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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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2*. Laubblätter auf der Unterseite in den Nervenwinkeln bräunlich oder weisslich bebärtet, bleichoder bläulichgrün, auf der Oberseite kahl und grün. Samen schwach gerippt (1« bis 3^rippig).

T. cordata X T. platyphyllos (s. unter Bastarden pag. 452).

1888. Tilia cordata Mill. 1 ) (= T. ulmifölia Scop., = T. parvifölia Ehrh., = T. microphyllaVent., = T. silvestris Desf., = T. Europeea L. y ulmifölia L.). Winter»Linde, Stein»,Spät» oder Wald=Linde. Franz.: Tülau, tillet; engl.: Bast»small»leaved lime; ital.: Tiglio ma»remmano, tilio selvatico, tilio riccio (im Tessin tei). Taf. 181, Fig. 3; Fig. 1949 g bis o,

Fig. 1954 bis 1959 und 1966.

Bis über 25 m hoher Baum, selten bis nur 5 m hoher Strauch, mit kräftiger,mehrfach verzweigter Pfahlwurzel und weitgreifenden Seitenwurzeln. Stamm (bei Frei»stand) kurz und dick, mit vielen, tief unten entspringenden, kräftigen, eine flache,dichte Krone bildenden Aesten oder (im geschlossenen Bestände) astrein, mit hochangesetzten,starken, eine mehr kugelige Krone bildenden Aesten. Borke anfangs dünn, glatt und braun,später längsgefurcht und schwärzlich. Junge Triebe anfangs ganz fein behaart, olivgrün bisrötlich, mit zerstreuten Lentizellen. Knospen stumpflich zugespitzt, verhältnismässig klein,deutlich abstehend, olivgrün bis purpurn, von den Schuppen oft nur zwei sichtbar, die unterstebis über die Mitte der Knospe reichend, die zweite kapuzenförmig. Laubblätter mit 0,6 bis4 ,5 cm langen, kahlen Stielen, rundlich, asymmetrisch, am Grunde ± seicht herzförmig, vornin eine kurze, aufgesetzte Spitze ausgezogen, 1,8 bis 10,5 cm lang, am Rande scharf gesägt,oberseits dunkelgrün, auf den Nerven drüsenhaarig (Drüsenhaare mit 1 »zelligem Stiele undeiförmigem, durch wag» und senkrechte Scheidewände gefächertem Köpfchen), sonst kahl,unterseits bläulichgrün und mit undeutlich oder nicht hervortretenden, nicht durchwegs parallel ver»laufenden Nerven 3. Ordnung, in den Nervenwinkeln mit rostfarbenen Haarbüscheln (Deckhaarelang, oft bandförmig gedreht, einzeln oder in Gruppen zu 2 bis 4), auf den Nerven spärlichdrüsig. Blütenstände vorgestreckt, 3» bis 16=blütig, am Grunde mit einem kleinen, schuppen»förmigen, freien und einem grossen, lineablänglichen, zungenförmigen, stumpfen, ganz»randigen, häutigen, netzaderigen, bleich grünlichgelben Deckblatt, mit einer Gipfelblüte ab»schliessend und mit 3 linealen, tiefer stehenden Hochblättern: das unterste steril, die beidenoberen in ihren Achseln dichasial»wickelige Teilblütenstände tragend und mit deren Achseetwa bis zur Mitte verwachsen. Kelchblätter 5, eiförmig, spitz, etwa 3 mm lang, reichlich, besondersam Rande und gegen die Spitze zu, sammetig kurzhaarig, graugrün. Kronblätter 5, schmal»verkehrt»eilänglich, 3 bis 8 mm lang, gelblichweiss, kahl, ± aufgerichtet. Staubblätter bis 30, vielfachz. T. staminodial, in 5 Bündeln, frei, bis 9 mm lang, solang wie die Kronblätter (Fig. 1954 b).Fruchtknoten aus (3 bis 4) 5 Fruchtblättern gebildet, gefächert; Griffel nur am Grunde be»haart, mit 5=kerbiger Narbe, kürzer als die Staubblätter. Fruchtstand sehr lang das grosse Hoch»blatt tragend. Frucht 1 »sämig, fast kugelig, kurz und schief zugespitzt, 5 bis 8 mm lang, sehrwenig kantig, dünnschalig, zerbrechlich (Fig. 1949 g). Samen kleiner als die von T. platy»phyllos, kugelig»eiförmig, etwa 4,5 mm lang, etwas glänzend, fast glatt, stets ohne Längs»riefen, rotbraun. Keimblätter handförmig gelappt ; Lappen kurz, stumpf, die beiden unterstenhäufig geteilt. Ende VI bis Mitte VII.

Ziemlich verbreitet, aber meist zerstreut, selten in i reinen Beständen auf frischenbis ziemlich trockenen, tiefgründigen oder dünnkrumigen Böden über Fels und Grobschutt,besonders in Laubmischwäldern, aber auch in reinen Laub» oder in Laub» und Nadelmisch»Wäldern, seltener in Föhrenbeständen, in Laubgebüschen, vereinzelt auch an Ufern, auf Lese»Steinhaufen usw., häufig in Dörfern, an Landstrassen und in Parkanlagen gepflanzt. Von der

l ) Die Art heisst bei M a 11 h i o 1 i Tilia foemina.