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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
Seite
315
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Internodienl] geteilten Stengel Bezug. Nach dem Standort heisst die Art Moos», Gmoospflanzen (Böhmer»wald), Bachchrut (Schwyz). Drollige Verdrehungen des lateinischenNoll me tangere" stellen das Dula»metankerln (Oberösterreich), Tolimetangerl, Tulimetankerl (Niederösterreidi) dar.

Pflanze 1 »jährig, bis 1 m hoch, kahl. Primärwurzel frühzeitig schwindend und durchzahlreiche Adventivwurzeln ersetzt werdend. Stengel aufrecht, im oberen Teile ästig, be=blättert, im unteren Teil einfadi, an den Knoten angeschwollen, blattlos, zuweilen rötlich. Laub=blätter wechselständig, gestielt, eiförmig bis eilänglich, spitz, am Grunde kurz keilförmig, grobgesägt=gezähnt mit aufgesetzten Stachelspitzchen, am Grunde mit Stieldrüsen. Blüten in (1=)2» bis 4» (6»)blütigen, blattachselständigen, samt den Blüten überhängenden, mit Hochblätternversehenen Trauben. Kelchblätter 5 oder 3, die beiden vorderen fehlend oder zu undeutlichenSchüppchen verkleinert, die beiden seitlichen breit eiförmig, kurz spitzig (Fig. 1878 d), etwa 5 mmlang und wie die Kronblätter gefärbt, dashintere sehr gross, 2,5 bis 3 mm lang(Fig. 1878 c), gelb, mit gekrümmtem Sporn.

Kronblätter 5, das vordere sehr gross, dieübrigen bedeckend (Fig. 1878 b), die seit»liehen und hinteren paarweise miteinanderverwachsen, alle goldgelb, innen mit rötenPunkten. Staubblätter 5; Staubfäden obenmiteinander verwachsen, unten mit einemLigular»Fortsatz ; Staubbeutel herzförmig,miteinander zusammenhängend. Frucht»knoten oberständig, aus 5 Fruchtblätternzusammengewachsen, 5»fächerig und mitmehreren innen winkelständigen Samen»anlagen; Griffel fehlend; Narbe kegel»förmig, 5=zähnig. Frucht eine 5»klappig=fachspaltig aufspringende, fleischige Kapsel,walzlich, 15 bis 25 cm lang, grün oderbraungestreift (Fig. 1878 e, f). Samen läng»lieh, etwa 4 mm lang, runzlich, kahl(Fig. 1878 g). VII bis IX.

Meist verbreitet und oft gesellig aufkalkarmen wie kalkreichen, aber humosen,seltener mineralischen, ± feuchtenStandortenmit hoher Luftfeuchtigkeit, in Laubwäldern besonders Erlenbeständen feuchtenGebüschen, Nadelwäldern, auf Wald»

Schlägen, an Waldbächen und Quellen, infeuchten Schluchten an Felsen, auf Mooren,in Hochstaudenfluren, bisweilen auch alsUeberpflanze') oder adventiv. Von der Ebene bis in die obere montane Stufe: im Wallis bis1400 m, im Gotthardgebiet bei Göschenen bis 1480 m, in Pusdilav bis 1450 m, in der Bon»dasca im Bergell bis 1400 m, in den Bayerischen Alpen bis 1140 m, in Südtirol am MonteBaldo bis 1500 m (in Norwegen bis 630 m).

Im Hügel» und Bergland des ganzen Gebietes meist verbreitet und häufig, seltener in denTiefebenen, wie im Gebiete der pannonischen Flora in Oesterreich, in der Oberrheinischen Tiefebene und

Fig. 1878. Impatiens No i tangere L. a Habitus, b VorderesKronblatt. c Hinteres, gesporntes Kelchblatt, d. Seitliches Kelchblatt.e Frucht kurz vor der Reiie. / Aufgerollte brucht. g Samen (stark ver-grössert.) i Keimling.

*) Von R. S tager werden solche Ueberpflanzen aus der Schweiz auf Platane und Berg»Ahorn genannt.