der so entwickelten Blüten kann zwischen 3 und 36 schwanken. Der ganze Blütenstand hängt gewöhnlich überoder steht ± wagrecht ab (Ts chi r ch). Die Fortpflanzungsfähigkeit der Linden setzt zwischen dem 10. und 30. Jahreein, an Stocklohden früher als an den aus Samen erzogenen Bäumen. Die entomophilen Blüten sind proterandrischoder homogam und werden meist durch Apiden, Musciden und Syrphiden besucht, welche Fremdbestäubungbewirken. Selbstbestäubung wird durch die nach aussen gespreizten und sich nach aussen öffnenden Staub,beutet verhindert. Der Anlockung dient der meist kräftige, weitreichende Duft, der sich namentlich gegenAbend sehr bemerkbar macht, und der am Grunde der Kelchblätter in 2, von Haarbüscheln verdecktennebeneinander liegenden Grübchen reichlich abgeschiedene Nektar. — Die Endknospe der Zweige geht regel.massig zugrunde und wird beim Austrieb durch die oberste Seitenknospe ersetzt. — In ihrer Epharmose zeigendie Linden das bei den Stauden übliche, bei den mitteleuropäischen Holzgewächsen nur selten (öfters jedochbei eingeführten Bäumen und Sträuchern [Aesculus, Syringa]) zu beobachtende Verhalten, dass Ausbildungder Assimilations.Organe (Belaubung), dann Blüte, dann Frucht aufeinander folgen (Scharfetter, Klima,rhythmik, Vegetationsrhythmik und Formationsrhythmik. Oesterreichische Botanische Zeitschrift, 1922). DieWurzeln stehen mit einer Mykorrhiza in Ver. -bindung. Die Linden werden sehr leicht und \/i
bisweilen massenhaft von Misteln befallen, " n '%
sodass sie dann bisweilen im Winter für j JjjgP
Eichen gehalten werden. Dieser Schmarotzer ^ W J
wurde nach K. v. T u b e u f (Monographie der ä W /rff)
Mistel, 1923) auf Tilia pl a t y p h y 11 o s, T. W i
cordata, T. Americana, T. Man. &JT 7 ; Jirlsf/
dschurica und T. tomentosa und deren % / I /V
var. petiolaris festgestellt. jj
Die häufiger kultivierten Arten —nach a V S<jr /"'~f~ Jd i/ '
Theophrast soll die Kultur der Linden ^ j
bereits in babylonischen Gärten versucht, J7 & ; / y Jf ^
aber der Misserfolge wegen wieder aufge. \ r-W , (§/ f!>.
geben worden sein — verteilen sich folgender. | *"0 WShüB
massen auf die Sektionen und Untersektionen, £$ )|2HF
1. Sektion Anästraea. Staubblätter 15 bis 1 fr
höchstens 50. Laubblätter 1 ) auf der Unterseite |
mit Ausnahme der behaarten Nervenwinkel ^ ff > '»
kahl oder mit einfachen (selten sternförmigen) jl iuf{ j ^
Haaren. Zerfällt weiter ins a) Subsektion /N
Reticuläres ^mit ^unterseits ^kahlen^ otter ^ ^
30; Staminodien meist'vorhanden, selten feh. ®
lend. Fruchtschief; Fruchtschale dünn, zer. ß f
brechlich. Hiezu gehören nur altweltlicheArten■. die europäische T. cordata Miller(s. pag. 437) und die mit dieser nahe verwandtesibirische T. Sibirica Bayer em. C. K.
Schneider, ferner 6 ostasiatische Arten, vondenen hie und da in Kultur ist: T. Mongölica Maxim. Auffallender, 3 bis 6 m hoher Strauch oderBaum mit kleinen, derben, kurzgestielten, kreisrundlichen, vorn plötzlich zugespitzten, grob gezähnten bis fastgelappten, oberseits kahlen, dunkelgrünen, unterseits nur in den unteren Nervenwinkeln bärtigen, sonst fastkahlen, bläulichgrünen Laubblättern. Blütenstände hängend, 7. bis 12»blütig. Frucht bis 8 mm lang, sehr feinbehaart, kaum gerippt. Heimat s Oestliche Mongolei und Tschili. 1906 eingeführt, aber meist nur in BotanischenGärten gepflanzt. — b) Subsektion TrabecuUres. Laubblätter in den Nervenwinkeln der Unterseite be»bärtet, auf den Nerven behaart. Nerven 3. Ordnung parallel verlaufend, hervortretend. Krone ausgebreitet.
Fig. 1951. Tilia tomentosa Moench. a Zweig im Winterstadium, b Winter-knospe. c Blüte, d Blutenstand, e Laubblatt von der Oberseite. / Aus-schnitt aus dem Laubblatt von der Unterseite, g Sternhaare auf dem Laubblatt.h Rand des Laubblattes, i Fruchtstand.
') Zur Beurteilung sind ausgewachsene Hochsommer, und Herbstblätter der Baumkrone unerlässlich,die der Stockausschläge sind nicht geeignet.