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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
Seite
327
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undeutlich kerbzähnig, oberseits sattgrün, glänzend, unterseits bleidier. Nebenblätter in kurze,+ rotbraune Dornen umgewandelt (Stipulardornen), der eine davon länger, gerade und schrägaufrecht abstehend, der andere kurz und zurückgebogen (Fig. 1886 f). Blüten zwitterig, mitje 5 Kelch», Krön» und Staubblättern und 2® bis 3=fächerigem Fruchtknoten, klein, grünlichgelb,in achselständigen, wenigblütigen Trugdolden (Fig. 1886 b). Kelch radförmig; Kelchzipfellanzettlich, so lang wie der Becher. Kronblätter eingerollt. Fruchtknoten seitlich fast ganzmit dem Achsenbecher verwachsen; Griffel 2= oder 3»spaltig. Frucht halbkugelig, 2 bis 3 cmbreit, gelbbraun, mit lederigem Exokarp und holzigem Kern, am Grunde vom Achsenbecher

Fig. 1886. Paliurus Spina Christi Miller. a Ast mit blühenden Zweigen. a\ Desgl. bei beginnender Fruchtbildung.Blütenstand, c Blüte, d Kronblatt, e Frucht. / Zweigstück mit Stipulardornen.

umgeben, ringsum geflügelt; Flügel gross, kreisförmig, gewellt, oft braunrot, aus dem Griffel*rand hervorgehend (Fig. 1886 e). V bis VIII.

Herdenweise oder vereinzelt an dürren, steinigen Orten auf Kalk und Urgestein inLaubwäldern, Gebüschen, Hecken, Buschweiden von der Ebene bis in die obere montane Stufe,im Gebiet (gepflanzt) bis 500 m (Südtirol), im nördlichen Illyrien selten über 400 m, in Mon=tenegro bis 1000 m, am Pindus bis 1500 m, im Kaukasus bis 1200 m.

Nur im südlichsten Gebietsanteil und dort wahrscheinlich nur eingeführt und stellenweise eingebürgert.In Deutschland vollständig fehlend. In Oesterreich in Krain und Südtirol. Die Vorkommen beiRiva und Arco in der Olivenstufe gelten als natürlich; doch wird der Strauch dort, wie auch in der Umgebungvon Bozen und im Trentino zu lebenden Hecken gepflanzt. In der Schweiz gepflanzt im südlichen Tessin(mehrfach bei Lugano, Bironico) j bei Böle im Kanton Neuenburg seit 1872 an der Eisenbahnlinie eingebürgert. Ausserdem bisweilen auch in Parkanlagen gepflanzt, so in Wiesbaden.

Allgemeine Verbreitung: Südtirol, Krain, Istrien, sowie ganz Süd=Europa;West*Asien bis Transkaukasien und Persien. In China durch die var. Orientälis(Franch.) ersetzt

Die Hauptverbreitung von Paliurus Spina Christi liegt im östlichen Mittelmeergebiete: Kleinasien,Kaukasus und Balkan. Nach Beck und Morton darf er dem rein mediterranen Gebiete, wo er gegenwärtigals Heckenbildner, seltener vereinzelt auf Felsen oder steinigen Lehnen aufzutreten pflegt, nicht als ursprünglichzugerechnet werden. In seinen natürlichen Verbreitungsgrenzen bevorzugt er das Uebergangsgebiet von denimmergrünen zu den sommergrünen Gebüschen und tritt häufig besonders im Balkan in ausgedehnten,reinen, von Adamovic alsPaliurus»Typus der Sibljak«Formation" bezeichneten Beständen auf. Seine