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bei München, an der Partnach in Garmisch (noch 1917), auf dem Friedhof daselbst (1923) und am Weg zur Partnach»klamm, in der Umgebung von Nürnberg (eingebürgert) bei Breitenbrunn, Grünsberg und am Lauferthor, ferner beiBerching, Pommeisbrunn und Linterbürg bei Beilngries, in Baden bei Ilvesheim (1912), auf Schutt bei Oggersheimin der Pfalz (1912), im Niedersdilesischen Bergland bei Löwenberg, Wigandstal, Schönau, Bolkenhain, Hirschberg,Kosel, Leschnitz und Beuthen; im Kreis Beutnitz-, bei Hamburg, Könitz (1897), Reppen, Scharfenberg, Naundorf beiFrankfurt an der Oder; bei Erfurt; in Mähren massenhaft in Olmütz zusammen mit Rudbeckia laciniata; Oester»reichisdi-Schlesien; in Tirol bei Innsbruck, Brixlegg; im Vorarlberg bei Rankweil (1912, 1919), Röthis 1918,St. Gerold (auf Sumpfboden); in Niederösterreich am Weidlingsbach bei Wien, am Preinerbach bei Payerbadi,bei Reichenau ; in der Schweiz am Ufer der Birs zwischen Aesch und St. Jakob bei Basel, zwischen Mönchen»stein und Neue Welt (1904), an der Birs bei Dornach (Solothurn) 1910, Eichholz bei Weesen (seit etwa 1908),Mühletal am Walensee (1910), am Untersee im Ufergebüsch bei Mannenbach (1911) und am Bach im Espi Tribol»tingen, Ufer der Thür bei FeldUAltikon (Kt. Züridi, 1911, 1919), Schutt auf dem Ebnat bei Schaffhausen (1914),Wattwil (Kt. St. Gallen 1914), Emdtal bei Bern (1916). — f, älbida hört. Blüten weiss. Seeaufschüttung amBelvoirpark in Züridi (1914). Die Pflanze gelangte um 1839 nach Europa. In Oesterreich führt sie zuweilen denhumorvollen Namen „ Altweiberzorn". Die proterandrischen Blüten sind namentlich auf den Besuch von Hummelneingerichtet. Wie bei Impatiens noli tangere streifen im männlichen Stadium die Besucher mit dem Rücken an denStaubblättern, im weiblichen an der entwickelten Narbe vorbei. Ausser Hummeln sind auch vereinzelt Bienenbeobachtet worden. — I. Höls tii Engl, et Warb., aus Ostafrika (vor etwa 20 Jahren eingeführt), mit flachen, Scharlach«roten Blüten und mit langem, dünnem Sporn, ist gegenwärtig eine beliebte Zierpflanze des Warmhauses und derZimmer und, da sie das ganze Jahr über blüht, unter dem Namen „Fleissiges Lieschen" bekannt (vgl. auchdie folgende Art). — Ihr sehr ähnlich ist I. Sultäni Hook. f. (Fig. 1877), aus dem tropischen Afrika und San»sibar. Bis 60 cm hoher, kahler Halbstrauch mit vielen dicken, saftigen Zweigen. Laubblätter elliptisch bislanzettlich, angedrückt gezähnt, im unteren Teile des Stengels wechselständig, im oberen fast quirlig. Blütenin 1» bis mehrblütigen, die Tragblätter überragenden Blütenständen, bis fast 4 cm breit, karminrot, seltenerweiss oder violett; Sporn lang, dünn. Zwischen dieser und der vorhergehenden Art sind eine Reihevon Bastarden erzeugt worden, die vielfach die Eltern vollständig verdrängt haben und die scharfe Trennungder Kulturformen sehr erschweren. — I. platyp^tala Lindl. (= I. pulcherrima Dalzell, = I. latifölia hört.),aus Java und Vorderindien. Halbstrauch mit dicken, saftigen, gegliederten, meist purpurrötlich gefärbten oderfein punktierten Stengeln. Laubblätter länglich-lanzettlich bis eiförmig, scharf gekerbt.gesägt, oberseits kahl,unterseits meist behaart. Blüten einzeln in den Achseln von Laubblättern, gross, karminrosarot. Sporn faden»förmig, sichelartig gekrümmt. Kronblätter breit-verkehrt-herzförmig. — I, Hookeriana Arn. (-= I. biglan«dülosa Moon), aus Ceylon. Bis 1 m hoher, krautiger Halbstrauch mit stark verästelten, saftigen Stengeln.Blüten in 3» bis 6»blütigen Trugdolden, bis 5 cm breit, weiss; untere Kronblätter purpurn gefleckt; Spornhornartig gekrümmt, 5 bis 8 cm lang. — Seltener finden sich I. s c&brida DC. im Freiland, I. Oliv^ri C. H.Wright, I. Petersiäna Gilg und I. grändis Heyne in Warmhäusern. Verschleppt wurde beobachtet diegelbblühende nordamerikanische I. b i f 1 ör a Walt. (= I. fülva Nutt.) im Südbahnhof München, sowie verwildertI. amphordta Edgew. aus dem tropischen Afrika auf Friedhöfen in Dürkheim und Neustadt in der Pfalz.
Die beiden heimischen Arten unterscheiden sich nach folgendem Schlüssel:
1. Blüten gross, hängend, goldgelb, innen rot punktiert; Sporn gekrümmt. Früchte hängend.
I. Noli tangere nr. 1878.
1'. Blüten klein, aufrecht, hellgelb; Sporn gerade. Früchte aufrecht . . I. parvif 1 ora nr. 1879.
1878. Impatiens Noli tangere 1 ) L. Rühr michnichtan, Wald=Springkraut, Franz.: Balsa»mine sauvage, balsamine des bois, pain de coucou, impatiente, ne=me=touchez=pas, herbe de SainteCatharine, merveille ä fleurs jaunes j engl.: Yellow baisam, quick in hand, touch=me=not; ital.:Erba impaziente, sensetiva. Taf. 180, Fig. 3; Fig. 1878 bis 1880 und Fig. 1875i bis 1.
Fast alle Namen beziehen sich auf die bei der geringsten Berührung aufplatzenden Springfrüchte j R ö g e m inich an (Untere Weser), Krüütken röhr mi nich an (Westfalen), Krükche rier mich net an(Eifel),Rühr mi nid a (Schweiz), Hüpferling, Flendekraut [Flintenkraut], Blatzkräudig (Gotha), Alt»weiberzorn (Oberösterreich), Huppemannl (Westböhmen;, Kikrihahn (Oberösterreich), Flohkräudl(Niederösterreich), Springkraut (Schwäbische Alb), Schrekerli (Aargau), Häx 1 ichrut (Churfirstengebiet).Auf die Blütenform beziehen sich Ohrringel [Blütensporn!] (Oesterreich), Kapuzinerle [kapuzenförmigeBlüten (Baden). Die niederösterreichische Bezeichnung Glied walin nimmt auf den in Glieder (angeschwollene
*j Bei Gesner (Hort. Germ. 1560) heisst die Pflanze Noli me tangere [rühre mich nicht an], bei Thal(1577) Persicäria silicösa Anglörum.