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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
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322
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Gruppe nur Ventilägo maderaspatdna Gaertn. zu, einem derbblätterigen Kletterstraudi mit Kletter»'haken und rispigen Blütenständen, der in Birma, Südindien und auf Ceylon heimisch ist und den Indern durchdas harzige Ventilagin (CisHuOe) der Wurzelrinde ein Färbemittel liefert. Nach H. Rupe wird Baumwollenadi Tonerdebeizung damit purpurrot, nach Eisenbeizung grau bis schwarz, nach Tonerde-Eisenbeizung braun»purpurn, nach geölter Chrombeizung schön bordeauxrot gefärbt. Auf Wolle und Seide werden dieselben Färb»töne erzielt, dazu auf Zinnbeize ein Türkischrot. Die Ventüago=Färbungen sind wenig lichtecht, lassen sichaber schwer auswaschen. Aus dem Rindenbast werden feste Netze hergestellt. Schon äusserlich durch ihrxeromorphes Aussehen auffällig und durch die ungeflügelten Steinfrüchte und die in den Achseln der hinfälligen

Laubblätter zu mehreren übereinanderstehenden Sprosse (seriale Beisprosse),die niemals irgendwelche Rankenbildungen zeigen, kenntlich, ist die Tribus derColleti^ae. Von ihnen liefert die ginsterartige brasilianische Discdriafebrifüga Mart. ein unter dem NamenBrasilianische China" bekanntes,ausgezeichnetes Fiebermittel, zu welchem namentlich die bittere Rinde derWurzel verwendet wird, die auch einen roten Farbstoff enthält. Die austra»lische D. Austrälis Hook, und die Neuseeländische D. Toumäton Raoulwerden bisweilen in Botanischen Gärten gezogen. Ebenso sind Colletia»Arten ihrer eigenartigen, stark seitlich abgeplatteten, breiten Zweigdornen wegenvielfach als typische Vertreter von Flachsprossgewächsen in Kalthäusern, imSüden des Gebietes, z. B. in Südtirol, auch im Freien in Gartenanlagen zufinden. Sehr auffällig ist eine unter dem Namen C. c r u c i d t a Gill, et Hook.(Fig. 1883b) gezogene Form, die sich durch hypotrophische, senkrechte, bandartigverbreiterte Zweige auszeichnet und vielfach als eigene Art angesehen wird. Dochmachen F e n z i und Masters darauf aufmerksam, dass sich gelegentlichRückschlagsbildungen finden, indem einzelne Achsensprosse schlank und zylindrischerscheinen und sich dann durch nichts mehr von der bisweilen ebenfallskultivierten C. spinösa Lam. unterscheiden, mit welcher Art C. cruciataauch das geographische Verbreitungsgebiet im andinen Südamerika biszum südlichen Uruguay teilt. Die Blüten sind maiglöckchenartig, weiss gefärbtund zeigen einen grünlichen Strich. Das Holz besitzt abführende Wirkunges soll einen Bitterstoff Colletin enthalten und wird als alkoholischer Aus»zug in Brasilien gegen Wechselfieber verwendet. Aehnliche Eigenschaftenkommt auch anderen Arten der Gattung zu. Von C. spinosa unterscheidetsich C. ulclnia Gill, et Hook, durch dichtere und zahlreichere Bedornungund oft starke Behaarung. C. f 6 r o x Gill, et Hook, mit fast stielrunden,scharfstechenden, aufwärts gekrümmten Zweigen wird nach Entleutner in Südtirol in Anlagen gepflanzt.Die paläotropische Tribus der Gouanieae besteht aus wenigen Gattungen, deren Arten zumeist Lianen mitrankenden Blütenstandsachsen und deren vom Kelchsaum gekrönte Früchte oft mit 3 seitlichen Kanten oder Flügelnausgestattet sind. Auf Jamaika werden die Saponin enthaltenden, angenehm bitter schmeckenden Stiele und Zweigeder Gouänia Doming^nsis als Gärungsmittel für ein bierartiges Getränk, sowie zur Zahn» und Mundpflege ver»wendet. Im letzteren Falle dienen die Zweige entweder zur Herstellung von Zahnstochern, oder sie werden ihres auf»fasernden Holzes wegen als Zahnbürsten oder gepulvert als Zahnpulver benutzt. In Mexiko gebraucht man den Saftder Gouänia tomentösa Jacq. als Enthaarungsmittel. Zu dieser Tribus gehört auch die oben erwähnte, ausKräutern zusammengesetzte Gattung Crumendria Mart. Durch eine steinfruchtartige Frucht oder eineechte Steinfrucht mit 1 harten Kern mit 1 bis 4 Fächern und haut» oder papierartiger Samenschale ist die umfangreicheund weitverbreitete Tribus der Zizyph^ae ausgezeichnet. Zwei ihrer Gattungen (Paliurus [s. u.] und Zizyphus)sind dadurch kenntlich, dass die Nebenblätter zumeist in Dornen umgewandelt sind (Stipulardornen), dass aber dieZweige selbst nie in einen Dorn enden. Die Gattung Zizyphus umfasst etwa 40 über alle 5 Erdteile zerstreute Arten,die sich vor allem durch die flügellose Frucht von der Gattung Paliurus unterscheiden. Ihre wichtigsten Arten sind .Zizyphus Jüiuba Miller non Lam. (= Rhämnus Zizyphus L., = Zizyphus sativa Gaertner, = Z. vulgdrisLam.). Judendorn, Zizerleinsbaum. Franz.! Jujubier, gingeolier; engl.! Jujuba»tree; ital.i Zozzilo, giuggiolo(im Tessini zenzoin, zizzola). Fig. 1884. Sparrig hin. und hergebogener Strauch oder kleiner, bis 8 m hoher,weidenartiger Baum mit kahlen Zweigen. Blattknospen rotbraun, mit 2 oder mehreren undeutlichen, be.wimperten Knospenschuppen. Junge Zweige rundlich, olivgrün oder bräunlich, mit feinen, zahlreichenLenticellen (später erst 2=jährig), grau und mit kleinen Höckern. Laubblätter wechselständig, länglich»eiförmig,± unsymmetrisch, 2 bis 5,5 cm lang und 1,5 bis 2,8 cm breit, vorn stumpf, mit aufgesetztem Stachelspitzdien,am Rande stumpf gesägt, gegen den Grund verschmälert, mit 2 bis 6 mm langem Stiele, 3»nervig, kahl. Neben«blätter in 2 Dornen umgewandelt, 1 bisweilen fehlend. Blüten (Fig. 1884 b) zu 3 bis 5 in blattachselständigen,

Fig. 1883 b. Colletia cruciataGill, et Hook. Blühender Spross mitZweigdornen.