bebärtet. Blüten ziemlich gross. Zweige, Knospen und Blütenstiele behaart. Hierher gehört die ostasiatischeT. Baronidna Diels, ferner 2 in den östlichen Gebieten von Nord»Amerika heimische Arten, die auch inEuropa angepflanzt werden: T. heterophylla Venten. (= T. eburea Ashe, = T. gigantöa Host, = T.macrophylla hört.). Bis 30 m hoher Baum mit stets kahlen Trieben. Laubblätter sehr gross, bis 20 cm langund 16 cm breit, rundlich-herzförmig bis meist länglich«eiförmig, fein und kurz, teilweise ± anliegend gesägt,oberseits verkahlend, unterseits silbergrau anliegend behaart -, Bärtchen in den Nervenwinkeln des Blattgrundesfehlend, aber in denen 2. und 3. Ordnung vorhanden. Blattstiele kahl. Blutenstand 6. bis 14-blüiig. Fruchtkugelig. Heimat: Nord.Amerika, Alleghany.Gebirge und dessen Vorland. In Europa seit 1811 eingeführt. —
T. Americäna L. (= T. gläbran Vent., = T. nigra Borckhausen, = T.
^ Canad6nsis Midix., = T. Mississip«
Zweigen. Laubblätter breit-eiförmig,- \ ziemlich scharf grannig gesägt, bei.
□ / / CT V \» derseits grünlich, mit Ausnahme der
\ bärtigen Nervenwinkel der Unter«
seite kahl oder fast kahl. Blüten,stand 5. bis mehrblütig, ± hängend.
Vy Frucht rundlich oder verkehrt.ei.
St fA Griffel bis zur Fruchtreife bleibend.
Aendert ab: var. cyclophylla
j Y /y-& V. Engler. Laubblätter gross,
ji \A/ ^ dunkelgrün, bisweilen sehr grob ge.
t||fWjkh f / /' / zähnt (f. megalodönta [V. Eng.
\ J\f ) 'er]). Heimat: Nordamerika, vom/? nördlichen Neubraunschweig und
^V^sy" • V' ( den Seen bis Ost.Texas. Die als
S£; •/.■Jf'jq \\ Hf I Zierbaum wertvolle Art wurde 1811
Ww&' i I" i ^ eingeführt und gedeiht am besten
^' - g " " VÄ " ' IJ Nfy- auf tiefgründigen, etwas feuchten
--J-jiS * >, U *" FT I Böden. Das Holz enthält fettes Oel
.5; * < \ Vt\T\ g|-.y (Basswoodöl, Lindenholzöl), das reich
an flüchtigen Fetten ist. Durch dieZersetzung derselben besitzt älteresHolz meist einen äusserst scharfen,unangenehmen, an ranzige Buttererinnernden Geruch. Der Bastfindet nach Wiesner ausgedehnte Verwendung zur Herstellung von Matten und groben Seilen. An T.Americana schliessen sich einige unsichere Formen an, wie T. velütina K. K. Mackenzie, T. vestita A.Br. und T. Mo 11kei Späth, welch letztere beide möglicherweise Gartenhybriden zwischen T. Americanaund T. tomentosa sind.
Die beiden heimischen Arten und ihr Bastard lassen sich durch folgenden Schlüssel unterscheiden:
1. Laubblätter dicklich, auf der Unterseite in den Nervenwinkeln rostig bebärtet, auf den Nervenschwach drüsenhaarig oder fast kahl, auf der Fläche kahl, blaugrün; Nerven 3. Ordnung nicht oder nur undeutlichhervortretend und nicht durchgehends parallel untereinander verlaufend. Blütenstände meist 5. bis 11-Wütig.Blüten mit bis 30 Staubblättern, davon oft eines oder mehrere staminodial. Frucht undeutlich kantig,dünnschalig, zerbrechlich. Samen glatt, stets ohne Längsriefen T. cordata nr. 1888.
1*. Laubblätter dünner, auf der Blattunterseite ± deutlich behaart. Samen stets etwas längsriefig . 2.
2. Laubblätter dünn, auf der Unterseite in den Nervenwinkeln weisslich bebärtet, auf der ganzen Flächemeist deutlich behaart, seltener nur auf den Nerven j Nerven 3. Ordnung deutlich und scharf hervor,tretend, unter sich ± deutlich parallel. Blütenstände 2« bis 5»blütig, hängend. Blüten mit 30 bis 40 Staub,blättern, nie mit Staminodien. Frucht dickwandig, holzig, deutlich kantig gerippt. Samen stets gerippt (3 Rippen).
T. platyphyllos nr. 1889.
Fig. 1953. Tilia Americana L. a Blühender Zweig, b Blüte, c Staubblatt, d Laub-blatt von der Oberseite, e Ausschnitt aus dem Laubblatt von der Unterseite. / Beran-dung des Laubblattes, g Fruchtstand.