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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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durch Einbruch (Anbeissen des Sporns) zu erlangen suchen. Neben diesen gewöhnlich auftretenden chasmogamenBlüten finden sich bisweilen auch bedeutend kleinere, etwa 2 mm lange, die einer geschlossenen Knospe ähnelnund kleistogam sind. Die Kelchblätter dieser Blüten schliessen nach Knuth dicht zusammen und bilden inihrem oberen, übereinander gelegenen Teile einen verhältnismässig dünnen, stumpfen Fortsatz. Die weissgefärbten Kronblätter erreichen nur die Länge des Fruchtknotens und besitzen die Form von Schüppchen.Die auf verhältnismässig langen Staubfäden sitzenden Staubbeutel zeigen ein 3»eckiges, spitz zulaufendesKonnektiv, über dessen Spitze die Fächer hinausragen. Sie sind untereinander nicht verwachsen und überder Narbe mützenartig zusammengeneigt. Der Fruchtknoten ist etwa 2 mm lang; die 5 Griffel sind sehr kurzund konisch zugespitzt, die Narben nur punktförmig an den Griffelspitzen entwickelt. Aus den sich öffnendenStaubbeuteln treiben die Pollenkörner ihre Schläuche gegen die Narben zu aus. Nach der Befruchtung hebtder sich verlängernde Fruchtknoten diezusammenhängenden Kelch., Krön« undStaubblätter in Form einer Kappe in dieHöhe. An sonnigen Orten sollen meistchasmogame, an sehr schattigen Orten fastnur kleistogame Blüten ausgebildet werden ;es kommen aber auch Uebergangsbildungenzwischen beiden Formen vor. Auf experi»mentellem Wege durch Aenderung deräusseren Lebensbedingungen gelang esK. Goebel bald die eine, bald die andereBlütenform hervorzurufen. Nach ihm sindHemmungsbildungen die Ursache des Auf»tretens von kleistogamen Blüten (vgl.

Goebel, K. Die kleistogamen Blüten und dieAnpassungstheorien. Biologisches Central«blatt, 1904). Nach H. Ross vermag aucheine Mücke, wahrscheinlich Clinodiplö»sis impätientis, die Kleinheit der Blüteund ihren dauernden Schluss hervorzurufen.

An weiteren Blütenabänderungen wurdedas Auftreten der vorderen zwei Kelch«blätter oder das Fehlen der Kronblätterfestgestellt. An den Keimlingen wurden ausnahmsweise 3 Keimblätter und darauf folgend 3»quirlig gestelltePrimärblätter beobachtet. Die Pflanze wird hie und da im Absud (5 g auf l /< 1 Wasser) als abführendes undwassertreibendes Mittel verwendet (Marzell). Die Laubblätter enthalten nach älteren Angaben einen bitteren,Brechreiz verursachenden Stoff (Impatiinid), sowie Gerbstoff, Zucker und 17,5 °/o Ascherüdestand.

1879. Impatiens parviflöra DC. Kleinblütiges Springkraut. Fig. 1881 bis 1883a

und Fig. 1875 m bis r.

Pflanze 1 »jährig, 10 bis 80 cm hoch, kahl. Primärwurzel frühzeitig schwindend unddurch Adventivwurzeln ersetzt werdend. Stengel aufrecht, im unteren Teile einfach, un=beblättert, selten am Grunde mit einigen Aesten, im oberen Teile ästig, selten einfach, be=blättert, blassgrünlich oder (an sonnigen Orten) rötlich überlaufen. Laubblätter wechselständig,gestielt, eiförmig bis eilänglich, zugespitzt, am Grunde keilförmig verschmälert, gesägt, amRande des Grundes stieldrüsig. Blüten in 4» bis 10=blütigen, den Tragblättern an Längegleichkommenden oder sie überragenden Trugdolden. Kelchblätter .3; die beiden seitlicheneiförmig»3=eckig, etwa 3 mm lang, das hintere gross, 8 bis 10 mm lang, mit geradem Sporn,hellgelb. Kronblätter 5; das vordere gross, die seitlichen und die hinteren paarweise mit»einander verwachsen, alle blassgelb, innen rot gefleckt. Frucht länglich=keulenförmig (Fig. 1875o,p),15 bis 20 mm lang, kahl, grün. Samen länglich, 4 bis 5 mm lang, fein längs=runzelig (Fig. 1875r).

IV bis X.

Als lästiges, vielfach unvertilgbares und völlig eingebürgertes Unkraut in oft grossenHerden auf Gartenland, in Parkanlagen, an Schuttstellen, Wegrändern, auf Kartoffeläckern,

Hegi, Flora. V, 1. 223