Bahngeleisen und auf Flusskies; bisweilen auch massenhaft in schattigen Nadel* und Laubwäldern,feuchten Waldmulden und Gebüschen. Von der Ebene bis in das Bergland, bis etwa 760 meingebürgert, vorübergehend verschleppt bis 1860 m.
In Deutschland in Bayern bei Lindau, Tölz, Deuringen bei Augsburg, München (seit 1892), Ismaning,Passau (seit 1892 oder 1893), Rentweinsdorf, Fürth, Erlangen (in und um den Botanischen Garten, im Schlosjgarten),Würzburg (1909, sich neuerdings stark ausbreitend), Rehberg bei Kulmbach, Münnerstadt (im Hof des Augustiner»klosters), in der Pfalz bei Maximiliansau, Langenkandel (1906), Blieskastel, Kastel, Würzbacher Wald, Tschifflik,Auerbach, Zweibrückner Kirchhof, um St. Ingbert ; in Württemberg in Stuttgart (seit 1873), Hohenheim, Gmünd, Ulm,Lampheim, Wiblingen, häufig um Wolfegg, bei Waldmannshausen, Creglingen, Bonfeld, Tübingen, Waldbad, SchlossZeil; in Baden bei Thiengen, Karlsruhe, Mühlburg, Daxlanden, Mannheim, Heidelberg, Kehl ; im Elsass z. B. bei Strass-bürg (1872), Kirchhof St. Urban usw., in Lothringen z. B. bei Metz ; im Rheinland bei Worms (1906), Poppelsdorf,Braubach, Bonn, Krefeld, Bingerbrück und Soden, bei Wetzlar; in Westfalen an der Ullme bei Hagen; in der Nord.
westdeutschen Tiefebene hie und da, z. B. in Bremen (seitlangem, 1899 massenhaft), bei Oldenburg, um Hamburg ausdem Botanischen Garten eingebürgert, bei Kleinflottbeck, inund bei Kiel, am Westensee (1912), im Brucher Holz, Emken»dorf (1921). Im Nordostdeutschen Flachland in und umSchwerin, bei Greifswald, Demmin, Glötzin, vielfach in derMark Brandenburg, z. T. aus dem Botanischen Garten zuBerlin ausgewandert, z. T. vielleicht aus alten Ansaatenstammend, so z. B. bei Potsdam, Parez, Berlin, Schöneberg,Weissensee, Frankfurt a. O., Eberswalde, bei Wittenberg, Mag»deburg, im Deister über Springe a. d. Sambke, am Krehla(Hildesheim), bei Göttingen, Braunschweig, Eisleben; in Thürin»gen bei Mühlhausen, Jena, Weimar, Tiefurt; in Sachsen imElbsandsteingebirge und im Dresdener Elbkessel bis unter»halb Meissen sehr verbreitet (vermutlich 1837 im GrossenGarten zu Dresden ausgesäet), bei Wohla unweit Löbau,Tharandt, Plauen, um Leipzig; in Schlesien meist verbreitet,namentlich um Breslau; in Westpreussen in und um Danzig(seit 1869), Westerplatte (1879), Neufahrwasser (1892), Oliva,Marienwerder, Marienau (1850); in Ostpreussen in Königs»berg (ursprünglich im Botanischen Garten verwildert undjetzt an verschiedenen Stellen). — In Oesterreich inund bei Salzburg seit 1870, z. B. Riedenburg (1892/93),Grossgmain bei Reichenhall; in Oberösterreich bei Linz(seit langem); in Niederösterreich in und bei Wien, beiKalkburg und massenhaft in den Donauauen der Stockerau;in Böhmen auf mehreren Moldauinseln bei Prag (vermut»lieh durch Hochwasser aus dem Botanischen Garten ent»führt), Aussig (1886), Herrnskretschen, bei Zalov, Weg»städtel und Zaluz a. d. Elbe, Weltrus; fehlt z. Z. noch inMähren; in Steiermark in und um Graz bis etwa 600 m(seit 1863), in fast ganz Mittelsteiermark, z. B. bei Voigtsberg, Köflach, Wildon (1900), ferner bei Pettau, Rohitsch,Bad Neuhaus, in Obersteiermark bei Aussee bis 650 m, bei Leoben (600 bis 660 m); in Kärnten bei Klagenfurt.— In der Schweiz in und um Basel (z. B. bei Birsfeldhof [seit 1902] und am Aeschengraben), im MöhlinerForst, von Ölten bis Koblenz, Zofingen, vielfach in Solothurn (seit 1854), Brühl (1916), Rüttenen, Widlisbach(1918), Attlsholz (1918), Winznau (1918), Kirchhof Oberdorf (1906/10), St. Nikiaus (1907), Aeschi (1906), Bern(vor 1900), Biel, Weissenburg, Genf (seit 1837), Rolle, Devens bei Vaumarcus im Jura (von de Büren eingeführt), vonSt. Aubin bis Concise, Travers (760 m), Fleurier, in und um Zürich mehrfach (seit 1862), längs des Zürdiersees, z. B.Zollikon,Herrliberg (1898), Erlenbach (1906), Schirmensee (1903), Rosenberg, und Eschenberg.Winterthur( 1885), Baden(vor 1875), Glarus, im Kanton Graubünden in Sils im Domleschg und im Oberengadin in Sils.Maria bei 1860 m (1890).
AllgemeineVerbreitung: Ost=Sibirien und Mongolei, T urkestan, Dsungarei; einge»schleppt in Nordfrankreich, Belgien, Holland, England, Dänemark, Schweden, in den russischenOstsee»Provinzen, Deutschland, Oesterreich, Schweiz, Tschechoslovakei, Ungarn, Galizien; Nordamerika.
Fig. 1881. Impatiens parviflora DC. a Habitus, b Blütenvon oben, c Seitenansicht der Blüte, d und e Keimpflanzenin 2 verschiedenen Entwicklungsstadien.