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mit den Sapindales und Parietales besteht hauptsächlich im Baue des Androeceums (Spaltung des inneren Staub«blattkreises). Die Reihe lässt sich wie folgt gliedern:
1. Unterreihe. Elaeocarpineae: Kelchblätter i frei. Antheren dithezisch, mit Poren aufspringend.Schleimzellen fehlen. Hieher die kleine, etwa 120 Arten umfassende, auf die Tropen und Subtropen beschränkteFamilie der Elaeocarpaceae. Diese sind ausschliesslich Holzpflanzen mit ungeteilten Laubblättern, die in derRegel entweder auf die Neue oder auf die Alte Welt beschränkt sind. Die knochenharten Samen des alt.weltlichen Elaeocärpus (= Ganitrus) oblöngus Gaertn. und anderer Arten benützt man zu Schnitz«arbeiten oder verwendet sie zu Rosenkränzen, Halsketten u. dergl. In Europa finden sich aus dieser Familiebisweilen in Kultur : in Kalthäusern Elaeocär pus cyänea Sims, aus Neu«Süd»Wales, ein immergrüner Baummit elliptischen, spitzen, lorbeerartigen, gezähnten Laubblättern, weissen Blüten in achselständigen, hängendenTrauben und blauen Steinfrüchten. — Im Freiland, aber nur in sehr geschützten Lagen und während des Wintersunter Schutzdecke, wird der seit 1773 in die Gärten eingeführte Chilenische Jasmin, Aristotdlia MäquiL'H^rit., gezogen, ein kleiner, 3 bis 4 m hoher, immergrüner Strauch mit fast gegenständigen, eilänglichen,spitzen, gezähnelten, dünnlederigen, glänzend.grünen Laubblättern, kleinen, abfallenden Nebenblättern undkleinen, weissen, zu 3 bis 5, in cymös-traubigen Blütenständen stehenden Blüten. Frucht eine 2- bis 4.fächerige,essbare Beere. In Chile dienen diese zum Färben von Rotwein (pag. 401) und sollen zu diesem Zweckeauch nach Europa ausgeführt werden.
2. Unterreihe. Chlaenineae. Kelchblätter frei, dachig. Staubblätter von einem Becher eingeschlossensAntheren dithezisch, mit Spalten aufspringend. Blüten oft einzeln oder zu zweien von einer Hülle (involücrum)eingeschlossen. Hieher gehört einzig die kleine (7 Gattungen und 11 Arten) auf Madagaskar beschränkteFamilie der Chlaenäceae (= Schizochlaenaceae), die öfters auch zu den Theaceen gestellt wird.
3. Unterreihe. Malvineae. Kelchblätter dachig, meist klappig. Schleimzellen vorhanden. Ausserder kleinen Familie der Gonystiläceae (mit der einzigen Gattung Gonystilus im Indo-malayischenGebiet) gehören hieher die wichtigen Familien der T i 1 i ä c e a e (pag. 426), Malväceae (pag. 453), Bombäceae(pag. 489) und Sterculiäceae (pag. 489).
4. Unterreihe. Scytopetalineae. Kelchblätter zu einem schüsseiförmigen Kelch verwachsen. Hiehereinzig die kleine (4 Gattungen und 20 Arten), auf das westafrikanische Waldgebiet beschränkte Familie derScytopetaläceae.
81. Farn. Tiliäceae. Lindengewächse.
Bäume und Sträudier, seltener Kräuter oder Halbsträucher mit meist wechselständigen,± zweizeiligen, ungeteilten oder gelappten, gezähnelten und mit einfachen oder Sternhaarenversehenen Laubblättern und meist hinfälligen Nebenblättern. Schleimschläuche in Rinde undMark gewöhnlich vorhanden. Blüten in rispigen Blütenständen, strahlig (Fig. 1949 o), meist zwitterigund 5», seltener 4=gliederig, zuweilen durch Verkümmerung eingeschlechtig, mitunter mit Aussen»kelch. Kelchblätter frei oder bis über die Mitte verwachsen, in der Knospenlage klappig.Kronblätter selten fehlend, meist ansehnlich und farbig, am Grunde oft mit einem Drüsen»fleck, ganzrandig, selten vorn gezähnelt, mit verschiedener Knospendeckung. Staubblätter 10oder zahlreich, hin und wieder mit dem Fruchtknoten zusammen etwas gestielt (Androgynophor),frei oder in 5 oder 10 Bündeln vereinigt, ein Teil mitunter staminodial; Staubbeutel 2, durchLängsrisse oder endständige Poren sidi öffnend. Fruditknoten oberständig, 2= bis vielfächerig,mit 1 bis vielen Samenanlagen in jedem Fach. Plazenta meist zentral winkelständig. Samen»anlagen meist aufsteigend, seltener hängend. Griffel einfach, mit kopfiger Narbe oder in soviel Strahlen auslaufend als Fruchtblätter vorhanden. Frucht eine 2= bis vielfächerige, seltenerdurch Verkümmerung 1 »fächerige Kapsel oder Schliessfrucht, aufspringend, geschlossen bleibendoder in Teilfrüchte zerfallend. Samen in jedem Fach 1 bis viele, mit meist fleischigem Nähr»gewebe und geradem Keimling. Keimling mit meist laubblattartigen, selten fleischigen Keimblättern.
Die etwa 40 Gattungen mit rund 370 Arten umfassende Familie gehört grösstenteils den Tropen an,wo sie drei grössere Verbreitungsgebiete besitzt* ein afrikanisches mit zahlreichen, meist monotypischenGattungen, ein südasiatisch.malayisches, in dem besonders die Gattung Gr^wia L. reich vertreten ist, undein brasilianisches, für das die meisten Arten der Gattungen Lühea Willd. und Möllia Mart. kennzeichnendsind. Von diesen Zentren aus strahlt die Familie in alle 5 Erdteile aus. Die Gattungen Sparmännia L. f.und Grewia treten in Südafrika in die gemässigte Zone ein, letztere auch auf Japan. Die Gattungen TiliaL. und Corchoröpsis Sieb, et Zucc. sind auf die nördliche, Entelea R. Br. auf die südliche Halbkugel