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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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landwirtschaftlichen Betriebsformen zurückzuführen, sondern wurde nach Gams und Nordhagen (Post,glaziale Klimaänderungen und Krustenbewegungen in Mitteleuropa, 1923) durch eine zur Hallstattzeit einsetzendeKlimaverschlechterung bedingt, die der Buche zur Ausbreitung verhalf. Am reichlichsten tritt der Baum gegen,wärtig noch im östlichen Europa auf, wo er stellenweise, z. B. im mittleren Russland, in den baltischen Ländern(jetzt stark zurückgehend), in einigen Teilen Polens und in Ungarn ausgedehnte, fast reine Bestände bildet. Auchin Mitteleuropa sollen nach Drude namentlich auf Kalken und Basalten aus Mittelwäldern auch Jetzt noch reineLindenwälder hervorgehen. Der Vergangenheit gehört wohl die Feststellung von Franz Paula v. Schrank(Baierische Flora. Bd. II, 1789) an, dass im Demiinger Holze bei Ingolstadtein ganzer Waldort aus dieserHolzart" besteht. An Flussläufen dringt der Baum im Osten bis in das Steppengebiet vor. Gegen Zuwehungdurch Sand ist er sehr widerstandsfähig-, nach H. Preuss finden sich z. B. auf einer Düne bei Vogelsang in Ost«

preussen bis zu den Kronen verschüttete alte

Linden, die noch üppig grünen. In den Gebirgenund an der Nordgrenze des Verbreitungsgebietes,z. B. in Finnland, aber nach P. Friedrich z. B. auchin den Lübedcer Waldungen, verzweigt er sich meistvon Grund auf, bleibt strauchig und meist unfrucht.bar. Gut fruchtende, etwa 80 cm hohe Zwergsträuchertraf Beger an felsigen Orten im Fränkischen Jurabei Eichstätt an. Häufig bildet der Baum zu*sammen mit Quercus sessiliflora einen Mischwald(Quercus sessiliflora.Tilia cordata.Mischwald), demE. Schmid (Vegetationsstudien in den Urner Reuss«tälern. Ansbach, 1923) besondere Aufmerksamkeitgeschenkt hat. Diese Waldgesellschaft bildet für ziem,lieh warme und mässig feuchte Gebiete, wie sie inMitteleuropa z. B. die von den Gebirgen geschütztenTalmulden, im Mittelmeergebiet die montane Stufebietet, den klimatisch bedingten Gehölzabschluss. Siezeichnet sich über weite Gebiete hin durch grossefloristische Einheitlichkeit und bedeutenden Arten,reichtum aus, ist aber infolge der starken Wirtschaft,liehen Beanspruchung durch den Menschen rechtvielseitig umgestaltet worden. Als bezeichnende(Charakter.)Arten sind etwa hervorzuheben i Quercussessiliflora, Juglans regia, Castanea sativa, SorbusAria, Ulmus scabra, Prunus avium, Acer campestresubsp. hebecarpum, Corylus Avellana, Crataegusmonogyna, von Rosa-Arten z. B. R. dumetorum undR. Vogesiacum, ferner Lonicera Xylosteum, Evo.nymus latifolia, Coronilla Emerus, Viburnum Lan.tana, Melica uniflora, Festuca heterophylla, Polygonatum officinale, Asplenium Adiantum nigrum, Cephalan.thera grandiflora und C. rubra, Tamus communis, Anemone Hepatica, Arabis Turrita, Sedum Telephium subsp.maximum, Lathyrus niger, Astragalus glycyphyllos, Lithospermum purpureo.caeruleum und Chrysanthe,mum corymbosum. Sehr regelmässig (als Konstante) erscheinen Carpinus Betulus, Rhamnus cathartica, Ligustrumvulgare, Viburnum Lantana, Cornus sanguinea, Salix Caprea, Prunus spinosa, Pirus communis und P. Malus,Sorbus Aria, Fraxinus excelsior, Evonymus Europaea, Juniperus communis, Crataegus monogyna und C.Oxyacantha, Sambucus nigra, Berberis vulgaris, Clematis Vitalba, Hedera Helix, Melica nutans, Brachypodiumsilvaticum, Lathyrus vernus, Asperula odorata, Euphorbia dulcis, Vincetoxicum officinale, Buphthalmum salici«folium usw. Der weiten Verbreitung der Gesellschaft entsprechend lassen sich eine Anzahl geographischerRassen unterscheiden, die durch folgende floristische Färbungen ausgezeichnet sind: Die atlantische Rasse, dieim nördlichen Teile an die atlantischen Buchenwälder, im südlichen Teile im mediterranen Florenbezirk imHügellande an reine, in Süd-Frankreich von Quercus pubescens und Q. Ilex, auf der Iberischen Halbinsel vonQ. Suber, Q. Ilex und Q. Tozza gebildete Eichenwälder grenzt, in der subalpinen Stufe von Buchenwäldern(Sevennen) oder Tannenwäldern (Nord.Spanien), seltener Föhrenbeständen abgelöst wird, besitzt Ilex Aquifolium, Sarothamnus scoparius, Prunus Lusitanica, Carex depauperata usw. In der submediterran.montanenRasse erscheinen Quercus Cerris, Acer Opalus, Celtis australis, Castanea sativa, Ostrya carpinifolia, FraxinusOrnus, Cytisus Laburnum, Buxus sempervirens. Diese Arten begleiten den Wald bis etwa Mittel.Spanien,

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Fig. 1956. Winter-Linde (Tilia cordata Mill.).Phot. V. Zünd, München.