lianischen Z. Joazei'ro Mart. spielen zur Zeit grosser Dürre als Viehfutter eine grosse Rolle. — EineParalleldroge zu Z. Jujuba liefert audi Z. Oenöptia (L.) DC. aus dem indomalayischen Gebiet, Nord»australien und Queensland. — Die beiden westindischen Gattungen Reynösia Griseb. und Sarcömphaluszeichnen sich durch harte, zu Bauzwecken geeignete Hölzer aus. — Karwinskia Humboldtidna (H. B. etKth.) Zucc., ein kleiner Baum mit drüsenfleckigen Zweigen, Laubblättern und Blüten enthält in ihren länglichenSamen einen lähmenden Stoff, der in Mexiko gegen Krämpfe Anwendung findet. — Aus der etwa 10 Artenumfassenden, hauptsächlich ost« und südostasiatischen Gattung Berch^mia Neck, mit meist kahlen, einfachen,ganz« oder fast ganzrandigen Laubblättern mit zahlreichen und stark hervortretenden Nervenpaaren, unschein«baren, grünlichen, in kleinen Rispen stehenden Blüten mit ziemlich flachem Achsenbecher und zweigeteiltemGriffel finden sich in unseren Anlagen bisweilen folgende zwei hochwindende, sommergrüne Sträucher ange.
pflanzt! B. racemösa Sieb, et Zucc. Dickstämmiger Kletter«Strauch. Blattknospen sehr fein« und langspitzig. Laubblätter2 bis 7 cm lang und 1,5 bis 4,5 cm breit, herz-eiförmig, amGrunde abgerundet oder seicht herzförmig, unterseits kaumpapillös und kaum behaart. Blütenstände zu grossen, bis 15 cmlangen Endrispen vereinigt. Frucht "erst rot, dann schwarz.— VI, VII. In Japan heimisch. Im Gebiete ziemlich winterhartund auch im Norden in geschützten Lagen verwendbar; erst 1888eingeführt. — B. scändens Koch (= Rhämnus scandensHill., = R. volübilis L. f.). Schwachstämmiger, hochwindenderKletterstrauch mit rotbraunen Zweigen. Laubblattknospenstumpfer als bei der vorigen Art. Laubblätter länglich-eiförmig,an beiden Enden i gleich, am Rande meist gewellt, amGrund meist stumpfkeilig oder leicht abgerundet, oberseitssattgrün, unterseits graugrün, mit meist 9 bis 12 Nervenpaaren.Frucht db schwarzblau. — V, VI. In feuchten Wäldern imSüdosten von Nordamerika heimisch. Im Gebiete nur fürgeschützte, sonnige Lagen geeignet und leicht erfrierend, aberseit langem in Kultur. — Durch die ungeflügelten Früchteschliesst sich die Tribus der Rh am n 6a e an die der Colle«ti6ae an, unterscheidet sich aber von ihr vor allem durchden völligen Mangel an serialen Beisprossen. Zu ihren wichtigerenGattungen gehören: Rhamnus (pag. 329) und Frangula(pag. 343), ferner die Gattung Sager£tia Brongn. Gehölze mitgegenständigen oder annähernd gegenständigen, derben, fieder«nervigen, ganzrandigen oder gesägten Laubblättern und sitzenden,in Knäueln stehenden und zu endständigen und seitlichen,ährenartigen, oft rispig zusammengesetzten Blütenständenvereinigten Blüten. Einige ihrer asiatischen Arten, wie SageretiaBr a n dr e t hiän a Aitch., S. o p p o Sit i f ö 1 ia Brongn. und S.th^ezans (L.) Brongn. liefern essbare Früchte. Die Laub«blätter der letztgenannten Art dienen in China der ärmerenBevölkerung auch als Tee-Ersatz. — II o v 6 n i a dülcis Thunb. (Fig. 1885 a bis g), ein in Japan, Nord« und Mittel.China heimischer, durch die Kultur in Ostasien weit verbreiteter Strauch oder Baum, zeichnet sich durch eigentümlichverdidcte Blütenstandsachsen, an denen an dünnen Fruchtstielen (Fig. 1885 b) die schmutzigweissen, am Grundevom Achsenbecher umgebenen, schwach 3«lappigen Früchte sitzen, aus. Die Art wird seit 1812 in Botanischen Gärtengezogen. Nahe verwandt mit ihr ist H. ac6rba Ldl., deren Laubblattstiele nur '/• bis */b (bei H. dulcis mindestensl /s) mal so lang wie die Spreite sind. Diese Art, deren Heimat namentlich im Himalaya liegt, wird wahr«scheinlich nur in England in Gärten gezogen. Das Holz der Hovenia»Arten wird für die Herstellung von Möbeln undMusikinstrumenten hoch bewertet, dasjenige von H. dulcis im besonderen kommt als „Japanisches Mahagoni" inden Handel. — Die Gattung Ceanöthus L. mit etwa 50, namentlich im Süden und Westen der VereinigtenStaaten von Nordamerika heimischen Arten ist an den aus sitzenden Dolden zusammengesetzten, traubenähn«liehen oder rispigen, weiss« oder blaugefärbten (wobei meist auch Kelch und Teile des Achsenbechers gefärbtsind) Blüten und den längs der Innenkante aufspringenden und während der Samenausstreuung weit klaffendenFrüchten kenntlich. Wirtschaftlichen Wert besitzen namentlich C. Americänus L. (Fig. 1885h bis k), dessenLaubblätter als „Neu«Yersey«Tee" einen Ersatz für Tee bilden und medizinisch verwandt werden. Inseiner Rinde ist neben Gerbstoff das noch wenig bekannte Alkaloid Ceanothin festgestellt worden. Die
Fig. 1885. Hovenia dulcis Thunb. a Blütenzweig.b Fruchtzweig, c Blüte, d Frucht, quer angeschnitten,e und / Samenansichten. g Samen nach Entfernungeines Keimblattes. — Ceanöthus Americanus L.h Blühender Zweig, i Blüte in der Aufsicht, k Blütenach teilweiser Entfernung von Blütenteilen ( c bis g nachC. K. Schneider).