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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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313
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*) Der Name wird vom griechischen ßäkaauov [bälsamon] abgeleitet, ßc.lac.uii'ri [balsami'ne] erscheintals Pflanzenname auch in den Synonymen des Dioskurides (Mat. med. 3, 139). Möglich wäre auch die Ab.leitung von ßctXXeiv [bällein] = werfen und s6men = Samen j weil die Früchte ihre Samen weit wegschleudern.

'') Die Bezeichnung steht im Gegensatz zu Balsamina mas, Balsamkraut das Männchen oder Mo.mordikäpfel, unter welcher Bezeichnung Momördica Balsämina L. verstanden wurde.

in Indien genossen, auch soll ein Speise, und Brennöl daraus gewonnen werden. Einige Arten fanden früherpharmazeutische Verwendung (vgl. I. Noli tangere).

Von den z. T. seit mehreren Jahrhunderten im Freiland oder in Töpfen gezogenen, neuerdings durchZugang tropischer Arten in Warmhäusern stark vermehrten Arten seien erwähnt; I. Balsämina 1 ) (= Bai.sämina hortönsis DC.). Garten.Balsamine, aus Ostindien. Franz.! Balsamine, balsamine des jardins; engl.: Balsam>garden.balsamine j ital. i Balsamina, begli nomini (im Tessin bejomen). Fig. 1875 a bis h. Einjährige, bis 60 cmhohe, kahle Pflanze. Stengel dick fleischig, knotig gegliedert, mit oft rötlich angelaufenen Aesten. Laubblätterlanzettlich, gesägt, die unteren gegenständig. Blüten meist zu mehreren, seltener einzeln in den Blattachseln,gross, verschieden gefärbt, weiss, gelb, purpurn, violett, einfarbig, gefleckt oder gestrichelt. In zahlreichenKulturformen in Gärten gezogen. Im Handel werden unterschieden: Hohe Balsaminen, 30 bis 60 cmhoch. Zwerg.Balsaminen, 20 bis 25 cm hoch. In beiden Gruppen finden sich : Rosen.Balsaminen.Blüten gefüllt. Kronblätter regelmässig rosenartig angeordnet, verschieden gefärbt. Kamellien.Balsa.minen. Kronblätter weniger regel«mässig angeordnet, weissgefleckt, ver«schieden gefärbt. Nelken.Bal.saminen. Kronblätter nelkenartiggestreift und gestrichelt, verschiedengefärbt. V iktoria.Balsaminen.

Kronblätter gestrichelt und punktiert.

Die sehr frostempfindliche Pflanzespielt noch gegenwärtig in den Bauern,gärten eine grosse Rolle und wurde imLaufe des 16. Jahrhunderts von denPortugiesen nach Europa gebracht(Christ, H. Der alte Bauergarten).

Gesner sah die ersten Stöcke inBasel. Rostius bezeichnete die Art1610 als Balsämina faemina. ImHortus Eystettensis wird sie ebenfallsBalsaminafoemica, Balsamkrautdas Weibchen genannt. a ) NachSchübe fand sie sich bereits zurZeit der Renaissance, in den ZiergärtenSchlesiens. Bisweilen verwildert sie in

Parkanlagen (wie z. B. in Innsbruck) oder auf Feldern (wie bei Weissenberg i. d. Lausitz). Impatiens tricörneLindl., aus Nepal und Ostasien. Einjährige, bis 1,25 m hohe Pflanze mit sehr ästigem, dickem, knotig gegliedertem,punktiertem Stengel. Laubblätter lanzettlich, in den Stiel allmählich verschmälert, gesägt, kurz behaart. Blüten auf ziem,lieh kurzen, behaarten Stielen in 3. bis 5=blütigen Blütenständen, blassgelb, orangegelb, geädert und punktiert; Sporneoft zu dreien, pfriemlich, nach oben gekrümmt, grün. Seit 1836 in Europa gezogen. Verwildert bei Kirch«heim unweit Ried (Ober.Oesterreich). I. Marian ae Rchb., aus Assam. Halbstrauch mit kriechenden undwurzelnden Stengeln. Laubblätter breit.eirundlich, fein gekerbt, schmal.silberweiss.gesäumt, auf der Flächeweissbunt gefärbt. Blüten einzeln, blattachselständig, blassrot; Sporn aufrecht gekrümmt. Der panaschiertenLaubblätter wegen früher viel gezogen, jetzt seltener geworden, aber noch immer in Gewächshäusern, inZimmern (namentlich Bauernstuben) z. T. als Ampelpflanzen und auch in Freibeeten an geschützten Stellengehalten. I. Royldi Walpers (= I. glandulifera Royle, = I. glandullgera Lindl.). Fig. 1876. Heimat: Hima.laya und Ostindien. Einjährige, bis über 2 m hohe Pflanze mit kräftigem, ästigem, knotig.gegliedertem, kahlemStengel. Laubblätter lanzettlich bis ei.lanzettlich, zugespitzt, an den unteren Zähnen und am Blattstiel mitDrüsen. Blüten in langgestielten, etwa 2» bis 14.blütigen Trauben, etwa 3 bis 4 cm breit, purpurn oderweinrot j Sporn gerade, dick. Häufig in Gärten und auf Friedhöfen (z. B. im Bayerischen Wald, in Franken,Oberbayern) als anspruchslose Freilandpflanze gehalten und hie und da auch in grösserer Menge als Bienenfutter,pflanze gebaut. Verwilderungen werden neuerdings wiederholt gemeldet, Einbürgerungen hingegen scheinen sehrselten zu sein, da die Samen meist nicht recht ausreifen. Die Pflanze wurde beobachtet in Bayern an der Isar

Fig. 1877. Impatiens Sultani Hook., kultiviert. Phot. Dr. G. Hegi.