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Staubblätter 30 bis 40; Staminodien fehlend. Fruchtschale holzig. Zu diesem schwierig zu lösenden Formenkreisgehören neben der europäisdi.kaukasischen T. platyphyllos Scop. (s. pag. 446) : T. r li b r a DC. (= T. CaucäsicaRupr., == T. Steveniäna Borbas). Kaukasische Linde. Baum mit kahlen (sehr selten behaarten?) Trieben.Knospen kahl, spitz.eiförmig, wie die jungen Zweige rötlich bis blutrot gefärbt. Aeltere Zweige i gelbbraunoder mehr grau. Laubblätter am Grunde gestutzt, schief.eiförmig, zugespitzt, dünn, oberseits kahl, sattgrün,glänzend, unterseits i glänzend hell.(bleidi.)grün, bis auf die weisslichen Bärte kahl oder (an Stockaustrieben)spärlich behaart, am Rande ziemlich gleichmässig und grob gezähnt, mit langen, deutlich abstehenden, leichtabbrechenden Grannenspitzen (1). Blütenstand meist 3. bis 7=blütig. Griffel kahl oder ± behaart. Fruchtkugelig.verkehrt-eiförmig, etwa 10 mm lang, kantig, häutig, filzig behaart. Heimat; Krim, Kaukasus, Trans-kaukasien, Armenien und Nord.Persien. Neben dem Typus (var. typica C. K. Schneider) mit i rundlich»eiförmigen Laubblättern, 3« bis 7»blütigem Blütenstande, gestieltem Flügelblatt und meist kahlem Griffel sei hervorge.hoben die var. dasystyla (Stev.) C. K. Schneider mit i schieflänglichen Laubblättern, bis 20.blütigem Blütenstandund behaartem Griffel. Tilia rubra, die vielleicht am richtigsten als Subspecies zu T. platyphyllos zu ziehen ist,scheint gegenwärtig kaum noch in Gärten gepflanzt zu werden, ist aber dadurch von Interesse, dass sie das eineEiter des häufig gezogenen Bastardes T. euchlöra Koch (= T. cordata X T. rubra var. dasystyla) geliefert hat(s. unter den Bastarden pag. 452). Eine nahe Verwandte von ihr ist T. C o r i n t hi a c a Bosc. non Koehler (= T. in.termedia Boissier, = T. vulgäris Halacy, = T. rubra var. praecox V. Engler), die sowohl T. platyphyllos alsauch T. cordata in Griechenland vertritt und wahrscheinlich ebenfalls nur den Wert einer Subspecies der ersterenArt verdient. — 2. Sektion :Astrophilyra. Laubblätter reichlicher behaart, meist unterseits sternhaarig bis Stern,haarig.filzig. Nerven 3. Ordnung stets ± parallel verlaufend. Krone nicht ausgebreitet. Staubblätter (45) 50 bis 80,mit getrennten Staubbeutelhälften. Staminodien immer vorhanden. Fruchtschale lederig oder holzig, c) Sub«Sektion Ebarbulätae. Laubblätter ohne Bärtchen zwischen den Nervenwinkeln, oberseits anfangs behaart,später verkahlend, unterseits mit Sternhaaren, weissfilzig. Hieher gehört die südosteuropäisch.kleinasiatische T.tomentösa Moench (= T. rotundifölia Venten.,= T. p&llida Salisb., =T. alba Ait., = T. argentea Desf., = T.heterophylla hört.). Ungarische Silberlinde. Fig. 1951 und 1952. Bis über 30 m hoher Baum von pyrami«dalem Wuchs, mit aufrecht gerichteten Aesten. Knospen und junge Zweige grün bis graufilzig behaart, später± rotbraun bis olivgrün. Laubblätter breit eiförmig bis kreisrundlich, meist ebenso lang wie breit, am Grundeungleich herzförmig, anfangs beiderseits sternhaarig.filzig (Fig. 1951 e bis g, 1950), später oberseits verkahlend unddunkelgrün, unterseits hell weisslich.filzig bleibend. Blütenstand (5.) 