (Blüten weniger zahlreich) kommen an ein und dem-selben Baume vor, haben also keinen systematischen Wert. var. Borba«siäna H. Braun soll nach Link nur eine Schattenform mit bleicheren Laub,blättern sein. 1. var. asymmdtrica Borbäs (= T. parvifölia Ehrh. pendulahört.) Laubblätter am Grunde ± schief gestutzt, sehr selten etwas herzförmigoder keilförmig, oft allmählich zugespitzt und ziemlich lang gestielt. Stellenweisehäufiger als der Typus. Hierher gehören.- f. ovalifölia (Spach) V. Engler(= T. cordata var. ovalifolia C. K. Schneider). Laubblätter kleiner, ± eiförmig,am Grunde meist abgerundet, mit kürzeren oder fast gleich langen Stielen. f-jg. 1955. Tilia platyphyllosNur aus der Kultur bekannt. f. acuminatissima (Rchb.) V. Engler (= T. Scop. a Keimpflänzchen. Tiliacordata var. acuminatissima C. K. Schneider). Laubblätter mit lang vor« L ° rda ^Kdmender^a'men' 112011611gezogener, fast */» der Spreite erreichender Spitze. Ob im Gebiet? f.

Blockiäna (Borbäs). Laubblätter verhältnismässig gross, 8 bis 13 cm lang, zur Dreilappigkeit neigend. Nuraus der Kultur bekannt. f. exc^dens V. Engler. Laubblätter oft kleiner. Deckblätter die Blütenstände über«ragend. Bis jetzt nur aus dem mittleren Schweden angegeben. 3. var. Tiroliensis H. Braun. Laubblätterlang gestielt, am Rande meist etwas gelappt. Blütenstände die Laubblätter weit überragend, lang gestielt,locker, länger als ihr Flügel. Frucht verkehrt «eiförmig. Tirol.

Tilia cordata gehört dem europäischen Elemente an. Sie bewohnt mit Vorliebe gute, mineralreiche(Braunerde.)Böden mit leichter Aufschliessbarkeit, die im Sommer durch die Sonnenstrahlung gut austrocknenund wenig Rohhumus enthalten und ist deshalb gleich der Winter»Eiche durch die Kultur (Wein«, Obst« undWeizenbau, im mediterran»montanen Gebiete auch durch die vom Menschen begünstigte Edelkastanie [vgl.Bd. III, pag. 101]) aus weiten Teilen ihres ehemaligen Verbreitungsgebietes verdrängt worden. In ozeanischenLandstrichen unterliegt sie der daselbst lebensfähigeren Buche. Ihr Rückgang in den letzten Jahrhunderten ist abernicht nur auf die Verdichtung der Bevölkerung und den im Mittelalter einsetzenden Uebergang zu intensiveren

*) Man sammle ausser blühenden Zweigen auch Herbstzweige mit reifen Früchten.