7« bis mehrblütig. Flügelblatt sitzend, vornmeist zungenförmig verbreitert (Fig. 1951 d und i). Frucht eiförmig oder länglich oder fast kugelig, spitz, mitetwas holziger, nicht oder i zartgerippter, graufilziger Fruchtwand. Heimisch von Syrien und Bithynien (undvielleicht dem westlichen Kaukasus) nord. und nordwestwärts bis Südwest.Russland, Rumänien, Siebenbürgen,Süd. und Ost.Ungarn (westwärts bis zum Plattensee), Serbien, Kroatien. Seit 1767 als Strassen, und Zierbaumviel gezogen. Folgende Formen sind im Gebiet zu beachten: 1. var. typica Bede (= T. tomentosa C. K.Schneider). Wuchs pyramidenförmig, Krone dicht, mit vollständig steif aufstrebenden Aesten. Laubblätterkurz gestielt, ± kreisrundlich, am Grunde herzförmig. Frucht eiförmig oder länglich, spitz, ± deutlich gerippt. Zudiesem Typus gehören: f. subvitifölia (Borbäs) V. Engler. Laubblätter fast gelappt; Zähne verschieden gross.— f. calv^scens (Schur) V. Engler (= T. tomentösa Moench var. vir£scens Bede, = T. can6scens hört.?). Laub,blätter verkahlend, unterseits schmutziggrün. — f. elatiflöra V. Engler. Blütenstand das Flügelblatt weitüberragend. — f. inaequdlis Simk. Laubblätter verschieden gross, am Grunde abgestutzt oder sehr ungleich,herzförmig, unterseits mit dichtem, grünlichweissem Filze. — f. intermedia V. Engler (= T. tomentosaMoench x T. petioläris [DC.] C. K. Schneider). In Bezug auf Umriss der Blattspreite und Aussehen die Mittezwischen var. typica und der nachfolgenden var. petioldris haltend. Krone lockerer als beim Typus.Zweige leicht überhängend. Häufig gezogen. — 2. Kritisch ist var. petioläris (DC.) Borbds (= T. petiolarisC. K. Schneider, = T. subferruginea [T. älba X T. tomentosa] Borbäs, = T. orbiculäris [T. alba x T. rubra var.euchlora] C. K. Schneider, = T. alba var. pendula hört., = T. tomentosa var. pendula hört., = T. Americanavar. pendula hört.). Fig. 1952. Aeste an der Spitze i übergeneigt. Laubblätter meist länger als breit, amGrunde ± gestutzt bis etwas herzförmig, sehr lang gestielt. Findet sich vielfach angepflanzt. Als abweichendeFormen gehören hiezu: f. heterodönta V. Engler (= T. orbiculäris hört.). Laubblätter fast gelappt mitsehr verschieden grossen Zähnen. — f. heterochröma V. Engler (= T. tomentosa pendula variegata hört.).Laubblätter buntfarbig. — f. paradöxa V. Engler. Laubblätter ziemlich kurz gestielt, am Grunde ungleichgestutzt oder kegelförmig, mittelgross, schmal, grauweiss. — f. sphaerobaläna (Borbäs) V. Engler. Früchtemeist unfruchtbar, niedergedrückt kugelig, ± gefurcht. Wohl nur durch klimatische oder andere äussere Ur-sachen bedingte Ausbildung. Vgl. unter T. platyphyllos. — In ihrer Heimat bewohnt die echt pontischeSilberlinde, ähnlich wie im Gebiet Tilia cordata und T. platyphyllos die Laubmischwälder vom Charakter desTilieto.Quercetums (vgl. pag. 440), in welche aber daselbst mehr östliche und submediterrane Arten eintreten, imBanat und im südwestlichen Siebenbürgen z.B. Quercus pubescens,Q. Cerris, Q. conferta, AcerTataricum (pag. 272)